Das Urteil der Jury zum Fotowettbewerb von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Kälte, Rassismus oder Ausgrenzung haben in Bühl definitiv keine Chance. Punkt.

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit – zur Erinnerung an diesen Tag der Freiheit nach unendlichem und beispiellosem Leid rief das Courageteam des Windeck auf zu einem Fotowettbewerb:
„Setzt mit uns zu diesem „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ ein Zeichen, dass Bühl für Menschlichkeit, Toleranz und Solidarität steht.“

Unter all den Einsendungen war es wirklich schwer, die Preisträgerinnen zu finden, das Preisgericht um Barbara Becker und Viola Gutruf brauchte 2 Runden und 2 Onlinekonferenzen. Besonders schön ist es, dass mit „Sonderpreis der SMV“ ein zusätzlicher 1. Preis vergeben werden konnte.
Das gesamte Courageteam gratuliert allen Preisträgerinnen und geht sicher davon aus, dass die Bilder ein positives und nachhaltiges Zeichen für den Schul- und sonstigen Alltag setzen.

Zwei erste Preise und der Sonderpreis der SMV gehen an
Lotta Hahn (6c) für ihren Freiheitsschrei, Ellen Fuß (5c) mit ihrer chinesischen Freundin und Linus Boos (8a) für sein Statement zur Straße der Weißen Rose.
Alle drei Preise sind dotiert mit jeweils einem 50€ Einkaufsgutschein der BINA in Bühl.

Dreimal wurden zweite Preise vergeben – für Bilder, die Einheit in Vielfalt zeigten.
Ob die lilafarbenen Krokusse mit ihrem weißen Mitkrokus von Jule Völker (5b), die Schmetterlinge von Luisa Küpferle (6d) oder die Weihnachtsbäume mit den unterschiedlichen Etiketten – „Gleichheit“ meint nicht Uniformität sondern Gleichwertigkeit.
Alle drei Preise sind dotiert mit jeweils einem 20€ Einkaufsgutschein der BINA in Bühl.

 

Die vier dritten Preise gehen an eine Miniserie von Moritz Jerger (6c), der „Gleichheit“ und „Solidarität“ gekonnt in die Legowelt verlegt und einen kleinen fröhlichen Mikrokosmos zeigt, den sich die „große Welt“ nur zum Vorbild nehmen kann. Frederik Lusch (6d) präsentiert ein antirassistisches Aquarium, Anna Gvozdeva (6a) blickt mit ihrem schrägfarbenen Plakat weit über das Windeck hinaus. Noch unbekannt – weil ohne Namen geschickt – ist uns der / die Künstler*in, die über dem Windeck aus dem schwarz/weiß ein Licht erstrahlen ließ – bitte melde dich!
Denn alle drei Preise sind dotiert mit jeweils einem 10€ Einkaufsgutschein der BINA in Bühl und den und wir wüssten doch sehr gerne, an wen wir den übergeben können.

Allen Einsenderinnen ein ganz dickes Dankeschön für`s Mitmachen – beim nächsten Mal klappt´s bestimmt!
Wir drücken die Daumen und gratulieren nochmals alle Preisträgerinnen SEHR herzlich.

„Antisemitismus und Verschwörungsmythen – Wissenschaft und Solidarität gegen Scheinwahrheiten“

Fotowettbewerb „Freiheit, Gleichheit, Solidarität“

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Setzt mit uns zu diesem „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ ein Zeichen, dass Bühl für Menschlichkeit, Toleranz und Solidarität steht! Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Setzt mit uns zu diesem „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ ein Zeichen, dass Bühl für Menschlichkeit, Toleranz und Solidarität steht! Das Team von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ freut sich, durch die Unterstützung der Stadt Bühl diese Preise ausloben zu können: zwei 1. Preise zu 50 €, drei 2. Preise zu 20 € und vier 3. Preise zu 10 €.
Schickt Eure Einsendungen als JPGs bis zum 27. Februar über die Nextcloud, der Link kommt per Messenger. Als Jury erwartet das Courageteam – verstärkt durch Viola Gutruf als BK Profi – gespannt Eure Arbeiten.Das Team von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ freut sich, durch die Unterstützung der Stadt Bühl diese Preise ausloben zu können: zwei 1. Preise zu 50 €, drei 2. Preise zu 20 € und vier 3. Preise zu 10 €.
Schickt Eure Einsendungen als JPGs bis zum 27. Februar über die Nextcloud, der Link kommt per Messenger. Als Jury erwartet das Courageteam – verstärkt durch Viola Gutruf als BK Profi – gespannt Eure Arbeiten.
45 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Setzt mit uns zu diesem „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ ein Zeichen, dass Bühl für Menschlichkeit, Toleranz und Solidarität steht! Das Team von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ freut sich, durch die Unterstützung der Stadt Bühl diese Preise ausloben zu können: zwei 1. Preise zu 50 €, drei 2. Preise zu 20 € und vier 3. Preise zu 10 €.
Schickt Eure Einsendungen als JPGs bis zum 27. Februar über die Nextcloud, der Link kommt per Messenger. Als Jury erwartet das Courageteam – verstärkt durch Viola Gutruf als BK Profi – gespannt Eure Arbeiten.

Wir. Für die Menschenrechte.

In Videoclips setzen die Schüler der 11. Klasse zum Gedenken an die Reichspogromnacht ein Signal gegen Unmenschlichkeit, Faschismus und Ausgrenzung und für die universell geltenden Menschenrechte.  Die Geschichtslehrerinnen Barbara Becker, Katharina Werner und Sabine Santo präsentieren im Rahmen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ eine Auswahl der besten Arbeiten: Ausgehend vom Brand der Bühler Synagoge beleuchten die Schüler die unterschiedlichsten Facetten des Themas. 

Eine ganze Jahrgangstufe bezieht Stellung:
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Wissen begabt und sollen einander im Geist der Solidarität begegnen.“

(Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, 10. Dezember 1948)

Hier geht es zu allen Filmen, die Aufgabenstellung und die Projektbeschreibung kann hier nachgelesen werden.

 

Am 9. November 1938 brannten im Deutschen Reich die Synagogen. Die Bühler Synagoge am Johannisplatz wurde erst am folgenden Tag angezündet und diese Zerstörung sogar gefilmt – ein einmaliger Vorgang. In allen anderen Punkten reihte sich Bühl nahtlos ein in diesen inszenierten Ausbruch des Antisemitismus, der in traditionellem Antijudaismus und den rassistischen Ideen des 19. Jahrhunderts wurzelte.

Die Filme werden am 10. November veröffentlicht und sind auf YouTube abrufbar (siehe Link oben).

 

Die Mischung macht`s! Warum wir nicht Homo sapiens sind und Rassismus dumm ist.

 

Am 27. Januar 2020, auf den Tag 75 Jahre nach der Befreiung des KZ Auschwitz, wagte das Windeck-Gymnasium einen Blick in die noch fernere Vergangenheit. Wie sind wir Menschen entstanden? Gibt es überhaupt so etwas wie „Menschenrassen“?  Prof. Dr. Eberhard Frey, Hauptkonservator und Abteilungsleiter des Naturkundemuseums in Karlsruhe stellte sich diesen Fragen in einem spannenden und abwechslungsreichen Vortrag. Gemeinsam begaben wir uns auf eine gedankliche Reise in die ostafrikanische Savanne, in der vor 300 000 Jahren der Homo sapiens und seine Vorgänger lebten. Nach 10 Millionen Jahren im Wald schien in der Savanne der aufrechte Gang der Schlüssel zu mehr und besserer Nahrung, Schutz und erfolgreicherer Fortpflanzung zu sein. Weitere wichtige Entwicklungen wie die Vergrößerung des Hirnvolumens folgten, bis schließlich Homo erectus Ostafrika verließ und sich über die ganze Welt ausbreitete. In mehreren Wellen folgten ihm verschiedene, immer höher entwickelte Menschenarten, zuletzt Homo sapiens – mit schwarzem Kraushaar und schwarzer Haut. Im neuen Lebensraum trafen sie auf die dort bereits lebenden Menschen und vermischten sich mit ihnen. Wir heutigen Menschen sind (außer ganz ursprünglichen Nordafrikanern) also alle Mischlinge. Gerade diese Mischung machte uns zu den vitalen, intelligenten und anpassungsfähigen Individuen, die wir sind. Wenn es also keine Rassen gibt, wieso gibt es dann Rassismus? Frey verwies auf die Entstehung des Rassismus im 19. Jahrhundert: „Das war ein fataler biologischer Irrtum, man hat Biologie unzulässig mit Kultur vermischt. Es gibt für den Sozialdarwinismus keine biologische Grundlage.“ Die Vielfalt des Erbgutes innerhalb einer sogenannten „Rasse“ sei größer als zwischen diesen Gruppen – Rassismus sei somit ein widerlegtes Konstrukt. Es gehöre in die Zeit des Nationalismus (Darwin selbst war durchaus rassistisch orientiert) und sei mit der Wissenschaft des 21. Jahrhunderts nicht zu vereinbaren. 2019 hielt das Institut für Zoologie und Evolutionsforschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena in der „Jenaer Erklärung“ fest: Das Konzept der Rasse ist das Ergebnis von Rassismusund nicht dessen Voraussetzung.

Frey fasste seine Thesen nochmals kurz zusammen:

  1. Unsere Vorfahren waren schlauer als wir denken.
  2. Wir sind alle Mischlinge des Homo sapiens.
  3. Ohne diese Vermischung würde es uns Menschen so gar nicht geben.
  4. Rassen zu diskriminieren ist daher dumm:

Verabschieden wir deshalb dieses Konzept auf den Müllhaufen der Geschichte.

Die Mischung macht´s also! Das Gelernte konnte umgehend im Mixen alkoholfreier Cocktails umgesetzt werden: Das Team von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ freute sich über eifrige Tester an der Saftbar und über 160 Euro Spenden für ein Fahrradprojekt in Uganda.

„Warum Rassismus dumm ist.“

Woher kommen wir? Und was sagt dies über unsere Gegenwart und Zukunft? Einen Blick in die Frühzeit der Menschheit wagt das Windeck-Gymnasium am Montag, dem 27. Januar um 19:30 Uhr. Am Tag zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus bilanziert Dr. Eberhard Frey klar: „Mischlinge eroberten die Welt!“ Das Team von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ lädt alle Interessierten ganz herzlich ein, dem Leiter Geowissenschaften am Naturkundemuseum Karlsruhe in die ostafrikanische Savanne zu folgen, mit dem Homo sapiens vor 120.000 Jahren auszuwandern und sich den die verblüffenden Forschungsergebnissen zur weiteren Entwicklung der Menschen zu stellen.

„Sag unseren Eltern, es war kein Dumme-Jungen-Streich!“

Anneliese Knoop-Graf hätten sicher Nathanaels Klavierstücke am besten gefallen – hatte sie doch ihr Leben insbesondere dem Dialog mit Schülerinnen und Schülern über die Weiße Rose gewidmet. In zahllosen Veranstaltungen sprach sie über den Widerstand junger Menschen im Dritten Reich: Aus erster Hand konnte sie über das kurze Leben ihres Bruders Willi Graf, seine Träume, Überzeugungen und Ziele berichten.  Kurz vor seiner Hinrichtung bat Willi Graf seine Schwester: „Sag unseren Eltern, es war kein Dumme-Jungen-Streich!“ Sie sagte es uns allen – und gab damit Willis Vermächtnis so an uns weiter.
Bei Kreisarchivar Martin Walter bedanken sich die Gruppe Amnesty international Bühl und das Windeck Gymnasium herzlich für seine ausführliche Würdigung des Lebenswerkes der Grande Dame und Bühler Ehrenbürgerin.

„Windeck setzt Vielfalt und Fröhlichkeit gegen Hass.“

Die Vorkommnisse in Halle sind nur neuerlicher Höhepunkt einer Entwicklung, die zutiefst bestürzt. Das Windeck-Gymnasium als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ kann und will zu dieser ungeheuerlichen Tat nicht schweigen. Das Courageteam hat daher beschlossen, ein deutliches Zeichen der Solidarität mit allen Juden und Jüdinnen zu setzen. Dazu hat die ganze Schule mit geholfen. Am Montag ab der ersten Stunde haben alle, die mitmachen wollten, einen großen Davidstern gemalt und diesen an die Fensterfronten der Klassenzimmer und des Einganges gehängt. So umzieht seit dem Ende des Vormittages ein breites buntes „Band der Solidarität“ die ganze Schule.

Wir vom Windeck setzen Vielfalt und Fröhlichkeit gegen Hass.

Nachlese zum BBQ: Fotobox mit Statements gegen rechts

„Gesicht zeigen gegen Gewalt und Ausgrenzung und für Vielfalt und ein buntes, schönes Miteinander“
Nachlese zur Fotobox – oder: Wie komme ich jetzt an die Bilder?

Einfach am Freitag, dem 26. Juli, dem letzten Schultag, zwischen 9:35 Uhr und 11:05 Uhr mit einem Stick in der Biosammlung vorbeischauen!
Oder
Barbara.Becker@windeck-gymnasium.de anmailen.

Die Ausstellung der Fotos findet im Rahmen der „Interkulturellen Woche“ ab dem Mittwoch, 25. September, in der Aula des Windeck statt.
Alle Interessierten sind ganz herzlich eingeladen.

Such Dir ein paar nette Motive aus!

Schülerinnen und Schüler arbeiten mit Flüchtlingskindern zusammen