Lustig, Legendär, LESENACHT

Bericht einer Fünftklässlerin über eine Lesenacht am Windeck-Gymnasium:

Wir trafen uns am Freitag Nachmittag mit unserer Klassenlehrerin Frau Bertele und mit Frau Seither um 17 Uhr und begannen unsere Lesenacht mit verschiedenen Bastelangeboten.

Nachdem die Bastelkinder ihre Elche aus Modelliermasse, ihre Kerzen, Pop-up-Weihnachtskarten und Lesezeichen fertig gebastelt hatten, kamen auch die wenigen anderen Kinder, die nicht am Bastelangebot hatten teilnehmen wollen – und kurze Zeit später trudelten auch noch die bestellten Pizzen ein. Wir ließen es uns schmecken.

Pappsatt gingen dann alle zu Frau Bertele, um ein gemeinsames Spiel zu spielen. Wir setzten uns in einen Stuhlkreis und jeder von uns bekam eine Mau-Mau-Karte und sollte sie sich merken. Danach wurden alle Karten eingesammelt und Frau Bertele las abwechselnd die Farbe der Karten vor und wir mussten immer, wenn wir unsere Farbe (Kreuz, Pik, Herz, Karo) hörten, einen Platz weiter rutschen, auf den Schoß des Nachbarn. Da man nur weiter rutschen durfte, wenn man den Schoß frei hatte, mussten manche lange warten, bis sie weiter rücken konnten. Manche hatten nämlich bis zu sechs Mitschüler auf ihrem Schoß sitzen, was sehr lustig war! Der Gewinner war der, der es zuerst wieder auf seinen Platz geschafft hatte.

Das nächste Spiel war ein Konzentrationsspiel im Kreis, bei dem man immer wieder neue Namen bekam, Plätze wechseln und sich viele Namen merken musste. Die Mädchen gewannen das Spiel, denn zum Schluss waren die vier Gewinnerstühle mit Mädchen besetzt.

Nach den Spielen durften wir unsere Schlafplätze einrichten und uns im unteren Geschoss der Schule „müde rennen“, denn für was hatten wir unsere Taschenlampen dabei? Im Schulhaus war es stockdunkel. Die Jungs erschreckten die Mädchen und die Mädchen erschreckten die Jungs. Doch plötzlich hörten alle ein Geräusch, es kam von draußen. Jemand klopfte gegen die Scheibe. Zuerst dachten die Mädchen, die Jungs hätten phantasiert, aber dann sahen auch die Mädels hinter einer Glastür im Dunklen einen Mann mit einem Hund. Viele hatten Angst, aber ein wenig später hatten sich doch einige wieder etwas beruhigt.

Die Jungs rannten noch ein wenig im Schulhaus herum und die Mädchen holten ihre Schminksachen heraus. Das hatten sie einen Tag früher schon geplant. Sie gingen alle auf die Toilette und schminkten sich.

Die geschminkten Models und die verschwitzten Jungs machten noch bei einem Quiz von Frau Bertele über Astrid Lindgren mit, bei dem die beiden Teams erst eine Frage beantworten durften, wenn einer von ihnen mit einem Ball einen Joghurtbecher abgeworfen hatte. Das war sehr spannend!

Außerdem hatten zwei Mitschülerinnen eine Schulhausrallye vorbereitet und Frau Bertele hatte noch ein Autoren-Rätsel entworfen, bei dem man sogar etwas gewinnen konnte.

Kurz vor Mitternacht spielten die meisten Kinder zum Abschluss zusammen „Wahrheit oder Pflicht“. Ein Junge entschied sich für Pflicht und wurde kurze Zeit später von allen geschminkt!! Er sah danach aus wie ein Indianer mit Kriegsbemalung!

Anschließend legten sich alle in ihre Schlafsäcke und lasen. Es dauerte wirklich noch bis vier Uhr morgens, bis alle eingeschlafen waren. Dennoch wachten wir in aller Früh auf und packten unsere Sachen zusammen. Danach deckten wir die Tische für das gemeinsame Frühstück mit unseren Eltern. Alle waren müde, aber sehr glücklich!!

(Hannah Jörger)

 

 

Kommentare einzelner Schüler zur Lesenacht:

„Das war der schönste Tag in meinem Leben!“

„Ich will noch 8 Wochen bleiben!“