Im Rahmen der Unterrichtseinheit Rechtsstaat besuchte die Klasse 8d des Windeck-Gymnasiums am Mittwoch, den 28. Januar, das Amtsgericht Baden-Baden. Ziel der Exkursion war es, den Schülerinnen und Schülern einen anschaulichen Einblick in die Arbeit der Justiz sowie in den praktischen Ablauf eines Gerichtsverfahrens zu ermöglichen.
Die Anreise erfolgte am Vormittag mit Bahn und Bus von Bühl nach Baden-Baden. Der für 9 Uhr angesetzte Beginn der Gerichtsverhandlung verzögerte sich, da der Angeklagte zunächst den Zutritt zum Gerichtsgebäude verweigerte und sein Verteidiger verspätet erschien. Die dadurch entstandene Wartezeit wurde jedoch auf besonders gewinnbringende Weise genutzt: die Staatsanwältin nahm sich ausführlich Zeit für die Klasse und bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Fragen zu ihrer Tätigkeit, zum Rechtsstaat sowie zum anstehenden Verfahren zu stellen. Dieses Angebot wurde von der Klasse mit großem Interesse und hoher Beteiligung wahrgenommen.
Im Anschluss verfolgten die Schülerinnen und Schüler eine spannende Gerichtsverhandlung wegen räuberischer Erpressung, in der drei Zeugen vernommen wurden und sich auch so manche Widersprüche in den jeweiligen Aussagen offenbarten. Im Anschluss an die Beweisaufnahme und die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Rechtsanwalt zog sich das Gericht zur Urteilsberatung zurück.
Auch die Zeit bis zur Urteilsverkündung nutzte die Staatsanwältin erneut, um weitere Fragen der Schülerinnen und Schüler zum konkreten Fall zu beantworten. Aufgrund der Verzögerungen am Morgen war es leider nicht mehr möglich, wie ursprünglich geplant, ein Gespräch mit dem Richter zu führen. Der intensive und offene Austausch mit der Staatsanwältin glich dies jedoch in hohem Maße aus.
Die Klasse 8d bedankt sich ausdrücklich bei der Staatsanwältin für ihr außergewöhnliches Engagement, ihre Geduld und die anschaulichen Erklärungen. Der Besuch am Amtsgericht war für alle Beteiligten äußerst lehrreich und stellte eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht dar.
Lena Kühnel


