Woher kommt die schwarze Quietscheente?

 

Gummi – Metall – Technik“

Dies war das Tagesmotto des Erdkunde Kurses EK1 am Montag Morgen des 21.11.2016. Gleich nach der 2 Schulstunde begaben sich 20 Windecker Schüler unter Aufsicht von Frau Zeidler zum Gebäudekomplex des weltweit agierenden Unternehmens.

Nach dem Eintreffen aller Teilnehmer gesellte sich der technische Betriebsleiter Klaus Fröhlich zu uns und erklärte sich bereit stellvertretend für die GmbH einen Rundgang durch den Komplex zu machen. Doch zunächst folgte eine Kurzpräsentation im Konferenzraum. Herzlich empfangen mit Käselaugenstangen, Coca Cola und anderen netten Präsenten lauschten die Kursteilnehmer gebannt der Vorstellung des Ingenieurs. Sie erfuhren unter anderem von der Geschichte des Gummi-Metall-Herstellers und wie dieser entstanden ist.

GMT an sich ist ein Familienunternehmen, welches 1968 von Gerhard Engstler gegründet wurde. Die GmbH spezialisierte sich auf die Entwicklung und Produktion von Komponenten aus Gummi und Metall und fasste auch global schnell Fuß. Diese und viele weitere Fakten hat uns Hr. Fröhlich auf seiner Powerpoint äußerst interessant vermittelt.

Mit neuem Wissen betankt, begaben sich alle zum „Werk 1“, eines von vielen Gebäuden der GMT-Anlage. Von außen wirkte das Bauwerk sehr schlicht und etwas alt. Berechtigt – denn wie man im Laufe des Exkurses erfuhr war dieses das erste Werk, welches von der Familie Engstler errichtet wurde. Dort wurde und wird immer noch das Latex zu Gummi verarbeitet, so dass dieses für die weiteren Prozesse verwendet werden kann.

Hier entsteht auch die markante schwarze Farbe des Gummis.

Dies alles wird durch eine halb automatisierte  Arbeit zwischen Mensch und Maschine ermöglicht. Durch willige Arbeitskräfte wurde den Windeckern ein Einblick in das Berufsleben von GMT gewährleistet und sie erhielten ebenfalls eine Vorstellung von den dortigen Arbeitsbedingungen.

Denn wie der berufserfahrene Ingeneur Klaus Fröhlich erklärt, richtet sich das 115 Mio. € schwere Unternehmen an jegliche Grenzwerte die es einzuhalten gilt, um ihrem Personal  gute Arbeitsbedingungen zu bieten. Auf dieser Unternehmensphilosophie bauen auch alle anderen Werke des Komplexes auf. Deswegen beschäftigt GMT auch nie Zeitarbeiter und garantiert ihren Bediensteten feste Arbeitsplätze, so laut des technischen Betriebsleiters. In dem angrenzenden Labor des ersten Werkes werden anschließend die angefertigten Gummipassformen begutachtet und um ihre Genauigkeit geprüft. Dabei lernten die Schüler unter anderem, dass dabei ein bestimmter Toleranzbereich eingehalten werden muss.

Kurz darauf brachten die Exkurs-Teilnehmer zu Werk 6 auf, in welcher eingekaufte Ware, wie Metallpassformen auf ihre Exaktheit kontrolliert wurden. Dabei wurde dem Windeckern die Arbeitsvielfalt von GMT aufgezeigt. Die GmbH beschäftigt eine weite Bandbreite unterschiedlicher Fachkräfte von Fabrikarbeitern bis hin zu Informatikern.

Mit diesen neuen Erkenntnissen begaben sich die Schüler wieder zum ursprünglichen Werk, in welcher die Präsentation stattgefunden hatte und beäugten auch dort jegliche Arbeitsprozesse die unter Aufsicht von Hr. Fröhlich geschahen.

Der Ausflug neigte sich dem Ende zu und nach einer abschließenden Fragerunde bedankte sich der Kurs schließlich für den Rundgang durch das Familienunternehmen.

Jetzt wissen wir wohl von wo unsere schwarze Ente kommt. Und uns wird erst jetzt klar, welche Dimensionen der Zusammenschluss aus Gummi und Metall einnehmen kann und wie viele Prozesse eigentlich zu dieser (Enten-)Gummiherstellung nötig sind.

Anh Kha Nguyen