Gedenken an das Pogrom vom 9.November 1938

Genau 80 Jahre nach den schrecklichen Ereignissen des Novemberpogroms, bei dem deutschlandweit jüdische Geschäfte zerstört, Synagogen in Brand gesetzt und jüdische Menschen angegriffen, verletzt und erfordert wurden, fand in Bühl in Gedenken an die Opfer dieser unmenschlichen Aktionen statt. Nachdem der Bürgermeister der Stadt Bühl, Hubert Schnurr in einer Rede die Wichtigkeit eines gemeinsamen Gedenkens hervorhob, trugen Schülerinnen und Schüler des Windeck-Gymnasiums in einer bewegenden Rede die Ereignisse rund um den Bühler Synagogenbrand vor. Diese findet sich an dieser Stelle zum Nachlesen. 

2015
Chor: Enzkreis, Rems-Murr-Kreis, Main-Tauber-Kreis, Landkreis Lörrach, Bodenseekreis, Ostalbkreis

Vor 80 Jahren im November

Der Volkszorn gibt ein Schauspiel,
die Reichspogromnacht in Bühl

Es war schon sehr kalt gegen Mitternacht. Am Tag, am 9. November 1938, hatte die Temperatur zwischen 7 und 11 Grad geschwankt.
Ob in der Gartenstraße, in der Wohnung des Kreisleiters der NSDAP in Bühl, oder ob in der Eisenbahnstraße, in den Amtsräumen der Kreisleitung – Anschluss Nr. 748 – das Telefon klingelte, ist nicht mehr festzustellen.
Auch in Achern wurde jemand an den Apparat gerufen, der Führer des SA-Sturmes 13/111. Als er hörte, um was es ging, zog er vor, krank im Bett zu liegen.

Verlangt wurde, wie an vielen Orten in Deutschland, ,,spontaner Volkszorn“ der bewaffneten Mitglieder der Nazi-Partei gegen jüdische Mitbürger.

Die Befehle waren immer eindeutiger geworden: Gewalt gegen Juden, ihre Geschäfte, Wohnungen und Synagogen.

Am selben Tag waren bereits von anderen Städten Ausschreitungen gemeldet worden.

Friedrich Gißler aus Bühl konnte sich gut darüber informieren, denn er trug jeden Wochentag den ,,Führer“, die Parteizeitung für den ,,Gau Baden“, aus. Vorsorglich hatte er bei Dunkelheit, an einer Tankstelle im nördlichen Teil der Hauptstraße einen Kanister mit fünf Litern Benzin besorgt.

Er kann sich aus mit Sachbeschädigung, Zerstörung von Gräbern sowie bei Diebstahl in einem Gotteshaus – und für einen Teil dieser Taten war er bereits verurteilt worden.

Seit 1909 lebte er in Bühl. Eigentlich wollte er Bildhauer werden, hatte dann aber Elektriker gelernt. Seit 1933 bezahlte ihn die NSDAP als Austräger und Berichterstatter des ,,Führers“.

Gißler wusste, mit wem zusammen er die Aktion unternehmen konnte.
Da war ein weiterer ,,alter Kämpfer“, Hans Ringwald,1901 geboren.
Er hatte nach dem Abitur eine Banklehre gemacht, war seit.1932 SA-Mann, und „Kreiskassenleiter“ der NSDAP in Bühl.

Auch Eduard Philipp Jacob Börner hatte, nach der Mittleren Reife in einer Bank und in verschiedenen Tätigkeiten gearbeitet. Immer wieder war er arbeitslos gewesen.Wie viele andere in dieser Zeit konnte er sich als ein Opfer wirtschaftlicher Krisen und gesellschaftlicher Probleme sehen. Seit 1925 war er in der NSDAP und der SA. Er war neu in Bühl und hier als „Kreisamtsleiter“ der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt als „Fürsorgereferent“ tätig.

Wer machte sich also jetzt an die Arbeit?
Eine ziemlich kriminelle Existenz und zwei, die vielleicht überzeugte Nazis waren, vor allem aber von der Partei finanziell abhängig waren.
Keiner von ihnen war in Bühl geboren. Innerlich waren sie wahrscheinlich bereit zum Losschlagen, doch von sich aus wäre wohl keiner aktiv geworden.
Im Vergleich zu anderen Städten begannen sie sehr spät: Erst als sie in der Chefetage der Kreisleitung genügend instruiert worden waren, begannen sie, das zu mobilisieren,
was später in den Medien des NS-Staates als ,,spontaner Volkszorn“ verkauft wurde.

2016
Chor: Bodenseekreis, Landkreis Ravensburg, Landkreis Esslingen, Landkreis Heilbronn, Rems-Murr-Kreis, Landkreis Lörrach, Hohenlohekreis

 


Kurz nach 8 Uhr am Morgen wurden sie gesehen, wie sie sich, von der Kreisleitung kommend, zusammen mit einer Anzahl anderer Bühler vor dem Schuhhaus Lion in der Schwanenstraße zu schaffen machen. Da es bereits am Tage zuvor kleinere Aktionen gegen Juden und ihre Geschäfte

gegeben hatte, waren hier vorsorglich die Rollladen an den Schaufenstern heruntergelassen.
Rollläden und Fenster sind schnell eingeschlagen; als der Zug weitergeht, ist der Eingang des Geschäftes demoliert, drinnen die Regale umgestürzt. Schuhe liegen zerstreut herum, auch auf der Straße.

Am Johannesplatz stehen die Türflügel der Synagoge bereits offen.
Im Innern sind rasch die Bänke umgeworfen, und auf der Empore befinden sich schon andere. Börner klimpert auf dem Harmonium. Als Gißler, Ringwald und Börner wieder nach unten gegangen sind, wird das Harmonium

über die holzverkleidete Brüstung gewuchtet und stürzt krachend nach unten. Später klagt einer der drei, sie seien fast selbst getroffen worden. Schnell wird noch ein weiterer Befehl ausgeführt: In der benachbarten Wohnung des Kantors Bruchsaler suchen sie nach belastenden Schriftstücken. Nach knapp zehn Minuten geht es wieder zurück zur Kreisleitung.

Dort wird gemeldet, dass sich immer mehr Menschen auf dem Johannesplatz und den anderen Straßen in seiner Umgebung zusammenrotten, vor allem an der Hauptstraße und in der Grabenstraße. So kehren auch sie zurück zur Synagoge, vermutlich mit neuen Befehlen ausgestattet.

Inzwischen brennt im Synagogenhof ein Feuer: ein Teil des Inventars der Synagoge. Schon liegen Teile der Torarollen versengt zwischen Zwetschgenbäumen in den Gärten der Nachbarschaft.

Gißler, Ringwald und Börner gehen nochmals die Synagoge, in der noch immer andere herumstehen.

Anfangs wird nicht bemerkt, dass Gißler unten links an der Altarseite ein Feuer gelegt hat. Rauch steigt auf; noch sind keine Flammen zu sehen, doch alle stürzen hinaus. Jemand will den Teppich im Mittelgang retten. Da braust Ringwald auf: Wem passe das nicht, wer habe etwas dagegen?

Der Zug geht erneut die Schwanenstraße vor, zur Kreisleitung der NSDAP.

Eine Menge Leute steht auf dem ehemaligen Synagogenplatz in einiger Entfernung vom brennenden Gebäude. Inzwischen sind die Fensterscheiben der Synagoge geborsten.
Gißlers Frau Sophie wirft kurze, brennende Fackeln in die Fenster an der Nordseite der Synagoge. Von der Volksschule in der Hauptstraße sind eine Menge Schüler, mit oder ohne Erlaubnis der Lehrer, gekommen. Eine ganze Gruppe von Obersekundanern aus dem Realgymnasium am Stadtgarten eilt unter der Leitung ihres Turnlehrers im Laufschritt heran. Einige der Zuschauer sind entsetzt und sagen, dass sich das alles rächen werde. Andere – vor allem die bekannten Anhänger und Mitglieder

der NSDAP – johlen, als Gißler sich beim Verlassen der Synagoge triumphierend zeigt.

Die Feuerwehr schützt das anliegende Gebäude, unternimmt aber nichts zur Rettung der Synagoge.
Plötzlich ein Zwischenfall:
Die Flammen drohen auf das angrenzende kleine Lebensmittelgeschäft überzugreifen. Die Inhaberin stürzt mit der Ladenkasse in der Hand die niedrigen Treppenstufen hinunter. Sie stolpert. Das Münzgeld klirrt auf den Pflastersteinen, einige Viertklässler lesen es auf und geben es zurück. Als sie nach der großen Pause in die Schule zurückkommen, werden sie belohnt. Allerdings nicht für ihre Ehrlichkeit, sondern dafür, dass sie sich das wichtige Ereignis des Synagogenbrandes angeschaut haben.


Noch am Nachmittag schwelt es aus den Trümmern. Immer wieder treffen Neugierige ein.
Kreisleiter Rothacker in brauner Uniform macht zufrieden Stimmung für eine abendliche Kundgebung am Ehrenmal für die Gefallenen in der Eisenbahnstraße. Was an Einrichtungsgegenständen der Synagoge nicht verschwunden oder verbrannt ist, wird zum Abtransport gerichtet.
In der Schwanenstraße toben sich Jugendliche an den Häusern jüdischer Mitbürger aus.
Manche Mütter, so wird berichtet, weinen zu Hause.

Noch am nächsten Tag muss für Ruhe gesorgt werden. Wohl deshalb machen die Klassen des Realgymnasiums Ausflüge. Die Fünftklässler müssen in Religion erst ein Gebet aufsagen. Dann geht es auf einen geologisch-biologischen Lehrausflug. Die Klasse 7 macht eine „Biologische Wanderung“.

2017
Chor: Landkreis Karlsruhe, Bodenseekreis

1947 begann die juristische Bewältigung des Synagogenbrandes in Bühl.
Gißler, Ringwald und Börner bestritten, die Synagoge angezündet zu haben.
Sie hätten auch nichts zerstört und nichts geplündert. Nur aus Neugierde hätten sie einige Gegenstände in der Hand gehalten und betrachtet. Börner wollte sogar schon 1938 gegen die Übergriffe gewesen sein.
Das Gericht bedauerte, dass es aus den Zeugenaussagen keine zuverlässigen Angaben über die Anteile der einzelnen Angeklagten am Verbrechen entnehmen konnte.

Wegen schweren Hausfriedensbruches,
wegen einfachen Landfriedensbruches,
wegen Diebstahls und Verrichtung beschimpfenden Unfugs in einem Gotteshaus,
wegen Verfolgung aus rassischen Gründen

und wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit
wurden die überführten Täter letztlich verurteilt.

Ringwald und Börner erhielten Strafmilderung, weil sie nicht vorbestraft waren und die Tat inzwischen bedauerten.
Als straferschwerend wurde aber angesehen,
dass alle drei Angeklagten als bekannte Funktionäre der NSDAP den Bühler Straßenpöbel noch aufgewiegelt hätten.
Der Richter sagte, sie hätten dem deutschen Volk schwersten Schaden zugefügt.
Gißler wurde zu fünf Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilt,
Ringwald zu einer Gefängnisstrafe von zehn Monaten,
Börner zu acht Monaten.


Der Bericht des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg konstatiert im November 2018:

Zusammengefasst lässt sich im Hinblick auf
Brandanschläge auf Asylunterkünfte nachfolgendes feststellen:

 

Straftaten gegen Asylunterkünfte im
Phänomenbereich „Politisch motivierte Kriminalität rechts“:

2015: 63 Straftaten, hiervon 6 Branddelikte

2016: 69 Straftaten, hiervon 7 Branddelikte

2017: 31 Straftaten, hiervon 2 Branddelikte


Für 2018 liegen noch keine abschließenden Zahlen vor.

 

Reichspogromnacht 2018, Foto Bernhard Margull

Reichspogromnacht 2018, Foto Bernhard Margull

Fortsetzung folgt! Der Französischkurs, der Kuchenverkauf und das moldawische Kinderheim

„Das ist mal eine gute Idee!“ Am Windeck-Gymnasium waren sich die Schülerinnen des Französischkurses J2 von Dirk Franke schnell einig: Sie wollten gern ein soziales Projekt unterstützen und Lehrerin Barbara Becker schlug eine direkte Unterstützung für ein Kinderheim in Bühls Partnerregion Kalarasch vor. Sie vermittelte den Kontakt zu Viorica Zaharia, der Frau des Feuerwehrkommandanten, dessen Zusammenarbeit mit der Bühler Wehr schon eine lange und gute Tradition ist. Zaharia arbeitet in einem Heim für Kinder und Jugendliche, das umgehend eine lange Wunschliste vorlegen konnte. Neben Stiften, Farbkästen und Malpapier fanden sich hier auch Regenschirme und – kleidung sowie der zunächst etwas rätselhafte Wunsch nach „Friseurleistungen“. Die Windeckerinnen organisierten einen Kuchenverkauf in der großen Pause und als Hausmeister Peter Hoch hörte, wozu das Geld verwendet werden sollte, beschloss er spontan, dem Kurs seine Brötchen kostenlos zur Verfügung zu stellen. „Einmal im Jahr sponsere ich ein Projekt, das ich besonders gut finde und das ist jetzt eures!“ teilte er dem hocherfreuten Kurs mit. Insgesamt kamen so mit den Hausmeisterbrötchen, den Muffins und Kuchen sowie einer kleinen Aufstockung der Lehrkräfte Franke und Becker („… damit´s ein schöne Summe wird!“) stolze 555 Euro zusammen. In einer kurzfristig umgewidmeten Französischstunde stellte Viorica Zaharia ihr Projekt Epitrop dem Kurs anhand einer Präsentation näher vor und freute sich, das Geld in Empfang nehmen zu können. Als Dolmetscher fungierten Corina Schmolenchi aus Moldawien und Johann Schmidt (junior) aus Bühl, der selbst ein ehemaliger Schüler des Windeck ist. Jetzt fand sich auch eine Erklärung für die Friseurleistungen auf der Wunschliste: Zaharia plant eine dauerhafte Absprache mit einem örtlichen Friseursalon, so dass die Jugendlichen dort regelmäßig einen richtigen Haarschnitt bekommen können. „Völlig korrekt – da fühlt man sich doch gleich ganz anders!“ war die einhellige Meinung der Schülerinnen, die dieses menschliche Grundbedürfnis nach Chic absolut nachvollziehen konnten. Nicolae Rozembac, der stellvertretende Rayonspräsident von Kalarasch, hatte es sich nicht nehmen lassen, bei der Spendenübergabe dabei zu sein. Er nahm die günstige Gelegenheit wahr, das ganze Windeck mit Fachräumen und Lehrerzimmer zu besichtigen: Insbesondere die Fachräume waren von großem Interesse. Seitens der Stadt Bühl begleitete die Partnerschaftsbeauftragte Bettina Streicher die moldawische Delegation. Sie bedankte sich für das spontane Engagement des Kurses und wies auf die internationale Ferienfreizeit Youto hin – die Anmeldefrist laufe bereits. Prompt stellte sich heraus, dass gleich mehrere der anwesenden Schülerinnen daran bereits teilgenommen und das Programm in bester Erinnerung hatten. Abschließend wurde verabredet, die frisch geknüpfte Verbindung von Windeck zu Epitrop am anderen Ende Europas nicht abreißen zu lassen: Barbara Becker versicherte, dass man sich am Windeck schon jetzt aktiv Gedanken darüber mache, wo und wie das nächste Projekt möglich sei. Ein klarer Auftrag für das Team von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“!

„Für Freiheit und Toleranz Farbe bekennen“

Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ im Windeck-Gymnasium eröffnet

Wir bedanken uns herzlich bei der Autorin Katrin König und dem „Acher und Bühler Boten“ für den Originalartikel vom 24.1.2018

Bühl (kkö). In Bertold Brechts Kinderhymne heißt es: „Dass ein gutes Deutschland blühe/wie ein andres gutes Land.“ Gesungen wurde die Hymne gestern von den Klassen 5a und 6b des Windeck-Gymnasiums zum Auftakt der Vernissage zur Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“: Die Friedrich-Ebert Stiftung stellt der Schule die Wanderausstellung noch bis 9. Februar zur Verfügung. Auf 16 Tafeln informiert diese über Facetten des Rechtsextremismus mit speziellem Fokus auf den Entwicklungen in Baden-Württemberg. In die Wege geleitet wurde die Kooperation mit der Stiftung vom Windeck-Team „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ um Lehrerin Barbara Becker. Mit deutlichen Worten stellten sich die Ehrengäste in der voll besetzten Schulaula hinter das Motto der Ausstellung: Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, MdB Gabriele Katzmarek (SPD) und MdB Kai Whittaker (CDU), Bergsteiger Ralf Dujmovits als Pate des Courageteams sowie Bürgermeister Wolfgang Jokerst. Neben besagtem „Chor“ musizierten Sophie Jeuck (Querflöte) und Joshua Schute (Saxophon), die musikalische Betreuung hatten Martina Franzus und Micha Watta.

Die Hymne als Aufruf Brechts, nach dem Zweiten Weltkrieg ein „neues, friedliches, demokratisches Deutschland“ zu errichten, griffen Schülersprecher Pau Drexler sowie Mia Tausend vom Courageteam in der Begrüßung auf. Sie verdeutlichten: „Die ganze Schulgemeinschaft steht ein für eine starke Demokratie und für ein Leben in Menschenwürde. Ausgrenzung, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit haben an unserer Schule keinen Platz.“ Noreen Tausend und Katrin Khandali vom Courageteam skizzierten am Beispiel des diesjährigen Motto-Wettbewerbs (der ABB berichtete) die „coolen Aktionen“ des Teams, die Schüler und Lehrer aufforderten, „für Freiheit und Gleichwertigkeit, Toleranz und Demokratie Farbe zu bekennen“. Anschließend vertieften die Ehrengäste – im Vorfeld von Becker gebeten, ihr persönliches Motto zu skizzieren – ganz unterschiedliche Aspekte. Kressl ging dem Begriff „Demokratie“ nach: Diese mache eine ganze Gesellschaft und jeden Einzelnen stärker, weil sie auf der Freiheit des Individuums aufbaue. Sie bedeute zugleich eine stete Auseinandersetzung mit dem Grundgesetz. Der Schule attestierte sie, mit der Aktion einen wichtigen Baustein zum guten Zusammenleben beizutragen. „Lassen Sie nicht nach, sich für Toleranz und Offenheit einzusetzen.“ Kai Whittaker formulierte als Motto: „Keep cool and stay together.“ Er wisse, dass dies schwer umsetzbar sei. Um „zusammen zu bleiben“ gelte es schließlich, sich erst einmal zu begegnen und allen Gegensätzen zum Trotz – Religion, Hautfarbe, Herkunft, politisches Denken – nicht die Coolness zu verlieren. Katzmarek rief dazu auf, den Mut zu haben, sich neben jene zu stellen, die Fremdenfeindlichkeit begegneten. „Gut, dass Sie aufstehen und zeigen, dass Rassismus an Ihrer Schule und in Ihren Herzen keinen Platz hat.“ Dujmovits erläuterte an Beispielen ferner Länder die Bedeutung von Bildung, um keinen Nährboden für Rassismus und Extremismus entstehen zu lassen. „Lernt so viel ihr könnt, reist in die Welt und wagt zu träumen.“ Pako Chonsaranon, Schülersprecher der Bachschlossschule, sprach von Demokratie und Gerechtigkeit, Bürgermeister Jokerst von unausgewogenen Teilhabechancen der Menschen auch vor Ort: „Wenn sie das Gefühl haben, nicht mitgestalten zu dürfen, sind sie offener für Parolen von Populisten und Rassisten.“ Noch immer entscheide der soziale Hintergrund über Bildungserfolg und somit gesellschaftliche Teilhabe: „Hier müssen wir ansetzen.“ Schließlich dankten die stellvertretende Schulleiterin Andrea Körner und Barbara Becker allen Beteiligten, der gesamten Schulgemeinschaft und den Gästen für ihr Engagement.

Die Referentin des Fritz-Erler-Forums (Fritz-Erler-Forum mit Sitz in Stuttgart) Sarah Hepp stellte die Friedrich-Ebert-Stiftung und ihre Ziele vor und erläuterte, weshalb die Ausstellung entwickelt wurde: Zur Vermittlung demokratischer Werte wie „Freiheit im eigenständigen Denken, Gleichwertigkeit aller Menschen und die Demokratie“ als „einzig wirksame Mittel gegen die Ideologie der Nazis“. Seit 2010 sei die Ausstellung auf Wanderschaft in weit mehr als 100 Schulen, Rathäusern oder sogar Kirchen. Um nun auch am Windeck sach- und fachkundige Führungen zu ermöglichen, hätten sich einige Schüler zu „Guides“ ausbilden lassen, so Hepp: Sie überreichte diesen die entsprechenden Zertifikate und äußerte die Hoffnung, mit der Ausstellung zum Demokratieverständnis beizutragen. „Eine älter werdende Demokratie braucht vor allem eins – junge Demokraten.“

Die Preisträgerklassen 5a und 6b des Mottowettbewerbs eröffnen mit Bertold Brechts „Kinderhymne“

Mia Tausend und Pau Drexler begrüßen die Gäste und führen ins Thema ein

Zertifikate für die Guides! Und mittendrin (von links nach rechts) Bürgermeister Wolfgang Jokerst, Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, Stellv. Schulleiterin Andrea Körner, Couragepate Ralf Dujmovits

Sophie Jeuck an der Querflöte, Micha Watta in der Begleitung

Joshua am Saxophon, die Bundestagsabgeordneten Gaby Katzmarek und Kai Whittaker sind beeindruckt

„Und jetzt alle!“ Martina Franzus und Barbara Becker bitten um stimmstarke Unterstützung

Artikel aus dem Badischen Tagblatt von Marius Merkel:

Mit Courage gegen Ausgrenzung und Gewalt

Plakat-Aktion des Courage-Teams: Die Gewinner stehen fest

24 Klassen des Windeck-Gymnasiums haben bei der Plakat-Aktion des Courage-Teams mitgemacht. Ziel war es, ein Plakat zu gestalten, dass unser Miteinander im Windeck-Gymnasium veranschaulicht und ein Zeichen gegen Rassismus setzt. Aus vielen tollen und gelungenen Plakaten haben sich einige durchgesetzt. Wir bedanken und für das Mitmachen und wünschen nun allen eine schöne Weihnachtszeit.

Hier die Preisträger*innen:

1.Preis 7e
1.Preis 10c
2.Preis 6b
3.Preis 5a
Sonderpreis Originalität 9c
Sonderpreis Originalität 10d

Zum dritten Preis
Großartig ist die Darstellung der Klasse 5a als Puzzle, in dem jedes Teil individuell gestaltet ist. Erst in der Zusammensetzung all der verschiedenen Teile ergibt sich das „WIR“ umrahmt vom eigentlichen Motto.

Zum zweiten Preis
Der „6b Weg“ zeigt eindrucksvoll die verschiedenen Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg durch das Jahr. Das Courageteam begrüßt dieses besonders originelle Motto, das durch den verschlungenen Weg auch die Aufs und Abs einer Klassengemeinschaft im Jahreslauf thematisiert. Der Weg ist das Ziel!

Zum ersten Preis
Die Klasse 7e hat sehr viele verschiedene Ansätze auf einem Plakat umgesetzt: Das entspricht vielleicht nicht unbedingt den Regel des KB Unterrichtes, aber uns vom Courageteam hat es gefallen, dass offenbar viele Ideen, die letztlich aber alle in dieselbe Richtung weisen, umgesetzt wurden. So liest sich das Plakat eher wie ein Comic-strip, der von den Musketieren, die füreinander einstehen, über ein Rassismus-Verbotsschild, eine Fussballhymne und die verschiedenen Nationalitäten, die Hand in Hand gehen, bis zum gemeinsamen erfolgreichen Kampf der Klasse gegen die Drachen des Schulalltags führt.
Bunt und schön.

Zum ersten Preis
Das aufwendige Plakat der 10c wird dominiert durch eine Waage, die Erstaunliches zeigt: Die 869 Schüler des Windeck, die für Toleranz, Offenheit und Humanität stehen, wiegen bei weitem die restlichen 8 Milliarden auf, die noch nicht verstanden haben, dass Menschlichkeit der Schlüssel zu einem glücklichen Leben ist. Unzählige Gesichter schauen uns an – ein vielfältiger Background für die weiße Waage, die bunten Windecker*innen und die graue Masse, die gegen das Engagement der Schüler*innen nicht ankommt.

Die zwei Originalitätspreise
Bunte Ostereier – alle verschieden. Doch letztlich, tief innen drin und als leckeres Spiegelei sind sie alle gleich. Ein schönes Bild, durch das die Klasse 9c mit einfachen und eindrucksvollen Mitteln das Zentrale ausdrückt: Die Farbe ist egal, auf den Inhalt kommt es an!

Zwei Skelette lächeln leicht scheu und doch ein bisschen provozierend aus dem Plakat der 10d. Und konfrontieren den Betrachter mit den Fragen: „Erkennst Du die Hautfarbe, Nationalität, sexuelle Orientierung, Religion oder politische Haltung?“
Na?
Das war uns allemal einen Preis wert!

Und hier noch alle weiteren Plakate.

Mottotapeten bis zum 18. Dezember!

Zum Motto-Projekt:
Wir leben nicht für uns allein, sondern alle miteinander. Damit sich in unserer Gemeinschaft alle wohlfühlen können, müssen wir aufeinander aufpassen, Rücksicht nehmen auf jeden Einzelnen, uns gegenseitig helfen und andere so annehmen, wie sie sind.
Das Courageteam ruft alle am Windeck auf, aktiv für diese Werte einzustehen.


Was ist euch wichtig?
Wofür wollt ihr euch einsetzen?
Welches Motto gebt ihr euch in diesem Schuljahr?


Die Antworten möchten wir sichtbar machen:
Jede Klasse / jeder Kurs bekommt ein Tapetenstück und wird gebeten, es passend zum Motto zu gestalten. Das entstandene Plakat wird dann draußen an der Klassenzimmertür aufgehängt.
Und am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien ist Bescherung …

Eine Jury des Courageteams wird alle Plakate sichten und drei Preise vergeben:

1. Preis – ein Eisgutschein für die ganze Klasse (1 Eiskugel / Nase!)
2. Preis – ein Hausmeistergutschein für die ganze Klasse (50 ct / Nase!)
3. Preis – eine Riesenrunde Gummibärchen
Gewinnen werden wir alle,
denn wir haben Courage und zeigen das auch!
Euer Courageteam

„Ihr sollt die Wahrheit erben“: Holocaust-Überlebende Anita Lasker-Wallfisch sprach im Windeck-Gymnasium

Das, worüber sie aus erster Hand sprechen kann, ist für die nachfolgenden Generationen nahezu unvorstellbar. Anita Lasker-Wallfisch (92), eine der letzten Zeitzeuginnen des Holocaust, kam am 9. November nach Bühl: Die „Cellistin von Auschwitz“ besuchte das Windeck-Gymnasium und hielt einen Vortrag über ihre Zeit als Jude im Nationalsozialismus und in den Konzentrationslagern Auschwitz und Bergen-Berlsen.

Buch von Lasker-Wallfisch

Am 9. November in der 3. und 4. Stunde wurde sie von Olaf Stiborsky und Andrea Körner als Gast in unserer Aula begrüßt. Die Schülerinnen und Schüler von der 9. Klasse bis zur Kursstufe hatten so die Möglichkeit, ihren Schilderungen zuzuhören und ihr Fragen zu stellen. In der Publikation „Ihr sollt die Wahrheit erben“ kann man minutiös und anhand von erhaltenen Korrespondenzen der Familie nachlesen, welche Schrecken des NS-Regimes die Familie und Lasker-Wallfisch selbst zu erdulden hatte. Nach ihrer Lesung und nachdem sie Fragen beantwortet hatte, wurde Lasker-Wallfisch von Omar Hemida interviewt. Das Interview wurde auch vom SWR aufgenommen und ist mittlerweile online verfügbar. 

Lasker-Wallfisch las aus ihrer Biographie, aus Versatzstücken der journalistischen Arbeit ihrer Schwester und aus eigenen Notizen vor. Eindrücklich, aber ohne Pathos mit einer an Nüchternheit grenzenden Sachlichkeit sprach die 1925 Geborene über erste Beleidigungen in der Schule, zunehmende Repressionen gegen Juden und die Reichspogromnacht, die sich am Tage ihres Vortrags auf den Tag genau jährte.

Auch sprach sie über ihre Zeit als Zwangsarbeiterin, in der ein Fluchtversuch zur Verhaftung und Überstellung nach Auschwitz führte. Dort rettete ihr das Cellospiel, das sie seit Kindesbeinen erlernt hatte, das Leben. Als Mitglied im Orchester von Ausschwitz wurde sie gebraucht. Dennoch musste sie mitansehen, wie tausende Juden und Kriegsgefangene getötet wurden. „Dort ging es nur durch den Schornstein raus“, so die zynische wie treffende Bemerkung.

Nach der Überstellung nach Bergen-Belsen, Krankheit und weiteren Martyrien, wurde das KZ von den Engländern befreit. Aber als „Displaced Person“ hatte Lasker-Wallfisch zunächst keinen Ort, an den die zurückkehren konnte. Sie versuchte es in England und schwor sich, nie wieder nach Deutschland zurückzukehren.

Wir alle können froh sein, dass sie die schier unglaubliche Stärke besaß, zurückzukehren und nunmehr seit vielen Jahren in Schulen über den Holocaust zu sprechen, aufzuklären und zu informieren. Das Wort „Nation“ bedeute ihr nichts mehr. „Was ist ein Jude?“ Wichtig sei, was hinter dem Gesicht ist.

Die Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen und die anwesenden Journalisten erlebten eine Frau, die kein Blatt vor den Mund nahm und mutig über ihre Erfahrungen sprach. Eine Frau, der man gerade in der heutigen Zeit genau zuhören sollte, wenn sie sagt: „Schlagt euch nicht tot; spielt Fußball miteinander, sprecht miteinander. Interessiert euch für die anderen.“

Wir alle tragen nicht die Schuld für das, was passiert ist. Aber wir tragen die Verantwortung dafür, dass so etwas wie der Holocaust nie wieder passieren wird. Menschen Wie Lasker-Wallfisch sind deshalb so wichtig,  das Gedenken und die Erinnerung aufrecht zu halten. Aber bald wird es keine Zeitzeugen mehr geben. Dann wird es an uns allen sein, dem nachfolgenden Generationen zu erzählen, was Menschen Menschen antun können. Und dass man alles dafür tun muss, dies zu verhindern.

B.Blume

Video von der Medien-AG (Besonderer Dank an David Huh für den Schnitt)

Die Identitären – „Neue Rechte“ in Bewegung?

Windeck-Gymnasium
Montag, 15. Mai 19.30 Uhr

Vortrag, Fragen, Diskussion
mit
Lucius Teidelbaum

„Die Identitären – „Neue Rechte“ in Bewegung?“ Das Windeck-Gymnasium als „Schule ohne Rassismus – Schule“ mit Courage lädt in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ein zu einem Vortrag von Lucius Teidelbaum. Als freier Journalist, Publizist und Rechercheur befasst sich Teidelbaum seit Jahren mit der extremen Rechten und den anliegenden Grauzonen und informiert am Montag, 15. Mai 19.30 Uhr gern alle Interessierten. Danach soll ausreichend Gelegenheit sein für Fragen und eingehende Diskussionen. Glatze, Springerstiefel, Bomberjacke und irgendwie doch ein Auslaufmodell – so sieht das landläufige Bild des Neonazis aus. Doch es geht auch ganz anders. Die „Identitären“ sind jung und wirken in ihrer hippen Fassade zunächst wie ein Gegenentwurf, bleiben aber „völkisch“. Die neue Bewegung hat sich, häufig unbemerkt von einer breiten Öffentlichkeit, jenseits der Hakenkreuzritter als eine „Neue Rechte“ herausgebildet. Es ist keine Partei, eher eine Strömung und ein Organisationsgeflecht im vorpolitischen Raum. Die „Identitären“, seit 2012 ein Import aus Frankreich, treten unter Parolen wie „Tanz die Reconquista!“ oder „Multikulti wegbassen!“ an, um „das Abendland zu verteidigen“. Sie geben sich dabei als NPD-fern, anti-extremistisch und ihre Begleitmusik kommt von „Frei.Wild“. Diese neue Form der extremen Rechten soll kritisch betrachtet werden: Wie gefährlich sind die „Identitären“ in Deutschland derzeit?

Nicht eingeladen sind Menschen, die die Veranstaltung stören wollen. Vom Hausrecht wird Gebrauch gemacht.

Ein Zeichen gegen Rassismus

„Es ist an der Zeit Haltung zu zeigen und für Solidarität und ein demokratisches Miteinander einzustehen.“ Die Schülersprecher des Windeck-Gymnasiums setzten zusammen mit der ganzen Schule ein eindrucksvolles Zeichen gegen Rassismus. Aus dem Courage-Team kam die Idee einer Luftballonaktion und die SMV Vertreter setzten sie um. Für einen Euro bekam jedes Mitglied der Schulgemeinschaft einen Ballon mit einer anhängenden Karte, die die Botschaft aus Bühl in alle Winde tragen sollte. Am offiziellen UN-Gedenktag gegen den Rassismus riefen die Schülersprecher dazu auf, aktiv gegen Intoleranz, Ausgrenzung, Vorurteile und Gewalt vorzugehen. Am 21. März 1960 protestierten Tausende im südafrikanischen Sharpeville gegen das Apartheidregime der Weißen. Die Polizisten fühlten sich bedroht und eröffneten wieder und wieder das Feuer in die Menge. Mindestens 69 der fliehenden Menschen sterben, unter ihnen Frauen und Kinder. Am Tag danach rechtfertigte ein Polizist dieses Massaker mit den Worten, die Leute hätten „es eben auf die harte Tour lernen müssen“. „So etwas darf nie wieder geschehen!“ machten die Vertreter der Windecker SMV deutlich. Daher hatten sie sich mit acht weiteren Gymnasien der Region verabredet, an diesem Tag zeitgleiche Kundgebungen an den jeweiligen Schulen zu machen. Brandaktuelles Thema dabei war die Situation der Geflüchteten, die auch am Windeck in einer Sprachlernklasse vertreten sind und natürlich mit auf dem Schulhof standen. „Diese Menschen haben schreckliche Dinge erlebt, mussten von zu Hause flüchten, ihre Familien und Freunde zurücklassen und ohne Perspektive in ein völlig fremdes Land gehen. Ohne Geld, ohne Sprachkenntnisse, ohne Zuflucht! Wie würden wir uns fühlen? Was würden wir von dem Land erwarten, in das wir geflüchtet sind?“ Eine Antwort ist sicher: „Wir würden auf Solidarität hoffen.“ Und die war an diesem Vormittag zu spüren als allein in Bühl um die 600 Ballons in den Himmel stiegen. Die ersten Rückmeldungen über Funde trafen dann auch bald ein: Aus dem Schwarzwald, aus Karlsruhe, aus Öhringen im Landkreis Hohenlohe und sogar aus Herzogenaurach. „Gute Idee!“ schrieb ein Finder. „Weiter so, die Botschaft eurer Schule ist angekommen!“

Resolution des „Courageteams“ des Windeck-Gymnasiums zum heutigen 10.November.

Am Morgen des 10. November 1938 brannte die Bühler Synagoge auf dem Johannisplatz nieder. Bühl schaute zu. Das Team von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ des Windeck-Gymnasiums nimmt den diesjährigen Jahrestag der Reichspogromnacht zum Anlass um Stellung zu beziehen:

Wir erteilen jeglicher Diskriminierung sowie jeder Form von Rassismus eine klare Absage.  Wir wenden uns dabei gleichermaßen gegen Diskriminierung aufgrund der Religion, der ethnischen oder sozialen Herkunft, des Geschlechts, körperlicher Merkmale, der politischen Weltanschauung und der sexuellen Orientierung. Wenn in unserem Umfeld – ob in der Schule, online oder im privaten Bereich – Gewalt geschieht oder diskriminierende oder rassistische Äußerungen fallen, werden wir nicht schweigend daneben stehen, sondern uns aktiv für ein respektvolles Miteinander einsetzen.
Seit vielen Jahren finden am Windeck-Gymnasium als einer Schule des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Projekte und Veranstaltungen statt, deren Ziel die Stärkung von demokratischen Werten und Toleranz ist: Diese Tradition wollen wir aufgreifen und fortführen.

Mobbing, Gewalt und Ausgrenzung haben bei uns keinen Platz – denn wir haben Courage!