Jobfestival für Klimaschutz 2022

„Klima, Karma und Karriere“, das war das Thema des Jobfestivals für Klimaschutz, an dem einige
der Zwölftklässler*innen unserer Schule am 30. September teilnehmen durften. Bei diesem Event
drehte sich alles um „grüne“ Berufe und deren Aussichten. Veranstaltet wurde es vom Ministerium
für Umwelt, Energie und Klimaschutz Baden-Württemberg und vom Kommunikationsbüro Ulmer
GmbH organisiert.

Gestartet hat der Tag für die Schüler*innen mit einer knapp zweistündigen Fahrt nach Stuttgart,
sodass sie um 8.00 Uhr morgens am Goldbergwerk ankamen. Bis zur Begrüßung beschäftigten sie
sich damit, sich einen Überblick zu verschaffen und die dort angebotenen Getränke und Snacks
auszuprobieren.

Der dabei entstandende Eindruck von der ordentlich und ansprechend organisierten
Veranstaltung wurde im Laufe des Tages beibehalten und verstärkt. Nach der Einführung und einer
Einleitung seitens der Umweltministerin Thekla Walker folgte ein Impulsgespräch zwischen
Vertretern der Jugendlichen, Politik und Industrie.

Der zentrale Gedanke dabei war, dass der
Mensch im Durchschnitt 1/3 seines Lebens im Beruf verbraucht. Warum also nicht den Beruf
klimafreundlich gestalten und somit für sich und die Umwelt etwas Gutes tun?

Ab 10.30 Uhr wurde allen Beteiligten Zeit gelassen, um sich frei bei den Stationen zu bewegen.
Angeboten wurden Workshops zum Thema Social Entrepreneurship, Klimagerechtigkeit,
Zukunftsgestaltung und nachhaltigem Journalismus, aber auch Crashkurse zu Ausbildungsberufen,
Stipendien, Studiengängen und Jobsuche.
Alternativ konnte man sich auch in der Media Area, bei der Jobwand, der Food Lounge & Chill Out
Area, dem Kino und dem Art Space umsehen.

Bei dem Zukunftsmarkt für die „grüne“ Arbeitswelt konnten an den Stationen zu den Themen
Grüne Energie & Industrie, Mobilität der Zukunft, Städte im Wandel, Natur & Ernährung,
Nachhaltige Studiengänge & Ausbildungen Stempel gesammelt werden, durch die man am Ende
der Veranstaltung bei einem Gewinnspiel mitmachen konnte. Bekommen hat man diese, wenn man
bei einem Quiz mit Nudeln abgestimmt hat, ein Handy auseinandergenommen und wieder
zusammengebaut hat, seine Reaktionszeit bestimmen konnte, und so weiter.

Um 16.00 Uhr endete das Event und unsere Zwölftklässler*innen machten sich auf den Weg nach
Hause mit dem Wissen, dass es viele verschiedene Berufe gibt, bei denen Klimaschutz und
Berufserfolg miteinander Hand in Hand gehen und sich nicht gegenseitig behindern, wie man es
sich sonst oft vorstellt.

Nelly Kekk

Klimafest – wir sind dabei!

Am Freitag, den 23.09.2022 von 13:00 – 17:00 Uhr sehen wir uns auf dem Marktplatz in Bühl. Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen wollen wir an diesem Tag vermehrt auf das Thema Klimaschutz aufmerksam machen.
Hierfür wird Euch ein breites Programm mit Livemusik, Mitmachaktionen, Infoständen und vielem mehr geboten.

Wir bieten Euch:

    Infos zum Thema an unserer Schule!
    Ein Quiz für jung und alt!
    Die Berechnung Eures eigenen CO2-Fußabdruckes!
    Die Herstellung von Bienenwachstüchern!
    Eine Handysammelaktion – Bringt Euren alten Handys vorbei!

Verkauf von umweltfreundlichem Schulmaterial

Umweltmentorentag: Ausflug in die Klimaarena

Am 6. April 2022 bekam die Klimaarena in Sinsheim Besuch von den 96 Umweltmentoren unserer Schule. Bei dem Ausflug gab es viele verschiedene Möglichkeiten, die Klimaarena zu erkunden. Für jede Jahrgangsstufe gab es ein altersgerechtes Tagesprogramm.
Die 5. Klassen machten z.B. erst Experimente über den Klimawandel und seine Folgen, besuchten danach den “Gletscher“ und durften zum Schluss selbstständig die Klimaarena entdecken.
Bei einem der Experimente konnte man z.B. sehen, dass sich Luft mit CO2 viel schneller und stärker erhitzt als Luft ohne CO2. Im „Gletscher“ befanden sich große Leinwände, auf denen eine Art Mitmachfilm gezeigt wurde. Man konnte miterleben, wie schrecklich die Welt 2050 aussehen wird, wenn wir so weiter machen mit der Umweltverschmutzung wie im Moment.
Auf einem großen interaktiven Bildschirm gab es zahlreiche Informationen über das Thema Strom im Haushalt. Wir konnte verschiedenste Themen anklicken, wie z.B. heizen, Sonnen- oder Windkraft und dazu Erklärfilme, Präsentationen und Vorschläge zu umweltschonendem Verhalten hören und sehen.
Es gab auch die Möglichkeit, in der Kantine gemeinsam Mittag zu essen.
Für mich war der Gletscher sehr beeindruckend und erschütternd zugleich. Der Tag war für alle Umweltmentoren interessant und hat uns alle mit vielen neuen Informationen nach Hause geschickt.

Paula Bertele

Am Mittwoch, den 06. April stand für die Green Heroes des Windeck-Gymnasiums eine Exkursion zur Klimaarena in Sinsheim auf dem Plan. Zum normalen Schulbeginn trafen wir uns in verschiedenen Klassenzimmern, um uns negativ auf Corona zu testen, bevor wir um 8 Uhr auf zwei Busse aufgeteilt, aufbrachen. Nach einer kurzweiligen Fahrt kamen wir etwa eine Stunde später in Sinsheim an. Ganz in der Nähe der SAP Arena und des Technik Museums Sinsheim steht das futuristische Gebäude der Klimaarena. Dieses Erlebniszentrum, welches über die Gefahren des Klimawandels und mögliche Lösungen informiert, wurde 2019 fertiggestellt und dient nun als außerschulischer Lernort für Gruppen wie uns.

In der Klimaarena wurden wir herzlich von den Verantwortlichen begrüßt, die uns einen Überblick über den Tagesablauf gaben. Die älteren Schüler bekamen zunächst eine Gelegenheit, das Gelände alleine zu erkunden und sich ein erstes Bild zu machen. Die eigentliche Klimaarena ist in verschiedenen Themenbereichen, wie Konsum, Mobilität und Energie aufgeteilt. Eine besondere Ausstellung behandelt den Rückgang von Gletschern mithilfe erschreckender Bilder. Im Zentrum des Gebäudes steht ein blauer Gletscher, der ein besonderes Erlebnis für die Schüler darstellt. Nach einer Weile betraten wir diesen Gletscher, in dessen Inneren, uns eine virtuelle Reise in die Zukunft unseres Planeten unter dem Einfluss des Klimawandels erwartete. Zum Ende dieser Reise, mussten alle mithelfen um spielerisch das Schicksal unserer virtuellen Expedition zu retten. Eine Aktion bei der sogar noch 10 Klässler auf ihre Kosten kamen.

Wir hatten nun bis 11:30 Uhr freie Zeit, in der wir zahlreiche interaktive Spiele ausprobierten und das Außengelände der Klimaarena besuchten, welches mit 14 000 Quadratmetern sehr weitläufig ist. Dort wird umfangreiches Wissen über unsere Natur und deren Lebewesen vermittelt und gleichzeitig den Kindern in Form eines großen Spielplatzes eine Möglichkeit zum Austoben geboten.

Unser nächster Programmpunkt bestand in der Teilnahme an einer Rallye über die verschiedenen Aspekte des Klimawandels. Zu Beginn informierten wir uns, welche Länder hauptsächlich am Klimawandel schuld sind und welche besonders unter seinen Folgen leiden. Danach teilten wir uns in Kleingruppen auf und bearbeiteten Aufgaben analog zu den Stationen der Klimaarena. Besonders faszinierte uns die Klimabilanz verschiedener Produkte beim Einkaufen. So ist es zu manchen Jahreszeiten besser, Äpfel aus dem Ausland zu kaufen, da deren Transport für das Klima immer noch weniger schädlich ist, als der Aufwand der betrieben werden muss, um regionale Äpfel über längere Zeit zu kühlen. Auch sehr interessant war ein Vergleich verschiedener Energieformen, bei dem wir Atomenergie und dessen Nachhaltigkeit hinterfragten, was zu einer Diskussion über den Atomausstieg in Anbetracht des Klimawandels führte.

Nachdem wir unsere Aufgaben erledigt hatten, trafen wir uns wieder mit den anderen Gruppen und besprachen unsere Ergebnisse unter dem Blickpunkt der Sustainable Development Goals („Nachhaltigkeitsziele“) der Vereinten Nationen. Dabei ging es sowohl um die Zukunft unseres Planeten als auch was ein jeder von uns tun kann, um den Klimawandel zu verhindern.
Danach hatten wir noch die Gelegenheit im Restaurant „Barhama“ der Klimaarena etwas zu Mittag zu essen, um so den Heimweg gestärkt anzutreten. Um 14 Uhr wurden wir wieder von den Bussen abgeholt und fuhren gemeinsam zurück zum Windeck-Gymnasium.

Insgesamt hat uns der Aktionstag großen Spaß gemacht. Wir haben Neues über den Klimawandel gelernt und altes Wissen aufgefrischt, und hatten dabei sehr viel Spaß. Da wir aufgrund der Pandemie längere Zeit keine gemeinsamen Aktionen durchführen konnten, war es wieder schön als Green Heroes unterwegs zu sein.
– Eliah Sam Linz

Friedensaktion am Windeck-Gymnasium

Der Krieg in der Ukraine beschäftigt auch die Schüler am Windeck-Gymnasium. Mit einer Friedensaktion haben sie ein Zeichen für den Frieden gesetzt. Die Schüler gestalteten individuelle Handabdrücke.

Diese haben wir in Form von Photos festgehalten und zur „Action for Peace“ von Greenpeace eingesendet.

Gemeinsam mit 55 Schulen in Deutschland ist daraus eine Friedenstaube entstanden, die am 17.03. mit einem Heißluftballon in den Himmel aufgestiegen ist.

Nachhaltige Verpackungen – selbstgemacht

Film ab! Rückblick-Klimaaktionstag

Am 17.09.2021 fand unser Klimaaktionstag statt. Dank der Unterstützung von Greenpeace konnten die Eindrücke des Tages auch filmisch festgehalten werden und nun Film ab!

Mit dem Ziel das Bewusstsein der „Generation 21. Jahrhundert“ für die globale Klimakrise sowie mögliche Lösungsansätze auch auf regionaler Ebene zu stärken, fanden an diesem Tag ein über 60 Veranstaltungen umfassendes Programm statt, das an diesem Schultag nicht nur theoretisches Wissen vermittelte, sondern bei dem sich die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihres Alters aktiv mit Lösungen und Möglichkeiten im Umgang mit dem Klimawandel auseinandersetzten. Es wurden unter anderem Workshops, Experimente und Spiele von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie zahlreichen externen Referenten angeboten. Dabei waren neben Vertretern von Nichtregierungsorganisationen wie beispielsweise Greenpeace, unter anderem auch die Energieagentur Mittelbaden, die Jugendstiftung des Umweltministeriums sowie die baden-württembergische Umweltministerin Thekla Walter und die Kultusministerin Theresa Schopper zu Gast.

Konkret konnten die 6. Klassen in einer Energierallye spielerisch an Probleme wie beispielsweise den Treibhauseffekt herangeführt werden, sich in Projekten von den Vorteilen von Foodsharing und Upcycling überzeugen, sich mit der Internetseite „KlimaNet“, kindgerecht erarbeiten, wie man effizient Energie sparen kann und sich mit dem ehemaligen Entwicklungshelfer Uli Malisius über die Auswirkungen des Klimawandels in Indonesien austauschen.
In den 7. Klassen gab es interaktive Workshops von Plant for the Planet, Fridays for Future, der Klimastiftung für Bürger zum Thema „Wenn die Pole schmelzen“ sowie eine Heranführung an den CO2-Rechner am Beispiel des Energieverbrauchs des Windeck-Gymnasiums durch Referenten von Greenpeace. Ein besonders prägendes Highlight war dabei sicherlich der Besuch des Amazonas Regenwaldes. Mit Hilfe von Augmented Reality bewegten sich die Schülerinnen und Schüler per Tablets durch einen abgeholzten Regenwald und konnten mit den virtuellen Ureinwohnern in Kontakt treten.
In Projekten wie „Wir träumen uns die Welt wie sie uns gefällt“, durchgeführt durch das Entwicklungspädagogisches Informationszentrum Reutlingen (EPiZ), gingen die Schüler der 8. Klassen auf eine Fantasiereise ins Jahr 2051 und gestalteten diese fiktive Welt nach ihren Vorstellungen. Aber auch Workshops des Nationalpark Nordschwarzwald zum Klimaschutz vor Ort und das Projekt „Greenpeace-Klimakit“ kamen bei den Schülerinenn und Schülern der Mittelstufe gut an. Beim Klimakit lernten diese verschiedenste Kleinprojekte kennen, die im Alltag jedes Einzelnen dabei helfen können beispielsweise Verpackungsmüll oder den täglichen Strombedarf zu reduzieren. Ziel der Übung war es dabei, dass die Schülerinnen und Schüler sich in der Gruppe ein eigenes Projekt überlegen bzw. planen und schlussendlich in einem Ideenmarktplatz vorstellen.
In Klasse 9 ging es neben dem „Essen fürs Klima“, dem Workshop „Less Waste“ und den Folgen des Klimawandels in Baden-Württemberg auch um das selbständige Annähern an die Folgen des Klimawandels. Angeleitet von Referenten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft führten die Schülerinnen und Schüler verschiedenste Experimente durch, die sie sogenannten „Kipppunkten“ näherbringen sollten, zeitliche Punkte nach denen der Klimawandel unaufhaltsam wird. Aber auch die Diskussion mit einem fiktiven Klimawandelleugner, organisiert vom Klimamanger der Stadt Bühl, führte zu einer nachhaltigen Debatte unter den Schülerinnen und Schülern.
Neben der Klärung der Frage, ob Kunst etwas gegen Klimawandel bewirken kann im Projekt der Kunsthistorikerin Marion Hoffmann, und einem Physik-Projekt zur „Energie aus der Sonne“, ging es für die 10. Klassen auch um Klimapolitik vor Ort. So konnten die Schülerinnen und Schüler mit der Stadt Bühl über ihr Klimaschutzkonzept diskutieren. Andere 10. Klassen besuchten in einem Planspiel der Klimaarena in Sinsheim ein fiktives „Klimakabinett“. Dabei nahmen sie die Rollen von verschiedenen Ministern ein und mussten versuchen, aus verschiedenen Maßnahmen auszuwählen, wobei man darauf achten musste, im Budget zu bleiben und gleichzeitig sein eigenes Ziel, die Einsparung von Tonnen von CO2, zu erreichen.
Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe waren ebenfalls in den verschiedensten Projekten aktiv. So nahmen sie unter anderem an einer „Climate Action Simulation“ teil, bei der der UN-Klimagipfel mit Vertretern globaler Stakeholder in verschiedenen Delegationen nachgestellt wurde. Mit dem Ziel das 1,5º C-Ziel zu erreichen, wurde jede der erarbeiteten Maßnahmen zur Senkung der globalen Durchschnittstemperatur in einen leicht zugänglichen Simulator von En-ROADS eingepflegt, der den Schülerinnen und Schülern die Auswirkungen der einzelnen Maßnahmen anhand von Diagrammen direkt vor Augen führte. Aber auch die digital durchgeführte „Welt-Klima-Konferenz“, in der sich Schülerinnen und Schüler der Oberstufe mit Jugendlichen aus Mexiko, Südafrika, Indien und Japan über die Auswirkungen des Klimawandels austauschen konnten, stellte ein prägendes Erlebnis dar.
Gekrönt wurde der Aktionstag von einer Podiumsdiskussion zum Thema „Dem Klimawandel entgegentreten“, bei welcher sich die baden-württembergische Umweltministerin Thekla Walter und die Kultusministerin Theresa Schopper sowie der lokale Oberbürgermeister Hubert Schnurr vor Ort den Fragen der Green Heroes und in der anschließenden offenen Fragerunde den kritischen Fragen des Publikums stellen mussten.

Einen Eindruck über die Aktionen des Tages aus Schülersicht gibt es unter den folgenden Links:

Rückblick 6. Klasse
Rückblick 7. Klasse
Rückblick 8. Klasse
Rückblick 9. Klasse
Rückblick 10. Klasse
Rückblick 11. Klasse

Klimaaktionstag – Rückblick 11. Klasse

„Nur ein Tropfen auf den heißen Stein ?“ – Warum sich klimabewusstes Handeln lohnt

Nach der Eröffnungsrede der Umweltmentoren um 9 Uhr 35 hatte meine Tutorengruppe die Möglichkeit den „Irrtümern des klimafreundlichen Handels“ in einem Workshop auf den Grund zu gehen. Der Moderator des Workshops vermittelte uns anhand verschiedener interaktiver Übungen welchen Einfluss unser Handeln auf den Klimawandel hat sowie die Präsenz des Klimawandels in unserem Alltag. Zur Veranschaulichung ließ er uns unter anderem unseren CO2-Fußabdruck berechnen, der zu unserer Überraschung bei den meisten doch größer war, als anfänglich erwartet.

Zugleich wurde uns vergegenwärtigt, dass jede noch so kleine Handlung zählt und hilft, die Welt von morgen zu schützen. Anschließend wurden uns ein paar Tipps und Anleitungen, wie wir unseren Alltag konkret umweltfreundlicher gestalten können und inwiefern uns die Politik in unserem Handeln versucht entgegenzukommen, gegeben und wir wurden in eine kurze Pause entlassen.

Daraufhin hatten wir die Chance an einer „Climate Action Simulation“ teilzunehmen, bei der wir den UN-Klimagipfel als Vertreter globaler Stakeholder in verschiedenen Delegationen nachgestellt haben und uns einmal selbst daran versuchen konnten das 1,5º C-Ziel zu erreichen. Dabei wurde jede unserer erarbeiteten Maßnahmen zur Senkung der globalen Durchschnittstemperatur in einen leicht zugänglichen Simulator von En-ROADS eingepflegt, der uns die Auswirkungen der einzelnen Maßnahmen anhand von Diagrammen direkt vor Augen führte.

Sowohl der Simulator als auch der Fakt, dass wir gerade nicht unserer Wunsch-Delegationen, sondern deren Widersacher zugeteilt wurden, verschaffte uns neue Sichtweisen und Lösungsansätze zur Klimakrise. Mit den neu gewonnenen Einsichten konnten wir im Anschluss freiwillig an einer durch die Umweltmentoren geführten Podiumsdiskussion mit der Umweltministerin, Thekla Walker, der Kultusministerin, Theresa Schopper und dem Oberbürgermeister von Bühl, Hubert Schnurr teilnehmen. Es war für uns alle ein ganz besonderes Erlebnis, Politik einmal so hautnah miterleben zu können und abschließend die Möglichkeit zu haben, Fragen stellen zu können.

Hanna Graf

Der Klimaaktionstag hat um 9.30 Uhr damit begonnen, dass eine Eröffnungsrede in der Aula vor allen Beteiligten gehalten wurde, in der die „Green Heroes“ unter der Leitung von Frau Hamm uns einige Informationen zum Ablauf des Tages gaben. Danach erklärte das Team von Greenpeace das Wichtigste in Bezug auf den Datenschutz, da sie im Verlaufe des Tages uns in den Workshops filmen und veröffentlichen wollten. Diejenigen, die damit nicht einverstanden waren, bekamen Aufkleber, anhand derer das Filmteam wusste, wen man in der späteren Bearbeitung rausschneiden musste.
Die Kurse von Frau Kambeitz und Herr Waldvogel fanden sich um 10 Uhr wieder im Workshop „Less Waste und Klima“ in Raum 16, in dem wir die Plastikproblematik betrachteten und uns nach plastikfreien Alternativen umsahen. Dabei erfuhren wir von Unverpackt-Läden, Geschirr, welches man für To-Go-Produkte nutzen kann, kostenlose Wasserstellen und viel mehr. Im Anschluss daran schauten wir uns Gegenstände ohne Plastik bzw. Plastikverpackung in verschiedenen Alltagssituationen, wie z.B. im Badezimmer, beim Putzen, am Geburtstag, usw. an und durften an diesen schnuppern.
Nach einer 15-Minuten-Pause versammelten sich alle Schülerinnen und Schüler um 11.30 Uhr in den Räumen 37 und 38, um die „Climate Action“- Simulation auszuprobieren. Zuvor mussten wir uns zwei Delegationen auswählen, die wir vertreten wollten. Was wir zu dem Zeitpunkt nicht wussten, war, dass wir in die von uns gewählten Delegationen nicht kommen konnten, sondern in die genau gegensätzlichen Delegationen zugeordnet wurden. Die Delegationen, die zur Auswahl standen, waren: Land- und Agrarwirtschaft, Clean Tech, Konventionelle Energie, Industrie und Handel, Industrieländer, Schwellenländer, Entwicklungsländer und Klimaaktivisten. So wurde das ganze Spiel etwas spannender, weil wir die Situation aus einem anderen Blickwinkel betrachteten.
Professor Kapmeier leitete uns in den Ablauf des Spiels ein, bei dem die Delegationen an Gruppentischen verteilt wurden. Je reicher die Delegation, desto mehr Luxus wurde ihnen geboten, der sich in Menge an Nahrungsmitteln und Wasser äußerte. Die Gruppen der Klimaaktivisten und der Entwicklungsländer mussten auf dem Boden sitzen, durften sich aber Stühle und Nahrungsmittel von den Reicheren stehlen. Dadurch konnten wir uns besser in unsere Rolle versetzen und das Spiel glaubhafter machen. Im Laufe des Spiels wurden wir immer wieder von dem Kamerateam gefilmt.
Das Spiel an sich verlief folgendermaßen: Die einzelnen Delegationen mussten durch je einen Vertreter in einer Minute ihre Vorschläge wiedergeben, wie wir dem Klimawandel entgegenwirken konnten, indem wir den Temperaturanstieg von 3,6°C auf unter 2°C herunterdrückten. Dabei wurden die Vorschläge, wie beispielsweise das Aufforsten, die erneuerbaren Energien, Erdgas, Energieeffizienz, CO2-Preis, New Zero-Carbon, Elektrifizierung, Methan und co, Entwaldung, etc. gefördert oder verringert. Dazu wurden die entsprechenden Schalter in der EN-ROADS-Systemsteuerung geregelt, wodurch das Programm automatisch die Folgen ausrechnete und uns in Grafiken u.A. veranschaulichte, ab welchem Jahr die Handlung von Nutzen sein würde, welche Gaskonzentrationen vorliegen würde, wodurch wir unsere Energie beziehen würden und welchen Temperaturanstieg wir bis zum Ende des Jahrhunderts zu erwarten hatten.
Nach zwei Runden mit kleinen Protesten seitens der Klimaaktivisten, größtenteils übereinstimmenden Vorgehensweisen zwischen den Delegationen und Verhandlungen, kamen wir zu dem erstrebten Ergebnis von einem Temperaturanstieg von nur 1,8°C. Die Freude und Erleichterung war durchaus zu spüren, als Professor Kapmeier das Ziel als erreicht bestätigte. Nach einer Abschlussrede und einem Austausch untereinander, machten wir einige Fotos und das Spiel sowie der Klimaaktionstag gingen bei gutem Wetter und der Hoffnung, das im Spiel erreichte Ziel auch in der Realität zu erreichen, zu Ende.
Nelly K. Kursstufe

Der Klimaaktionstag begann mit einer Eröffnungsrede der Umweltmentoren für alle. In meiner Tutorengruppe sprachen wir dann über „Irrtümer des umweltfreundlichen Handelns“ und sind dabei besonders auf unseren CO2 Verbrauch pro Kopf in einem Jahr eingegangen. Danach wurden von uns in Kleingruppen Lösungsansätze auf ihre Umsetzbarkeit und Wirksamkeit untersucht.
Als nächstes begann die „Climate Action“- Simulation „en roads“ mit der gesamten Jahrgangsstufe, bei der wir einen UN-Gipfel mit unterschiedlichen Delegationen nachempfunden haben.
Dabei lernten wir, welche Auswirkungen manche Maßnahmen wie z.B. Aufforsten oder energieeffiziente Gebäude auf die Emissionen und Temperatur haben.
In einer abschließenden Runde sind wir einerseits darauf eingegangen, warum wir Teil dieser Zukunft mit 1,9 Grad (anstatt der derzeit prognostizierten 3,6 Grad im Jahr 2100) sein wollen und andererseits darauf, was wir selbst dazu beisteuern können.
Das Simulationsspiel fand ich sehr eindrucksvoll und informativ. Ich selbst habe viel Wissen und auch Tatendrang mitgenommen.
Bei der Podiumsdiskussion konnte ich leider nicht anwesend sein, aber ich habe gehört, dass sie toll war.

Abschließend kann ich sagen, dass der Tag mir Freude bereitet hat sowie eindrucksvoll, motivierend und sehr gelungen war.

Paula P.

Klimaaktionstag – Rückblick 10. Klasse

Am 17.09.2021 fand an unserer Schule der Klima-Aktionstag statt. Für mich, Lukas Rohfleisch (10a), hat der Tag um 9:35 Uhr angefangen. Ich kam zur Schule und man hat direkt bemerkt, dass dieser Tag etwas ganz Besonderes werden wird.
Die Schule füllte sich langsam und vor dem Mikrofon standen Umweltmentoren, die eine kleine Rede hielten, um den Tag einzuleiten.
Wir hatten als Klasse insgesamt drei verschiedene Projekte.
Als Erstes stellte uns Martin Andreas vom Klimaschutzmanagement Bühl das Bühler Klimaschutzkonzept vor. Er versuchte uns interaktiv zu einer Diskussion anzuregen, ob es denn den Klimawandel überhaupt gibt. Zum Beispiel gab er uns die Information, dass doch „nur 4 Prozent Kohlenstoffdioxid vom Menschen und 96 Prozent von der Natur ausgestoßen wird.“ Dazu gibt es allerdings eine sehr gute Metapher. Eine Badewanne steht voll mit Wasser und der Stöpsel unten wird herausgezogen. Oben wird genauso viel Wasser hineingefüllt, wie unten herauskommt. Wenn nun aber ein Mensch mit einem vollen Wasserglas neben der Badewanne steht, und dieses ausleert, läuft die Badewanne trotzdem über.
Als Fazit der Diskussion wurde schnell klar, es gibt den Klimawandel wirklich und er ist gefährlich.
2019 gab es in Bühl einen Klimanotstand, woraufhin dann ein „Integriertes Klimaschutzkonzept der Stadt Bühl“ entwickelt wurde, in dem erklärt wird, was man als Stadt gegen den Klimawandel tun kann. Uns wurde gezeigt, wie so ein Klimaschutzkonzept aussieht, und wo zum Beispiel das meiste Treibhausgas emittiert wird. Am meisten Treibhausgase werden in den verarbeitenden Gewerben, wie zum Beispiel die Firma Schäffler, freigegeben. Durch dieses Klimaschutzkonzept hat sich die Stadt Bühl das Ziel gesetzt, den Endenergiebedarf bis 2050 im Vergleich zu 1990 zu halbieren.

Nach einer 30-minütigen Pause ging es für uns dann zum nächsten Projekt „Kunst und Klimawandel“. Kunsthistorikerin Marion Hoffmann versuchte mit uns gemeinsam zu klären, ob Kunst etwas gegen den Klimawandel bewirken kann und zeigte uns die Wirkung der Kunst in Bezug auf den Klimawandel. So baute Olafur Eliasson das Kunstwerk „Ice Watch“ vor dem Weltklimagipfel in Paris. Es waren 12 Eisblöcke aus Grönland in einem Kreis aufgestellt, die dann angefasst, gesehen, gefühlt oder auch das Knacken gehört werden konnte. Es zeigte uns, dass die Kunst uns auf eine ganz andere Art und Weise den Klimawandel näherbringt.

Als Abschluss des Tages zeigte uns Nils Reetz ein Klimaplanspiel aus dem Jahr 2004, „Keep Cool“. Dieses Spiel ist das Monopoly für den Klimawandel und thematisiert die Probleme und Schwierigkeiten der Klimapolitik. Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines Landes (z. B. Entwicklungsländer, Europa, usw.) und hat das Ziel, die eigenen politischen bzw. ökonomischen Ziele umzusetzen und die wirtschaftliche Entwicklung auszubauen. Außerdem muss verhindert werden, dass sich die Erde um 2 °C erwärmt, sonst hat jeder Spieler verloren. Dargestellt wurde diese Erwärmung durch schwarze Chips. Jeder Chip stellt eine Million Euro dar und man kann sich damit Industrien kaufen, um seine Ziele zu verwirklichen. Pro Industrie, die Treibhausgase ausstößt, bekommt man allerdings am Ende jeder Runde zwei Chips, die aus dem Klimalager genommen werden. Das heißt, das Klima verschlechtert sich. Wir mussten uns also in die Rolle eines Politikers versetzen. Ich hatte zum Beispiel die Möglichkeit, nach jeder Runde immer wieder drei Chips aus dem Lager herauszunehmen oder hinzuzufügen. So konnte ich anderen Ländern Angebote machen, die sie annehmen sollten, damit ich keine Chips herausnehmen und sich so das Klima verschlechtern würde. Uns wurden die Probleme der Klimapolitik gezeigt.
Es war ein sehr besonderer und wichtiger Tag für uns, den wir erleben durften. Es war sehr eindrucksvoll und hat uns gezeigt, dass wir jetzt etwas gegen den Klimawandel unternehmen sollen, denn es gibt nur eine Erde, auf der noch lange Menschen leben wollen.

Lukas Rohfleisch, Klasse 10a

Begonnen hat der Klimaaktionstag um 9:35, mit einer Rede der Umweltmentoren und Frau Hamm vor allen Schülerinnen und Schülern der Schule in der Aula. Im Anschluss dazu stellten sich die Kamerateams vor und erläuterten ihr weiteres Vorgehen.
Für die 10b startete das erste Projekt um 10:00, ausgerichtete wurde das Planspiel „Klimakabinett“ der Klimaarena Sinsheim. Dabei ging es darum, dass die Schülerinnen und Schüler das sogenannte Klimakabinett durchspielen, indem sie in die Rollen der jeweiligen Minister, wie zum Beispiel der Finanzminister und das Verkehrsministerium. Jedes Ministerium besaß einen Maßnahmenkatalog, in dem sie aus verschiedenen Maßnahmen auszuwählen, wobei man darauf achten musste, im Budget zu bleiben und gleichzeitig sein eigenes Ziel, die Einsparung von Tonnen von CO2, zu erreichen. Im Spiel gab es 4 Phasen, jeweils in 2 davon berieten sich die Ministerien über mögliche Maßnahmen und in der Phase danach wurden diese in der Runde aller Ministerien vorgestellt.
Da alle Ministerien einen verschieden großen Betrag an Geld zur Verfügung hatten und jedes von ihnen andere Maßnahmen nutzen konnte, die unterschiedlich effektiv waren, war der Schlüssel zum Sieg die Kooperation der einzelnen Gruppen. Das gelang unserer Klasse in der vorgegebenen Zeit mit einem vollends aufgebrauchten Budget und mehr eingesparten Tonnen CO2 als vorgesehen. Diese auf den ersten Blick recht einfache Aufgabe war für uns alle eine neue und spannende Chance den Klimawandel und vor allem die Möglichkeiten unserer Politik kennenzulernen.
Danach gab es für alle Schülerinnen und Schüler eine Pause in der vor der Schule eigens gerichtete Verpflegung bereitgestellt wurde. Damit wir gestärkt in das nächste Projekt starten konnten. Hierbei wurde der Klasse von den Physiklehrern Herr Armbrüster, Herr Dutzi und Herr Stengel das Thema „Energie aus der Sonne“ nähergebracht. Es ging um Möglichkeiten und Gerätschaften mit denen man wörtlich genau das machen kann, den Schülerinnen und Schülern wurde informativ und auf den Grundlagen der gelernten Physik erklärt wie genau diese Energie gewonnen wird und wie sie genutzt werden kann. Dabei wurde jedoch nicht nur den Schülern Wissen vermittelt, sondern auch durch vielfältige Versuche direkt gezeigt.
Nach diesem zweiten Programmpunkt, endete für die meisten unserer Klasse dieser einzigartige Tag, den viele Schülerinnen und Schülern sicher so schnell nicht vergessen werden. Ein Teil der Klasse nahm darauffolgend noch an der öffentlichen Podiumsdiskussion mit den beiden Ministerinnen des Landes und dem Oberbürgermeister der Stadt Bühl teil. Geleitet wurde diese, sehr professionell von den Umweltmentoren Maximilian Offermann, Fynn Hoernstein und Lisa Burov. Im Laufe dieser sehr spannenden Debatte erhielten alle interessierten Schülerinnen und Schüler einen sehr einzigartigen Einblick in die momentane Politik, ein Ereignis was man sicher im Leben nur sehr selten erleben wird. Besonders spannend wurde es, als die Schülerinnen und Schüler den drei Amtsträgern eigene Fragen stellen konnten. Mit dieser Schlussdiskussion endete ein sehr abwechslungsreicher Tag.

– Eliah Sam Linz 10b

Am 17.09.21 fand am Windeck-Gymnasium in Bühl der Klimaaktionstag statt. Eröffnet wurde dieser in der Aula, in der zur Begrüßung eine Rede gehalten wurde.
Danach begaben wir uns alle zu unseren jeweiligen Projekten.

Das Projekt meiner Klasse, der 10b, drehte sich vor allem um das „Klimakabinett“. Im Zentrum unseres Projektes stand ein Planspiel, in dem wir das Klimakabinett genauer kennenlernten. Jedem Schüler meiner Klasse wurde dabei eine Rolle in einem der vier Ministerien zugeteilt. Jedes Ministerium hatte ein bestimmtes Ziel, wie viel CO2 eingespart werden soll und wie viel Budget dazu zur Verfügung steht. Danach diskutierten wir über verschiedene Maßnahmen und überlegten, welche wir umsetzen. Für mich war es eine interessante Erfahrung, da wir selbstständig darüber diskutieren konnten, welche Maßnahmen wir für am sinnvollsten halten, um unser Ziel zu erreichen. Außerdem mussten wir uns mit Problemen auseinandersetzen, wie zum Beispiel unserer Reaktion auf Proteste oder was wir tun können, wenn unser Budget nicht reicht. Ich finde, durch das Spiel haben wir einen interessanten Einblick in die Klimapolitik und das Klimakabinett erhalten. Außerdem haben wir erlebt, wie schwierig sich die Arbeit im Klimakabinett gestaltet, denn überall können Probleme auftreten.

Am Nachmittag begann unser zweites Projekt, in dessen Mittelpunkt vor allem die erneuerbaren Energien standen. Wir lernten mit Hilfe verschiedener Versuche, wie wir Sonnen-, Wasser- und Windenergie nutzen können. Außerdem lernten wir auch, wie Wasserstoff als Energieträger genutzt werden kann und welche Probleme es bei der Speicherung von erneuerbaren Energien gibt.
Für mich war es sehr interessant zu sehen, wie man überhaupt erneuerbare Energien nutzen und „erzeugen“ kann.

Am Ende fand eine Podiumsdiskussion in der Mensa statt, bei der die Ministerinnen Thekla Walker und Theresa Schopper und der Oberbürgermeister Huber Schnurr zu Besuch waren. Zuerst wurden ihnen von den drei Umweltmentoren Maximilian Offermann, Fynn Hoernstein und Lisa Burov Fragen gestellt.
Danach wurde das Wort an die Zuschauer weitergegeben, die dann ebenfalls die Möglichkeit erhielten, Fragen zu stellen.
Diskutiert wurden vor allem die Themen Klimaschutz, die Rolle der Schule, konkrete Maßnahmen und noch viel mehr.

Für mich war es faszinierend und informativ zu sehen, wie die Politiker auf unsere Fragen antworten. Ich finde, der Klimaaktionstag war eine Bereicherung für die Schüler und unsere Schule. Aus meiner Sicht haben wir viel über den Klimaschutz und wie sich die Politik dafür einsetzt gelernt.

Ronja Reith, 10b