Herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmern des Vorlesewettbewerbs

Stimme weg, Spiel verloren – und am Ende trotzdem viel gewonnen

Am Donnerstag, den 24.11., machten sich die beiden Sportprofilklassen (8d und 9d) auf nach Mannheim,  um dort das Handballbundesligaspiel der Rhein-Neckar-Löwen gegen die Füchse Berlin zu besuchen. 

Begleitet von ihren Sportlehrerinnen Frau Krebs und Frau Senski sowie den Sportlehrern Herr Ullrich und Herr Sauer fuhren 50 Schülerinnen und Schüler im Anschluss an den Nachmittagsunterricht mit einem Reisebus am Windeck-Gymnasium los. 

Nach einer 2-stündigen, aber äußerst kurzweiligen Fahrt, fuhr der Bus vor dem Handballtempel vor und nach einem gemeinsamen Gruppenfoto, zu dem Herr Dinges noch hinzustieß,  konnte die Arena endlich betreten werden. 

Die Schülerinnen und Schüler waren fasziniert von der Größe der Halle und von der Show, die bereits vor dem Spiel abgeliefert wurde. 

Nach einer extrem spannenden und ausgeglichenen ersten Halbzeit und einem 16:16-Pausenstand, verloren die Löwen in der zweiten Halbzeit etwas den Faden und gingen letztlich als Verlierer vom Platz. 

Trotzdem war die Stimmung in der Halle und insbesondere auch bei der Windeck-Crew bis zum Ende hervorragend und so fuhren am späten Abend alle glücklich und zufrieden zurück nach Bühl. Auch wenn das Aufstehen am Freitagmorgen allen etwas schwerfiel, bleiben viele schöne Erinnerungen, die sicher noch eine Weile nachwirken werden. 

Timo Ullrich und Angela Krebs

„Lasst Blumen blühen!“

Verantwortung und Auftrag

Als 1938 in Bühl die Synagoge brannte, schauten ganze Klassen des Windeck zu. Das Courageteam des Windeck-Gymnasiums will nicht zu- sondern hinschauen. Für jede(n) dieser jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger nannte beim Gedenken der Stadt Bühl ein Stellvertreter / eine Stellvertreterin den Namen und das Schicksal und legte einen Stein am Mahnmal auf dem Johannisplatz ab. Nach jüdischer Tradition werden mit dem Namen die Toten wieder in unserem Leben präsent. Sie mahnen, im Hier und Jetzt persönlich Verantwortung zu übernehmen.

Der Text zur Aktion im vollen Wortlaut:

„Öffentliche Hetze, staatliche Gesetze, verabredete Geschäftsboykotte
und am 9.November 1938 die sogenannte „Reichskristallnacht“
– die jüdischen Menschen in Bühl konnten ahnen, was auf sie zukam.

„Rein wie Kristall“
sollte das Deutsche Reich werden,
frei von allem, was es beschmutzen konnte.
Frei von politisch Andersdenkenden, aber auch von Sinti und Roma, Homosexuellen und Bibelforschenden
– vor allem frei von Juden und Jüdinnen.

So auch in Bühl.

Später als in anderen Städten brannte die Synagoge am nächsten Tag,
ganze Klassen unserer Schule schauten zu,
die Feuerwehr schützte die Nachbarhäuser,
ein Getränkehandel brachte seinen Lieferwagen in Sicherheit.

Und dabei blieb es.

Niemand schützte die Jüdinnen und Juden Bühls,
als sie dann am 22. Oktober 1940,
dem jüdischen Laubhüttenfest,
in aller Öffentlichkeit durch die Rheinstraße zum Bahnhof getrieben
und wie Vieh
nach Gurs ins Lager deportiert wurden.

In den – fast – sicheren Tod.
26 Menschen
umfasste der Bühler Transport,
26 Schicksale.
Dazu kommen 3 Personen,
die an diesem Tag nicht deportiert wurden
– weil sie transportunfähig oder
mit einem Christen / einer Christin verheiratet waren.

Das Courageteam des Windeck-Gymnasiums
will nicht zu- sondern hinschauen.

Für jeden dieser Mitbürgerinnen und Mitbürger
wird ein Stellvertreter / eine Stellvertreterin
den Namen und das Schicksal benennen
und dann einen Stein am Mahnmal ablegen.

Mit dem Namen sollen die Toten
wieder in unserem Leben präsent werden
und mahnen,
im Hier und Jetzt
persönlich Verantwortung zu übernehmen.

 

Beitragsfoto: Bernhard Margull

Ein Dankeschön zum Spendenaufruf der SMV für den Tafelladen Bühl

Windeck Gymnasium zeigt (Sport-)Profil

Der Handballsport steht für Teamgeist, Emotion und Begeisterung bei Trainern, Spielern, Zuschauern und Schiedsrichtern. Die beiden Sportprofil-Klassen 8d und 9d des Windeck-Gymnasiums werden am 24.11.2022 gemeinsam die Handball-Bundesliga-Begegnung der Rhein-Neckar-Löwen gegen die Füchse Berlin in der Mannheimer SAP Arena besuchen. Die Sportart ist auch unter den LehrerInnen des Windeck beliebt und wird in verschiedenen Funktionen begleitet. So stand Philipp Dinges, der am Windeck die Fächer Englisch, Gemeinschaftskunde und WBS unterrichtet und Spiele der LIQUI MOLY Handball Bundesliga leitet handball-world.com für ein Gespräch zur Verfügung.

Ich bin ein Kind des Handballs. Mein Vater war Trainer und hat mich schon in die Halle mitgenommen, als ich noch ein kleiner Junge war. Mit fünf Jahren habe ich dann angefangen zu spielen; für mich gab es nie einen anderen Sport als Handball. Ich habe in der Jugend lange auf Rückraum Mitte gespielt, bis ich in der A-Jugend aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste. Mit 18 Jahren von einem Arzt gesagt zu bekommen, dass ich kein Handball mehr spielen darf, war hart für mich.

Dennoch war mir sofort klar, dass ich den Handball nicht aufgeben möchte – und mein Joker war die Schiedsrichterei. Zwei Jahre zuvor hatte ich bereits meinen Schein gemacht, weil ich unbedingt eine andere Perspektive auf die Sportart kennenlernen wollte, die ich so liebe. Nun wurde das Pfeifen meine Möglichkeit, mich weiter im Handball zu engagieren und ich kann diesen Weg aus eigener Erfahrung nur jedem Spieler, der verletzungsbedingt nicht mehr spielen kann, ans Herz legen.

Nachdem ich durch die Schiedsrichterei auf das Spielfeld zurückgekehrt bin, habe ich schnell gemerkt, dass sich mir auch ganz neue Chancen eröffnen. Wenn man pfeifen will und ein Händchen dafür entwickelt, kann es sehr schnell nach oben gehen – und das deutlich weiter, als ich es als Spieler jemals geschafft hätte. Das war ein großer Ansporn für mich. Mit 25 Jahren habe ich das erste Mal ein Spiel in der 1. Bundesliga der Männer geleitet.

Natürlich wird es – ähnlich wie als Spieler – nicht jeder bis in die Bundesliga schaffen. Das Glücksgefühl, dass man verspürt, wenn man eine tolle Ansetzung bekommt, habe ich aber auch früher verspürt. Mit 17 oder 18 Jahren habe ich ein Spiel in der Damen-Landesliga alleine gepfiffen, das war für mich damals eine ganz große Sache.

Das erste Mal in der Jugend-Leistungsklasse angesetzt zu werden, war auch supercool – ebenso wie das erste Mal außerhalb des eigenen Kreises unterwegs zu sein oder das erste Spiel in der Oberliga. Ich habe der Schiedsrichterei so viele Erfolgserlebnisse und schöne Momente zu verdanken. Nach meiner Verletzung All-in zu gehen und dem Handball treu zu bleiben, hat sich mehr als ausgezahlt.

Quelle: https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-1-146900.html

Text: Julia Nikoleit

Marktplatz der Berufe 2022

Die Vielzahl der Studiengänge und Vielseitigkeit der Berufe lässt es fast unmöglich erscheinen, sich gut zu orientieren. Und wie sieht eigentlich der Arbeitsalltag einer Journalistin, eines Architekten oder eines Richters aus?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen haben die Schülerinnen und Schüler beim diesjährigen Marktplatz der Berufe am 11. November erhalten. 20 Referentinnen und Referenten stellten ihren Berufsalltag ganz anschaulich und konkret vor, es konnte im Bereich der Medizin sogar „gespritzt“ werden, im Handwerk wurde ganz greifbar Hand an der Wasserwaage angelegt.

Egal ob Bankkauffrau, Elektroingenieur, Pressesprecherin, Polizistin oder Programmiererin – alle Referentinnen und Referenten zeigten die vielfältigen Möglichkeiten ihres Berufes auf und machten deutlich, dass ein Beruf dann erfüllend ist, wenn er den individuellen Neigungen sowie Stärken und Fähigkeiten entspricht und auch Spaß macht.

Das Organisationsteam der Eltern mit Frau Feuerer, Frau Bothmann und Herrn Kroeg konnte auch in diesem Jahr wieder Eltern bzw. Freunde des Windeck-Gymnasiums gewinnen, um aus ihrem Berufsalltag zu sprechen und den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort zu stehen. Besonders gefreut hat uns, dass zwei Neuerungen (Sprachen und Handwerk) auf große Resonanz gestoßen sind – einerseits Herr Duplouy aus dem Europarat, andererseits Herr Hielscher vom Komzet. Damit konnte dem Umstand Rechnung getragen werden, dass ein Teil unserer Schülerinnen und Schüler die modernen Fremdsprachen beruflich benötigen wird, außerdem ist es so, dass zunehmend mehr Absolventen eine duale Ausbildung anstreben.

Besonders gefreut hat uns, dass diesjährig drei ehemalige Windecker die Tischseiten gewechselt haben, um an die junge Generation etwas von ihrer beruflichen Expertise weiterzugeben.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ganz herzlich im Namen aller Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10 und 11 bei allen Referentinnen und Referenten bedanken!

Bildunterschrift: Informative und anschauliche Einblick in unterschiedlichste Berufsfelder gab es für die Schülerinnen und Schüler des Windeck-Gymnasiums (private Fotos: Bothmann; Kroeg)

Klimaschutzpreis für ehemalige Windeck-Schüler

Zwei ehemalige Windeck-Schüler gewinnen den 2. Platz beim Rennen um den Klimaschutzpreis der Stadt Bühl. Bei der Produktion eines Geschenkes für einen Freund entdeckten Lukas Wittmann (links) und Lukas Gisbrecht (Abi 2012), wie gut sich die Produktion von Literatur anfühlt. „Erde gut, alles gut“ liefert jetzt „100 und eine Idee für mehr Nachhaltigkeit im Alltag“. Ob Küche, Altglas oder Tipps für die perfekte Tüte – flott, sinnvoll und leicht kommen die Tipps daher, ein gehobener spaßbefreiter Zeigefinger war noch nie die Sache der beiden. Weder im Biounterricht noch in Rom, wie sich Frau Becker gerne erinnert. Die Lesung am Windeck ist selbstredend bereits angedacht! Als Klimaschutzbeauftragter der Stadt Bühl ist Martin Andreas (Mitte) ist  jetzt schon eingeladen – so wie Ihr alle. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

Spendenaktion für querschnittsgelähmten ehemaligen Schüler

Das sind wir! Das Windeck-Gymnasium stellt sich vor

Manchmal ist es gar nicht so leicht, die Übersicht darüber zu haben, was eine Schule ausmacht und was dort alles möglich ist. Mit einem Film über das Windeck-Gymnasium haben wir nun den Versuch gemacht, einige wichtige Aspekte unserer Schule einzufangen und für alle, die interessiert sind, zugänglich zu machen.

Orientiert an dem Leitbild unserer Schule  – „Erforschen, lernen und verantwortungsvoll handeln“ – führen Schülerinnen und Schüler im Schulfilm durch das Windeck-Gymnasium und geben Einblicke in die Angebote und Räumlichkeiten unserer Schule.

Wir laden alle herzlich ein, sich mit Hilfe dieses abwechslungsreichen Films ein umfassendes Bild vom Windeck-Gymnasium zu machen.