Adventskonzert des Windeck-Gymnasiums bietet am Mittwoch, 11.12.19, um 19 Uhr

„Diesmal soll die Adventszeit besinnlicher und nicht vom Vorbereitungsstress überlagert werden!“
Das ist ein guter Vorsatz, der alle Jahre wieder aufgegeben wird – oder diesmal tatsächlich nicht?
Das Adventskonzert des Windeck-Gymnasiums bietet am Mittwoch, 11.12.19, um 19 Uhr in der evangelischen Johanneskirche in Bühl die perfekte Gelegenheit, dem Trubel für eine besinnliche und unterhaltsame Stunde zu entfliehen. Die Solistinnen und Solisten sowie die Musik AGs freuen sich auf Ihr und euer Kommen.

Windeck-Schüler unterwegs als Gesandte der Stadt Bühl

Fanny Rosenthal. Louis Weil. Alfred Weil – alles vergessene Mitbürger Bühls, die am 25. Oktober 1940 mit nur 20 Kilogramm Gepäck zum Bühler Bahnhof verschleppt, in einen „Sonderzug“ verladen und auf eine 950 Kilometer lange Reise in den Südwesten Frankreichs geschickt worden sind. Ihre Endstation? Ein kleines Dorf in der Nähe der Pyrenäen: Gurs. 

Seit dem Ende des Spanischen Bürgerkrieges im April 1939 flohen tausende republikanische spanische Soldaten über die Pyrenäen und suchten ein neues Zuhause in Frankreich. Die damalige französische Regierung ließ daraufhin die „Inhaftierungslager“ errichten, eines davon in Gurs. Die circa 28 Hektar große Lagerfläche besaß 13 sogenannte Îlôts (dt. Inseln), die jeweils voneinander mit Stacheldraht und Graben getrennt wurden. Jedes Îlôt besaß zwischen 25 und 35 Baracken, die nach dem Prinzip der französischen Baracken des Ersten Weltkrieges errichtet worden sind. Sie waren lediglich lange, hölzerne Hütten ohne Isolierung oder Fenster, die eigentlich nur zum kurzen Aufenthalt gedacht worden waren. Der Boden in Gurs ist sehr tonig, und durch die vielen Menschen in diesen Lagern sowie den starken Regen wurden die Gehwege zu Sümpfen. Es gab kein fließendes Wasser und wenig Nahrung, da alles per Lkw ins Lager gebracht werden musste.

Das Lager Gurs war am Ende 1940 weitgehend entleert, bis am 25. Oktober 1940 die Gauleiter Badens sowie der Saarpfalz, Robert Wagner und Josef Bürckel, ohne vorherige Warnung der Regierung in Vichy  6.538 jüdische Bürger dorthin schickten. Per Zug und Lastwagen gelangten sie nach Gurs, wo viele an den schlechten Lebensbedingungen starben. 1276 Gedenksteine stehen in Gurs, darunter sechs für Bühler Bürger. Viele weitere Menschen wurden 1943 per Lastwagen und Zug nach Auschwitz gefahren, wo die meisten umgebracht wurden.

Gurs geriet nach dem Ende des Krieges bis 1957 in Vergessenheit, bis die badische Volkszeitung den Verfall des größten Deportiertenfriedhofs deutscher Juden kritisierte. Der damalige Oberbürgermeister von Karlsruhe, Günther Klotz, reiste mit Vertretern der Stadtverwaltung und des Oberrates der Israeliten von Baden nach Südfrankreich, um die Grabstädte zu besichtigen. Daraufhin organisierten die Städte und Gemeinden Karlsruhe, Mannheim, Freiburg, Heidelberg und Pforzheim die Neugestaltung der Gedenkstätte, die im Jahr 1963 feierlich eröffnet wurde. Außerdem wird ein jährlicher Unterhaltsbeitrag an die Gemeinde Gurs bezahlt, wozu auch Bühl seit 2015 einen Beitrag leistet. Jedes Jahr fliegen Abgeordnete der Städte und Gemeinden aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland für zwei Tage nach Gurs, um die Gedenkstätte zu besichtigen. Jede Stadt nimmt in der Regel auch zwei Jugendliche mit, damit auch die Nachfolgende Generation sich an Gurs erinnert.

Von der Reise nach Gurs handelt dieser Bericht. Als Jugendliche der 12. Klasse des Windeck-Gymnasiums durften wir, Lukas Brot und Samuel Neale, dieses Jahr als Vertreter der Stadt Bühl nach Gurs fliegen und hatten dort die Möglichkeit, diesen Ort selbst zu sehen. Wir konnten mit einem Zeitzeugen, Hans Flor, sprechen und durften die Lagerstätte besichtigen. Es wurde uns allen bewusst, wie sehr die damaligen Juden zu leiden hatten. Die ganze Gesandtschaft einigte sich darauf, dass diese Geschichte nicht vergessen werden darf und dass wir alle unser bestes Geben werden, um als Botschafter diese Geschichte zu verbreiten.

Denn Hans Flors Antwort auf unsere Frage, was er sich denn von uns Jugendliche wünschen würde, fasst es besser zusammen als tausend andere Wörter:

„Was ich mir von euch wünsche? Ich wünsche von euch, dass ihr die Demokratie stärkt, dass ihr immer offen seid und dass ihr keine Vorurteile habt. Jeder Mensch hat das Recht auf ein glückliches und zufriedenes Leben.“

 

Hommage an Anneliese Knopp-Graf

Vor zehn Jahren starb die Bühler Ehrenbürgerin Anneliese Knoop-Graf. Anneliese Knoop-Graf hat sich viele Jahre mit großer Energie dem Thema Widerstand im NS-Regime, dem Vermächtnis der Weißen Rose bzw. ihres Bruders Willi Graf gewidmet, der gemeinsam mit Sophie und Hans Scholl sowie weiteren Verschwörern im Jahr 1943 vom NS-Staat hingerichtet wurde. Zeit ihres Lebens war es ihr ein Anliegen, als Botschafterin des Gedenkens und des Friedens zu wirken und mit jungen Menschen über Diktaturerfahrung und Zivilcourage zu diskutieren.

Am 10. Dezember 2019, dem Gedenktag zur „Allgemeinen Erklärung der
Menschenrechte“, die am 10.12.1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurden,veranstaltet die Gruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in Kooperation mit der Ortsgruppe Amnesty International Bühl am Windeck-Gymnasium eine Gedenkveranstaltung für Anneliese Knoop-Graf. Am Abend des 10.12. wird Kreisarchivar Martin Walter, Rastatt, um 19 Uhr in der Mensa des Windeck-Gymnasiums der 2009 verstorbenen Bühler Ehrenbürgerin Anneliese Knoop-Graf im Rahmen eines Vortrags gedenken. Alle Schülerinnen und Schüler sowie die interessierte Öffentlichkeit sind zu diesem Vortrag herzlich eingeladen.

Vortrag zur MasterMINT-Expedition

 

Am vergangenen Montag nahm Simon Müßig (10a) die Zuhörer mit auf die Reise zu den Azoren und berichtete sehr kurzweilig über die Expedition „Auf dem Weg zu den Walen“, welche von der Kooperationsschule Young Business School in Heidelberg organisiert wurde. In der 9. Klasse hatte Simon sich für eine der verschiedenen MasterMINT-Expeditionen beworben und bekam die Chance, mit ca. 10 anderen Jugendlichen auf die Forschungsreise zu gehen. Simon gab einen Überblick auf die Vorbereitung der Exkursion und schließlich die Expedition selbst mit ihren Abenteuern auf der Insel im Atlantik. Land und Leute kamen nicht zu kurz, aber insbesondere die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt mit harmlosen und mitunter giftigen Tieren machten die Fahrt zu einem Erlebnis. Das Sichten und Erforschen der Meeressäugern über und unter Wasser bildeten den Schwerpunkt: das Aufzeichnen der Kommunikation der Wale und Delfine, einen Pottwal beim Kampf mit einem Riesenkalmar mit einem Unterwassermikrofon belauschen, das Fotografieren unter Wasser vom Boot aus und bei den vielen Tauchgängen. So ganz nebenbei hatte man nach der Exkursion einen Tauchschein in der Tasche. Es waren zwei dichtgedrängte, intensive Wochen, reich an Erfahrungen und Erlebnissen für Simon, der selbst durch den Vortrag mit sehr schönen Bildern und Videos die Fahrt so lebendig darstellte, dass man sich fast schon selbst wie live dabei fühlen konnte. Am Tag der offenen Tür, 08.02.2020, wird Simon den Vortrag nochmals halten. Es lohnt sich!

Heureka-Wettbewerb 2019

Informatik-Wettbewerb Biber

Wie sortiert man einen Teller in eine Spülmaschine so ein, dass er mit den vorhandenen Teller der Größe nach geordnet ist und dabei möglichst wenige Teller umgestellt werden müssen? In welcher Reihenfolge müssen zwei Biberarten in ihr Kanalsystem eintauchen, um in einer vorgegebenen Reihenfolge im Bau anzukommen? Wie muss ein Roboter programmiert werden, damit er einen vorgegebenen Kurs durchläuft?

Solchen Fragen stellten sich in der Woche vom 04. bis zum 15. November 2019 die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7c und 7e und des Informatik-Kurses von Herrn Dutzi beim diesjährigen Informatik – Biber – Wettbewerb.

Vorwiegend in Zweierteams ging es für die insgesamt 53 Schülerinnen und Schüler innerhalb von 40 Minuten an die 15 spannenden, kniffligen und interessanten Aufgaben. Dabei erlebten sie, wie aufregend und vielseitig  Informatik ist.

Die regen Diskussionen über die Aufgaben während des Wettbewerbs in den Teams und danach in den Klasse zeigten, dass die Schülerinnen und Schüler viel Freude, Spaß und Interesse an den Aufgaben hatten.

Die Bekanntgabe der Ergebnisse sowie die Übergabe der Preise für die Jahrgangs- und Schulbesten findet im Januar 2020 statt. Wer bis dahin nicht warten möchte, kann sich schon mal auf der Wettbewerbsseite mit seinen Nutzerdaten einloggen und überprüfen, ob seine Antworten richtig sind.

 

Markus Dutzi

Marktplatz der Berufe: Nachlese und Dank

„Ich weiß jetzt, dass ich Richterin werden möchte“, dies ist das Urteil einer Schülerin des Windeck-Gymnasiums nach dem diesjährigen Marktplatz der Berufe, der am vergangenen Freitag, den 15.11. bei uns an der Schule in dieser Form zum zweiten Mal durchgeführt wurde. Auch die Referentinnen und Referenten äußerten sich positiv und waren zum Teil erstaunt, wie groß das Interesse an einzelnen Berufen war – ob in den Bereichen Medizin, Maschinenbau und Konstruktion, Recht oder auch Kultur, ganz zu schweigen von Architektur, Journalismus oder der Polizei als Arbeitgeber.

Ob wir alle neuen Wünsche für das kommende Jahr werden realisieren können, ist ungewiss. Auf jeden Fall werden wir wieder daran arbeiten, all jenen Schülerinnen und Schüler, die sich auf diesen Tag vorbereitet hatten, eine bunte Palette an beruflichen Perspektiven anzubieten, so dass sie am Ende des Vormittags mit einer klaren Vorstellungen nach Hause gehen können, was auf sie in den einzelnen „Traumberufen“ zukommen wird.

An dieser Stelle sei nochmals ganz herzlich allen Referentinnen und Referenten und deren Bereitschaft gedankt, Ihren Beruf/Ihr berufliches Tätigkeitsfeld vorzustellen!

Frau Ackermann – Wirtschaftsingenieurin, Bosch Bühl
Herr Dürk – Öffentliche Verwaltung Bühl, Stadt Bühl
Herr Dr. med. Eisemann – Humanmedizin
Frau Feuerer – Journalismus, Stadt Gaggenau
Frau Dr. med. Hüttemann – Zahnärztin
Frau Janson – Hebamme
Frau Dr. Knebel – Arbeits- und Organisationspsychologie, Bosch Bühl
Herr Kömpf – Staatstheater Karlsruhe
Herr Kroeg – Technischer Einkauf, Bosch Bühl
Herr Leppert – Schulsozialarbeit, Stadt Bühl
Herr Lietzenmaier – Konstukteur, Schaeffler Bühl
Herr Mielke – Rechtsanwalt, MHG Bühl
Herr Peter mit Team – Polizei
Herr Reinschmidt mit Team – Sportschule Steinbach
Herr Rettig – Geschäftsführung Tourismus Bühl-Bühlertal- Ottersweier
Herr Spaetgens – Kaufmännische Geschäftsführung, Max Grundig Klinik Bühlerhöhe
Herr Stolz – Versuchsingenieur, Schaeffler Bühl
Herr D. Striebel – Bundesagentur für Arbeit Karlsruhe/Rastatt
Herr O. Striebel – Wirtschaftsprüfung, Ebner Stolz
Frau Urschinger – Redakteurin, SWR3
Herr Velten – Architektur, PLANUM architekten GBR
Frau Vogel – Finanzwesen, Sparkasse Bühl
Herr Vogt – Bauingenieurwesen, Bauunternehmung Eisenbiegler
Frau Winschermann – Logopädin

Vortrag zum schulvermeidenden Verhalten von Kindern und Jugendlichen

Frau Dr. med. M. Klein informierte ein interessiertes Publikum, bestehend aus Eltern, Schulsozialarbeiter*innen, Schulpsychologen sowie Kolleg*innen, am 5. November 2019 über die vielfältigen Ursachen und Hintergründe [Schulabsentismus], die schulvermeidendes Verhalten nach sich ziehen können.

Deutlich wurde, sollte es zu Schwierigkeiten im Schulalltag von Kindern und Jugendlichen kommen, dass es unabdingbar sei, auf ein klares Netzwerk aus schulpsychologischer Beratungsstelle, dem Jugendamt, dem Jugendsachbearbeiter der Polizei und den Fachstellen am Regierungspräsidium zuzugreifen, um adäquat reagieren zu können. Neben den externen Ansprechpartnern, so Klein, sei ein funktionierendes Netzwerk an der Schule wichtig, um ggf. sofort reagieren zu können, um Eltern oder auch Kolleg*innen entlasten zu können.

 

Hilfreiche Materialien und Adressen

Life.Matters – Leitfaden zur Prävention von Selbstverletzungen und Suizid in der Schule; B. Michaelsen-Gärtner, P. Paulus, A. Birnbaum (2008)

Beim Verdacht auf Kindswohlgefährdung gibt diese Seite Informationen:

http://schulamt-heilbronn.de/,Lde/790281

Unter folgender Adresse findet man verschiedene Materialien / Hinweise für Lehrkräfte in BW zum Bereich der Kooperation: https://km-bw.de/Arbeitsstellen+Kooperation

Die Handreichung Modul E: Chronische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen mit Auswirkungen auf den Schulalltag kann auf folgender Seite heruntergeladen werden: 

Informationen zum Thema Schulverweigerung mit Verweisen zu weitern Materialien und Broschüren:

http://kompetenzzentrum-schulpsychologie-bw.de/,Lde/Startseite/Informationen/Schulabsentismus

 

 

 

Merkurtransit – öffentliche Beobachtung am Windeck-Gymnasium