Building Friendships Across Oceans

Melrose Area High School (Minnesota, USA) – Windeck-Gymnasium Bühl
(04. Februar 2026 – 27. Februar 2026)

Unser großes Abenteuer in den USA begann am 4. Februar 2026 mit Flügen von Frankfurt über Amsterdam nach Detroit und von dort weiter nach Minneapolis. Begleitet wurden wir in diesen dreieinhalb Wochen von Frau Jockers und Herrn Stiborsky. Nach der Ankunft in Minneapolis bezogen wir ein Motel und nahmen noch ein spätes Abendessen in einem typisch amerikanischen Diner ein.

Am folgenden Tag besichtigten wir die Kathedrale von St. Paul, das Kapitol sowie das Minneapolis Institute of Art. Auf der anschließenden Busfahrt nach Melrose legten wir einen kurzen Zwischenstopp bei Cabela’s, einem typischen amerikanischen Outdoor-Fachgeschäft, sowie bei einer Outlet-Mall ein. Die Ankunft an der Melrose Area High School (MAHS) am späten Nachmittag war ein besonderer Moment, da wir dort erstmals unsere Gastfamilien trafen. Beim anschließenden gemeinsamen Potluck-Dinner ergab sich bereits erste Gespräche und Begegnungen – ein erster Schritt im Sinne unseres Austauschmottos „Building Friendships Across Oceans“. Anschließend fuhren wir mit unseren Gastfamilien nach Hause.

Am Freitag, unserem ersten Schultag an der MAHS, trafen wir uns in der Cafeteria zu einer Einführung durch den amerikanischen GAPP-Koordinator Herrn Rink. Wir erhielten unsere Stundenpläne, bekamen eine Schulführung und wurden mit den organisatorischen Abläufen vertraut gemacht. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhielt zudem einen eigenen Spind, dessen Öffnungsmechanismus zunächst eine kleine Herausforderung darstellte. Anschließend besuchten wir gemeinsam mit unseren Austauschpartnern deren Unterrichtsfächer und erhielten so erste Einblicke in den amerikanischen Schulalltag. Der Nachmittag wurde in den jeweiligen Gastfamilien verbracht.

Das erste Wochenende in den Gastfamilien

Das erste Wochenende bot eine wichtige Gelegenheit, sich im familiären Umfeld einzuleben und den amerikanischen Alltag kennenzulernen. Da wir das Wochenende jeweils individuell in unseren Gastfamilien verbrachten, sammelten wir vielfältige persönliche Erfahrungen.

Ein beliebtes Ausflugsziel war das Ski- und Snowboardgebiet Andes Tower Hills. Dank frischen Schnees herrschten sehr gute Bedingungen, und für einige von uns war es sogar das erste Mal auf Skiern. Andere begleiteten ihre Austauschpartner zu schulischen Sportveranstaltungen, beispielsweise zu Ringkämpfen, und konnten so deren Hobbys und Freizeitinteressen näher kennenlernen.

Am Sonntagabend stand mit dem Super Bowl eines der wichtigsten sportlichen Ereignisse des Jahres in den USA an. Viele Teilnehmende erlebten dieses Ereignis im Rahmen von gemeinsamen Fernsehabenden oder kleineren Feiern. Dadurch wurde die große Bedeutung des American Football für viele amerikanische Familien unmittelbar erfahrbar.

Darüber hinaus standen gemeinsames Kochen, Essen, Spielen und zahlreiche Gespräche im Mittelpunkt des Wochenendes. Diese persönlichen Begegnungen trugen wesentlich dazu bei, erste Freundschaften zu vertiefen und kulturelle Unterschiede wie Gemeinsamkeiten im Alltag zu erleben – gemäß dem Motto „Building Friendships Across Oceans“.

Erste Eindrücke vom Schulalltag

Während der ersten Schultage erhielten wir intensive Einblicke in das Leben an einer amerikanischen High School. Einige Schülerinnen und Schüler nutzten erstmals einen typischen amerikanischen Schulbus, und auch das lebhafte Geschehen auf den Fluren während der kurzen Pausen vermittelte einen authentischen Eindruck des amerikanischen Schulalltags.

Die Unterrichtsatmosphäre wurde von den Teilnehmenden als offen und angenehm beschrieben; das Verhältnis zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern erschien insgesamt sehr partnerschaftlich. Gleichzeitig zeigten sich deutliche Unterschiede zum deutschen Schulsystem: Die Unterrichtsstunden sind kürzer, das Schulgelände darf während des Schultags nicht verlassen werden, und der Stundenplan bleibt an jedem Tag gleich.

Die Schulgemeinschaft in Melrose begegnete uns mit großer Offenheit und Gastfreundschaft. Um auch das Interesse jüngerer Schülerinnen und Schüler für Deutschland und die deutsche Sprache zu wecken, hielten wir in mehreren achten Klassen Präsentationen über Deutschland und unsere Schule. Diese stießen auf großen Anklang und boten zugleich eine weitere Gelegenheit zum interkulturellen Austausch.

Das verlängerte Wochenende: President’s Day in den Vereinigten Staaten

Das anschließende verlängerte Wochenende bot erneut zahlreiche Möglichkeiten, das Familienleben unserer Gastfamilien näher kennenzulernen. Viele Familien in und um Melrose besuchen regelmäßig Sportveranstaltungen. Einige Schülerinnen und Schüler konnten daher unter anderem ein Eishockeyspiel in St. Cloud, Tanzwettbewerbe in Minneapolis oder sogar ein Rodeo besuchen. Weitere gemeinsame Aktivitäten waren beispielsweise Lasertag oder die Teilnahme an einem Bogenschießturnier eines Gastbruders.

Neben sportlichen Veranstaltungen spielte auch das gemeinsame Familienleben eine wichtige Rolle. Beim Eisfischen, beim Reiten oder bei Besuchen im Trampolinpark entstanden viele Gelegenheiten für Gespräche und gemeinsame Erlebnisse. Auch ein Ausflug in die große Mall in St. Cloud durfte nicht fehlen. Dort wurden unter anderem die zahlreichen Geschmacksrichtungen der bekannten Crumbl Cookies probiert und miteinander verglichen.

Das verlängerte Wochenende war somit geprägt von gemeinsamen Aktivitäten, neuen Bekanntschaften und vielen persönlichen Begegnungen, die das gegenseitige Verständnis und die entstehenden Freundschaften weiter vertieften.

Schulzeit und gemeinsame Ausflüge

In der zweiten Schulwoche standen mehrere gemeinsame Ausflüge auf dem Programm. Zunächst besuchten wir das Melrose Area Museum, das interessante Einblicke in die Geschichte der Stadt und ihre Verbindungen zu den Native Americans bot. Anschließend stärkten wir uns in einem Pizzarestaurant, bevor wir bei einer Schnitzeljagd weitere historische Orte in Melrose erkundeten.

Am folgenden Tag unternahmen wir einen Ausflug nach Onamia zum Mille Lacs Indian Museum, das sich mit der Geschichte und Kultur der Ojibwe beschäftigt. Die Ausstellung vermittelte wichtige Einblicke in die Lebensweise und Traditionen der indigenen Bevölkerung der Region. Im Anschluss aßen wir im nahegelegenen Grand Casino Mille Lacs zu Mittag.

Ein weiterer Schultag begann aufgrund starken Schneefalls mit Verspätung. Anstelle des üblichen Essens in der Cafeteria wurden wir von einer Schulklasse bekocht und mit Burgern, Mac and Cheese und Salat versorgt. Anschließend besuchten wir ein Basketballspiel zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern, das die Lehrkräfte für sich entscheiden konnten. Am Nachmittag wurden wir im City Council empfangen, wo uns der Bürgermeister der Stadt Melrose, Joe Finken, in einer kurzen Ansprache offiziell begrüßte.

Ausflug nach Minneapolis und Abschied von Melrose

Am Freitag, dem 20. Februar 2026, stand einer der Höhepunkte des Austauschs auf dem Programm: der gemeinsame Ausflug nach Minneapolis. Zusammen mit unseren Austauschpartnern besuchten wir zunächst die Mall of America, eines der größten Einkaufszentren der USA. Dort verbrachten wir mehrere Stunden mit Einkaufen, gemeinsamen Mahlzeiten und verschiedenen Freizeitaktivitäten.

Am Abend besuchten wir im Target Center ein Basketballspiel der Minnesota Timberwolves gegen die Dallas Mavericks. Besonders erfreulich war der Sieg der Timberwolves, der für gute Stimmung sorgte. Im Anschluss konnten wir sogar ein gemeinsames Gruppenfoto auf dem Spielfeld machen – ein besonderer Abschluss dieses Tages.

Der folgende Samstag stand ganz im Zeichen des Abschieds. Bei der gemeinsamen Farewell-Party im Greenwald Pub erwarteten uns ein Buffet sowie zahlreiche Reden von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften. Die Atmosphäre war emotional, da in den vergangenen Wochen viele enge Kontakte und Freundschaften entstanden waren.

Weiterreise nach New York

Nach einer Nacht am Flughafen traten wir den Flug von Minneapolis nach New York an. Aufgrund eines starken Schneesturms waren an diesem Tag viele Flüge gestrichen worden; unser Flug war der einzige, der stattfand. Die anschließende Fahrt vom Flughafen Newark nach Manhattan war entsprechend anstrengend.

Nach dem Check-in in unserem Hotel an der Upper West Side machten sich viele von uns trotz starken Schneefalls noch auf den Weg zum Broadway. Der Schneesturm entwickelte sich jedoch zu einem sogenannten Blizzard, sodass der Bürgermeister von New York ein Verkehrsverbot verhängte und zeitweise weder Busse noch Bahnen oder Autos fahren durften – ein außergewöhnlicher Beginn unseres Aufenthalts in New York.

Winterliche Tage in New York City

Während unseres Aufenthalts in New York City erlebten wir zahlreiche besondere Momente, auch wenn das Programm aufgrund der Wetterbedingungen teilweise angepasst werden musste. Der ursprünglich geplante Besuch der Freiheitsstatue und von Ellis Island musste zunächst verschoben werden. Stattdessen unternahmen wir einen Spaziergang durch den verschneiten Central Park bis zum Times Square und besichtigten anschließend das Grand Central Terminal.

Am zweiten Tag besuchten wir das Empire State Building sowohl tagsüber als auch am Abend. Von der Aussichtsplattform im 86. Stock bot sich ein beeindruckender Blick über die Stadt. Zwischen diesen Besuchen stand ein Rundgang durch das American Museum of Natural History auf dem Programm.

Am dritten Tag besichtigten wir das 9/11 Memorial and Museum und setzten uns intensiv mit den Ereignissen des 11. Septembers auseinander. Anschließend sahen wir die Wall Street sowie die New York Stock Exchange. Vom Battery Park aus fuhren wir schließlich mit der Fähre zur Statue of Liberty. Danach erkundeten wir Chinatown und Little Italy und gingen entlang der Brooklyn Bridge. Am Abend besuchten wir schließlich das Broadway-Musical „The Great Gatsby“, das für viele Schülerinnen und Schüler ein besonderes Highlight darstellte.

An unserem letzten Tag machten wir noch einen gemeinsamen Spaziergang durch die Stadt, der uns unter anderem am Solomon R. Guggenheim Museum vorbeiführte. Anschließend fuhren wir mit der U-Bahn und dem AirTrain zum Flughafen. Nach dem etwa siebenstündigen Rückflug waren alle Teilnehmenden zwar erschöpft, zugleich aber dankbar für die zahlreichen Erfahrungen und Begegnungen der vergangenen Wochen.

Der Austausch stand in besonderer Weise unter dem Motto „Building Friendships Across Oceans“. Durch das gemeinsame Leben in Gastfamilien, den Schulbesuch, zahlreiche gemeinsame Aktivitäten und intensive persönliche Begegnungen konnten nachhaltige Freundschaften entstehen. Diese Erfahrungen leisten einen wichtigen Beitrag zum interkulturellen Verständnis und bleiben für alle Beteiligten eine prägende Erinnerung.

Die Melrose-Gruppe 2026

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