Bundesjugendkonferenz Medien 2019: Medien-AG in Rostock

Die Medien-AG des Windeck-Gymnasium ist in den letzten vier Tagen auf weite Fahrt nach Rostock gefahren. Dort konnten alle Teilnehmer in zahlreichen Workshops bei der Bundesjugendkonferenz Medien ihr Wissen über Prävention, Recht, Big Data, das Dark Web und zahlreiche andere Themen ausbauen. 

Durch Sponsoren und Landesförderung konnten die über 300 Jugendlichen, die zumeist als sogenannte Medienscouts nach Rostock gefahren waren, in einem 4-Sterne-Hotel übernachten, essen und die Workshops durchführen. Das hieß: Exquisites Essen, Top-Ausstattung und natürlich W-Lan überall.

Das war bei den Themen aber auch nötig. Viele Bundesländer haben sogenannte Medienscouts, also Schüler, die vor allem jüngere Schüler über die Gefahren und Herausforderungen des Netzes aufklären. Insofern war es auch für die Leiter interessant, als die Organisatorin Gesa Stückmann ein Webinar vorstellte, mit dem sie normalerweise in Schulen für Eltern, Lehrer oder eben Klassen rechtliche Grundlagen klärt – sei es über Cybermobbing, das Schicken von Fotos oder andere problematische Handlungen im Internet.

Insgesamt waren es spannende und sehr lehrreiche Tage. Die Medien-AG wird weiter darüber berichten. Wenn Sie Interesse haben, können Sie Gesa Stückmann im Podcast hören oder Herrn Blume ansprechen.

 

1. Melrose-Bericht: Frozen 2.0

Voller Vorfreude haben wir nach 16 Stunden Anreise mit Zwischenstopp in Chicago unser Ziel erreicht: Minneapolis Airport United States. 
Direkt überwältigt von dem vielen Schnee und der Eiseskälte (teilweise -27 Grad), erkannten wir den starken Unterschied zu Deutschland, insbesondere als uns der Busfahrer im T-Shirt entgegen kam.
Unsere erste Nacht im Prime Rate Motel beendeten wir mit einem typisch amerikanischen Frühstück in einem naheliegenden Diner, indem wir unsere ersten „echten“ Pancakes probieren durften. Im Anschluss fuhren wir mit gesamten Gepäck und der Austauschgruppe aus Ahaus (NRW) in die Innenstadt von Minneapolis zum Minnesota State Capitol, wo wir eine Führung erhielten. Uns wurden typische Zeichen für Minneapolis, zB. der Polarstern (Northern Star) erklärt, welcher sich bei genauerem Hinsehen in vielen Gemälden erkennen ließ. Anschließend machten wir uns auf den Weg zu einem Ort, welcher direkt am ersten Tag unsere Geldbörsen leichter und unsere Koffer schwerer machen sollte, denn unser Ziel war ein Outlet, in dem wir mehrere Stunden verbrachten. Direkt danach begannen wir den zweiten Teil unserer Reise in Melrose. Wir wurden mit einem tollen Essen in der Schulcafeteria begrüßt und trafen zugleich das erste mal unsere Austauschpartner und deren Familien. Uns wurde schnell klar, dass die Menschen hier sehr gastfreundlich und offen sind, denn direkt entstanden Gesprächsthemen und die Angst in einer fremden Sprache zu sprechen verflog sofort. In den folgenden Tagen wurden viele Unternehmungen durchgeführt: Von Kinobesuchen über Schlittschuh laufen bishin zu Schneemobil fahren war für jeden etwas dabei. Da viele auf einer Farm leben, lernte man ebenfalls andere Lebensweisen kennen (besonderes Highlight: Blick von der Toilette in den Kuhstall).
Auch ein Zoo und die riesige Mall of America standen auf unserem Programm mit anschließendem Basketballspiel zwischen den MN Timberwolves und den Oklahoma City Thunders. Dinge, die sonst nur in Filmen für uns zu sehen waren, konnten wir nun in echt bewundern, und es tatsächlich vor sich zu haben ist ein großer Unterschied, wie wir feststellen durften.
Auch das Runestone Museum in Alexandria wurde besucht: Mit Filmen und tollen Verkleidungen bekamen wir einen Einblick in das Leben der Wikinger, Indianer und ersten Siedler. Danach machten wir uns auf den Weg in ein kleines Wintersportgebiet zum Snow Tubing. Dabei saust man in Gummireifen bergab, wie man es vom Ski- oder Schlittenfahren kennt. Nach mehreren Rennen und einer obligatorischen Schneeballschlacht starteten wir zurück nach Melrose. Wir verabschiedeten uns von der anderen Gruppe aus Deutschland, da diese eine Woche weniger hier verbrachte, und begannen das Wochenende in unseren Gastfamilien.
Nächste Woche werdet ihr von unseren weiteren Abenteuern in Melrose, Minnesota, erfahren!
Nadine (10b) und Celina (10c)

Wetterstation

Apfelsortentest mit den Green Heroes

Begegnung mit einem Tausendsassa

„Auf nackten Sohlen geht es durchs Haus, die kleinen verwaschenen Flickenteppiche wie Eisschollen auf dem grau melierten Linoleum schlingern“ – auch dieser Satz bricht in die scheinbare Idylle von Kindheitserinnerungen ein, gerade wenn Jochen Heckmann seinen im Jahre 2008 mit dem Heinrich-Vetter-Literaturpreis ausgezeichneten Text „Grüne Füsse“ selbst vorliest. Durch seinen Textvortrag und die Diskussion mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 10a verdeutlicht er wiederholt, welche Alltagsbeobachtungen hinter seinen Kurzprosastücken stehen und welche Leerstellen beabsichtigt sind, um Leserinnen und Leser zum Nachdenken anzuregen. Wird die ältere Rollstuhlfahrerin durch die junge Luftgitarrenrockerin im Zimmer gegenüber am Ende der Geschichte gerettet, obwohl sie „In the mood“ war, ihrem Leben selbst ein Ende zu setzen? Wir alle werden auch aus dem möglicherweise hysterischen Lachen nicht ganz schlau, auch Glenn Miller kann uns am Ende nicht helfen.

Die 90 minütige Begegnung mit dem Bühnentänzer, Choreograf, Autor und mittlerweile „künstlerischen Leiter an der Höheren Fachschule für Zeitgenössischen und Urbanen Bühnentanz“ in Zürich am vergangenen Freitag in der Mediathek war für alle Beteiligten ausgesprochen interessant, da man selten die Möglichkeit erhält, mit Schriftstellern über ihre Texte zu sprechen. Viele Fragen drehten sich auch um ihn, sowohl als Tänzer und Schriftsteller, um seine Themen bzw. um die Themenfindung: (Kindheits)-Erinnerungen, aber auch das Thema der Hoffnung zieht sich thematisch durch Heckmanns Texte! Am Ende seines Besuches steht fest, Jochen Heckmann ist ein ausgesprochen genauer Zuschauer, der viele seiner Alltagsbeobachtungen und -begegnungen tänzerisch oder auch literarisch umsetzt. Alle unsere Fragen konnten beantwortet werden, offen blieb nur, wie man tänzerisch die Vergangenheit oder die Zukunft darstellt – vielen Dank für das gute Gespräch und die inspirierende Begegnung!

Homepage von Jochen Heckmann 

WK III-Mädchen erreichen Landesfinale!!!

Nach der erfolgreichen  Qualifikation unserer WK III-Mädchen-Mannschaft, die beim Turnier um die Bezirksmeisterschaft des Landkreises Rastatt den ersten Platz erspielte, konnte sich das Team völlig überraschend am vergangenen Mittwoch mit einem Sieg im Finale des Regierungspräsidiums Karlsruhe in Östringen für das Landesfinale Ende März in Tübingen  qualifizieren, bei dem man sich mit den besten Mannschaften Baden-Württembergs  messen wird.

Verstärkt mit einigen WK IV-Mädchen, die sich super in das Team einfügten und ohne die dieser Erfolg nicht zustande gekommen wäre, gewann man die Vorrundenspiele gegen Sinsheim und Östringen hauchdünn  und hatte im Halbfinale nach zweimal 5 Minuten Verlängerung gegen die favorisierten Damen aus Bammental  den Einzug ins Finale geschafft. Im Finale kann es zur Revanche gegen den Vorrundengegner Sinsheim, den man in einem hart umkämpften Finale erneut besiegen konnte. Herzlichen Glückwunsch und ein großes Dankeschön für euren Einsatz für unser Windeck-Gymnasium und euer faires und sportliches Auftreten. Viel Spaß und viel Erfolg beim Landesfinale!!!

CHEMIE: Exkursion zum weltgrößten Chemiekonzern

Die fantastische Welt der Chemie – den größten Chemiekonzern vor unseren eigenen Augen!

Unser vierstündiger Chemiekurs unter Leitung von Frau Falkenecker besuchte am 30.01.2019 das Chemiewerk der BASF (Badische Anilin und Soda Fabrik) in Ludwigshafen, dessen Fläche sich um die zehn Quadratkilometer erstreckt und somit das größte Chemieareal der Welt bildet.

Die Führung durch das Gelände begann im Besucherzentrum, in dem eine Ausstellung rund um die Chemie, und wie BASF diese nutzt, wartete. Zuerst konnte man erleben, in welchen Bereichen des Lebens die Chemie eine Rolle spielt: So war es möglich, verschiedene Duftstoffe zu vergleichen oder zu erfahren, was bei einem Kochvorgang chemisch vor sich geht. Des Weiteren war ein neuartiges Periodensystem zu bestaunen und das Trommelfell durch eine selbstgezündete Rakete in Schwingung zu bringen. Die Tourleiterin erklärte uns viele beeindruckende Daten über die BASF, ihre Produkte, die Gewinnung der Rohstoffe und das Nachhaltigkeitsprinzip der Firma. Nachdem alle mit Helm, Schutzbrille und -jacke ausgestattet waren, ging die Führung mit dem Bus durch das Firmengelände weiter.

Bei der Fahrt durch das Stadtviertel der BASF war es uns möglich, die riesigen zusammenhängenden Fabriken, welche die Reduzierung der zu verbrennenden Abfallstoffe so gering halten, zu bestaunen. Bei der gigantischen Ammoniak-Anlage angekommen, wurde einer der Reaktoren erklommen und wir konnte einen Blick in ihn werfen und die dort arbeitenden Kräfte zu Gesicht bekommen. Wir wanderten danach um die Ammoniakanlage herum, wobei die Synthesevorgänge geschildert wurden. Danach kehrten wir in das Besucherzentrum zurück, gaben die geliehene Schutzkleidung ab und gingen mit unzähligen Informationen und Eindrücken nach Hause. Besonders die einzigartige Ausstellung, das riesige Betriebsgelände mit eigenem Rohr- und Straßennetz sowie natürlich der Einblick in den Ammoniak-Reaktor sind uns im Kopf geblieben.