Ein weiterer Lehrer, der dieses Jahr am Windeck unterrichtet, ist Herr Rimmelspacher. In diesem Interview stellt er sich der Schulgemeinschaft vor.
Paul: Also, stellen Sie sich doch kurz vor mal.
Herr Rimmelspacher: Mein Name ist Jürgen Rimmelsbracher. Hier an dieser Schule bin ich Mathematik- und Physiklehrer.
Paul: Wie lange sind Sie schon Lehrer und wo waren Sie vor dem Windeck?
Rimmelspacher: Ich bin seit 1992 Lehrer und habe schon einige verschiedene Schulen gesehen.
Paul: Warum sind Sie Lehrer geworden?
Rimmelspacher: Es gibt ein Entscheidungsbündel. Das eine ist, dass ich sehr gerne mit jungen Menschen zusammen arbeite. Ich habe heute zum Beispiel noch Kontakt zu meinen Studenten von der Universität, die sind Anfang 20.
Dann habe ich früher schon hin und wieder mal Nachhilfe gegeben als Jugendlicher und ich habe gemerkt, dass es mir durchaus Spaß macht. Da habe ich aber noch nicht ans Lehrersein gedacht, eigentlich wollte ich nie Lehrer werden.
Zuerst habe ich Physik studiert. Ich bin vom Grunde auf Naturwissenschaftler, Physiker.
Und dann ging es an die Berufsforderung und an die Möglichkeiten, sein Auskommen zu haben.
In diesem Zusammenhang habe ich eine zweite Ausbildung gemacht, nämlich die zum Physik- und Mathematiklehrer.
Und nach dem zweiten Staatsexamen, also nach dem Referendariat, war mir klar, es ist eine gute Alternative. Es ist nicht die einzige Möglichkeit, aber es ist eine gute.
Paul: Was fasziniert Sie so an Ihren Fächern, dass Sie sich entschieden haben, diese zu unterrichten?
Rimmelspacher: Die Naturwissenschaften fasziniert mich, unabhängig von Schule. Es fasziniert mich, dass der Erkenntnisgewinn unabhängig von der Einstellung der Menschen und unabhängig von den Menschen möglich ist. Die Natur wird in unserem Denken abgebildet und die Erkenntnisse sind im ganzen Universum gültig und im kleinsten atomaren Bereich. Ob das nun eine Gruppe in Amerika, in Afrika oder sonst wo auf dieser Welt herausbekommt oder nachprüft, ist egal. Das schöne ist, dass es unabhängig von den Menschen ist.
Paul: Wie würden Sie sich mit drei Wörtern beschreiben, Ihre Person?
Rimmelspacher: Kreativ, Sonderling, neugierig.
Paul: Auf einer Skala von 1 bis 10, wie streng sind Sie?
Rimmelspacher: Jetzt hängt es sicher davon ab, was man unter Strenge versteht. In so einer 7. oder 8. Klasse braucht man als Lehrer zur Zurechtweisung eine symbolische Peitsche.
Bei den Großen, die gereift sind, da geht es ruhig zu.
Ich bin sicher nicht der strengste und sicher nicht der laschste. Nehmen wir die Mitte.
Paul: Auf einer Skala von 1 bis 10, wie wird Ihre Schrift bewertet?
Rimmelspacher: Es hängt davon ab, welchen Maßstab an eine Schrift gesetzt werden. Wenn es um eine vorbildliche Schüler- oder Lehrerschrift geht, das ist mir nicht wichtig, die habe ich bestimmt nicht.
Wenn es mir um einen logisch klaren Aufbau geht, der ist stets vorhanden. Unabhängig von der Güte einer Schrift. Lesbar ist meine Schrift, das reicht.
Paul: Vielen Dank für das Interview.


