von Laurin Großmann, 5c
Unser Ausflug am Montag, dem 9. Februar 2026, begann damit, dass wir, die Klasse 5c, mit unseren Klassenlehrern Frau Bertele und Herrn Griese mit dem Bus X44 am Bahnhof Bühl losfuhren. Als wir dann an der Haltestelle des SWR in Baden-Baden ankamen, waren wir alle sehr aufgeregt. Was uns dort wohl erwarten würde?
Wir liefen zum Gebäude. Es sah sehr groß aus. Wir wurden von zwei Frauen sehr freundlich begrüßt. Sie stellten sich uns als Carla und Alex vor. Wir hatten dann noch ein paar Minuten Zeit, während die Dschungeltour-Namensschilder verteilt wurden, um etwas zu essen und zu trinken. Nachdem wir gestärkt waren, ging es los.
Zuerst durften wir erfahren, was der SWR (Süd West Rundfunk) ist und was hier in Baden produziert wird. Es war sehr spannend zu erfahren. Dann wurden ein paar mysteriöse Rucksäcke an einige Schüler verteilt. Zu dieser Zeit wussten wir nicht, was darin war, wir würden es aber bald erfahren.
Nun begann der Rundgang durch das große Gebäude. Unser erstes Ziel war das ,,Kaffee-oder-Tee-Studio“. Dort wurde uns zum Beispiel erklärt, was der Unterschied zwischen Requisiten und Kulissen ist. Wir durften auch etwas über Kameras, Beleuchtung und Kulissen im Studio erfahren.
Wir hatten besonderes Glück und konnten einen Gang durch die berühmten „Fallers-Studios“ machen. In einem Teil der Studios sah es so aus wie in einer gutbürglichen Wirtschaft. Kein Wunder, denn die Studios waren möglichst originalgetreu nach einem Bauernhof im Schwarzwald nachgebaut worden. Nachdem wir die Studios besichtigt hatten, gingen wir weiter durch die breiten Gängen des SWR-Gebäudes.
Wir entdeckten einen sehr großen Aufzug, er wird auch „Elefantenaufzug“ genannt. Er kann mehrere Tonnen Gewicht transportieren. Das muss er auch, denn die vielen Hausmeister fahren mit kleinen Gabelstaplern und anderen, mehreren Tonnen schweren Gerätschaften hoch und runter. Als wir genug gestaunt hatten, gingen wir zu unserem nächsten Ziel: der hauseigenen Werkstatt und Bildhauerei. Dort werden beispielsweise Requisiten und teilweise ganze Kulissen angefertigt.
Dort wurde dann der erste Rucksack, den Elias getragen hatte, geöffnet. Zum Vorschein kam ein Stein aus Styropor. Er wurde herumgegeben und wir schauspielerten ein bisschen, wie schwer der Stein zu tragen sei. Im Rucksack war auch noch ein Stein aus Schwamm. Er wurde auch durchgegeben. Dann nahm Elias fünf Stücke Styropor aus dem Rucksack. Anhand derer konnte man sehen, wie ein Apfel in fünf Einzelschritten aus Styropor entsteht. Dann war der Rucksack leer und wir redeten wieder über Requisiten.
Die Hauptmaterialien für Requisiten sind Styropor, Schwamm und Holz. Styropor und Schwämme sind gut zu bearbeiten und vor allem leicht. Deshalb werden sie sehr oft eingesetzt, wie uns nun klar war.
Holz wird vor allem für die großen Kulissen als Aufsteller verwendet, da es gut angemalt werden kann und einfach zu handhaben ist. Die Erklärungen von Carla und Alex waren sehr interessant.
Als nächstes gingen wir zum Requisitenfundus. Dieses schwierige Wort wurde uns zunächst erklärt: Der Fundus ist eigentlich „nur“ der Ort, an dem alle Requisiten gelagert werden. Das sind Einrichtungsgegenstände für die unterschiedlichen Studios aus verschiedenen Zeitepochen und Stilen und Größen. Zwischen den großen Regalen fuhren Leute mit großen Transportwagen, welche Requisiten aus den Regalen nehmen und dort vorrichten.
Diese Leute nennt man Requisiteure[innen], deren Arbeit besteht daraus Requisiten aus dem Fundus zu besorgen, zu den Kulissen zu bringen und aufzubauen.
Wir setzten uns in den Gang im Fundus und ein großes Buch wurde durchgereicht. Es sah schwer und alt aus. Doch als wir es in die Hände bekamen, stellten wir fest, dass es nicht schwer war. Es bestand aus Styropor und wurde vor kurzem restauriert. Es stand ein Rezept darin, das wahrscheinlich für einen Hexenkessel geschrieben wurde. Dann wurden realistische Essensrequisiten durchgegeben. Es war eine Zitrone, ein Eis und eine Wurst – sie sahen sehr lecker aus, waren aber natürlich ungenießbar. Das konnte man an dem Eis schon riechen, da es nach Chemikalien roch und zudem nicht kalt war. Nach einem kurzen Gang durch den reichhaltigen Fundus gingen wir zurück zur Lobby.
Dort stärkten wir uns. Währenddessen sahen wir einen Film über die Entstehung einer „Tatort“-Folge. Es war interessant zu sehen, wie so eine Folge entsteht, wie viele Menschen zusammenarbeiten und wie viele Arbeitsstunden für den originalgetreuen Zustand mit Kulissen und Requisiten erforderlich sind.
Weiter ging es mit einem kurzen Fußmarsch zum Dschungelquiz. Es bestand aus einem großen Schild an der Wand, welches die Kategorien Fernsehen, Radio und Internet trug.
Nun wurde der zweite Rucksack von Samu geöffnet. Darin befanden sich laminierte Schilder, auf welchen Begriffe wie z.B. KiKa, Hörspiele, DASDING standen. Diese Schilder mussten den richtigen Kategorien zugeordnet werden. Das gelang uns sehr gut, obwohl manche Schilder auch in zwei Kategorien vertreten sind.
Als nächstes Highlight ging es ins Greenscreen Studio. Jakob, der den zugehörigen Rucksack dabei hatte, ging schonmal vor. Als wir nachkommen durften, sahen wir Jakob vor einer grünen Wand. Er hatte ein grünes Tuch vor seinen Körper gehalten. Auf einem Bidschirm konnten wir einen Orang-Utan im Dschungel mit Jakobs Gesicht sehen. Dies war sehr lustig und wir alle lachten zusammen. Natürlich wollten wir das alle ausprobieren, was wir auch durften. Nach und nach durften immer zwei Kinder neben Jakob hinter das grüne Tuch stehen. Wir hatten alle sehr viel Spaß.
Dann gingen wir weiter zu unserem letzten Ziel, dem Tigerentenclub.
Wir setzten uns in einem großen Kreis auf den Boden und öffneten den vorletzten Rucksack. Dort war eine Taschenlampe drin. Das Licht ging aus und wir probierten aus, wie die Lampe gehalten werden, muss um ein ganzes Gesicht zu beleuchten. Feststellung: Ein Licht reicht nicht aus, zwei Lichter auch nicht. Man braucht drei Lichter, um ein Gesicht ganz auszuleuchten. Deshalb werden während der Sendung ca. 180 Schweinwerfer an der Decke verwendet.
Außerdem zogen wir noch ein Schild mit der Aufschrift „Applaus“.
Solche Schilder werden zum Beispiel beim Tigerentenclub verwendet, damit zu geregelten Zeiten geklatscht wird. Schild hoch: Applaus, Schild runter: kein Applaus.
Im letzten verbleibenden Rucksack war ein Schminkpinsel und eine Puderdose. Sie wurden zur näheren Betrachtung durchgegeben. Die Maske sorgt für einen einheitlichen, schweißfreien Teint unter den warmen Scheinwerfen. Ein Freiwilliger bekam von dem letzten verbleibenden geheimnisvollen Requisit, dem Kunstblut, einen Klecks auf die Hand.
Wir merkten gar nicht, wie schnell die Zeit, drei ganze Stunden, vergangen war.
An dieser Stelle möchten wir dem SWR für den tollen Vormittag in den Studios mit der sehr interessanten und informativen Führung danken. Wir bekamen viele tolle Einblicke hinter die Kulissen und über die Arbeit beim SWR.
Dieser Ausflug ließ sogar abschließend noch den Vorschlag aufkommen, uns mit der Klasse beim Tigerentenclub zu bewerben.
Laurin Großmann, Klasse 5c
















