Adventskonzert am Windeck-Gymnasium 17.12.15

  • 18. Dezember 2015
  • Dominik Förderer
  • Musik, News

Genau wie Weihnachten selbst wiederholen sich jedes Jahr die Stimmen, die sich darüber beschweren, dass das Fest der Liebe zu einem Konsumereignis geworden ist. Aber, so möchte man widersprechen, Besinnlichkeit ist keine zufällige Entscheidung. Die besinnlichen Momente sind Entscheidungen dafür, gemeinsam eine Stimmung der Freude und der Reflexion zu erleben. Eine eben solche Entscheidung fällten jene, die am Donnerstag, dem 17. Dezember an der Adventsfeier des Windeck-Gymnasium teilnahmen.

Das Adventskonzert war wie eine Reise durch die unterschiedlichen Stile der Musik – freilich immer mit Weihnachten als Mittelpunkt. Michael Watta, der zahlreiche Stücke mit Klavier begleitete führte in einen Abend voller Klänge und Gesang. Nachdem das Bläserensemble unter der Leitung von Anke Bayer Weihnachtslieder gespielt und auf den Abend eingestimmt hatte, sorgte die 5. Klasse mit dem Klassiker „Stern über Bethlehem“ für ein wärmendes Weihnachtsgefühl – auch ohne Schnee.

Das Fange-Arrangement, das den „Weihnachtsmann aus Afrika“ in rhythmischen Klängen in die Aula der Windeck-Schule brachte und das mit der Melodie von „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ von Joshua Schute aus der 6. Klasse begleitet wurde, brachte eine weitere Dimension in diesen musikalischen Abend. Nach einem weiteren Percussion-Stück erklangen mit Unterstützung von Carmen Kohler am Klavier die Stimmen des Schüler-Lehrer-Eltern-Chores, das in mehrstimmigen Arrangements zum mitmachen aufforderte. Die kurze Pause wurde von einem im Sprechchor vorgetragenen Bratapfelrezept eingeleitet.

Weiter ging es mit dem Mittelstufenchor, in dem Aylin Hellfeuer mit einer atemberaubenden Darbietung „Carol of the bells“ unter der Leitung von Regina Wittemeier auf die Bühne brachte.

Unterstützt von der Klasse 5e erzählte und sang der Unterstufenchor die „Flucht nach Ägypten“ und damit die Geschichte eines uns allen wohl bekannten Flüchtlings, der den Schutz und die Hilfe anderer Menschen brauchte, um zum Messias zu werden: Jesus Christus. Damit war auch der aktuelle Bezug zur heutigen Zeit gegeben, was in Direktor Herr Bangert in seinen abschließenden Worten nochmals hervorhob.

Das gemeinsame Singen von „Stille Nacht, heilige Nacht“ ließ einen Abend ausklingen, der in der Tat für das stand, was man zu dieser Zeit braucht, um zu sich zu kommen: Ein bisschen Besinnlichkeit im Kreis von lieben Menschen.

Bob Blume