!Buen provecho!

Evita – Don´t cry for me Argentina – eine Reise in die argentinische Vergangenheit

 

Nachdem die Klasse 10c/d sich im Spanischunterricht ausführlich mit dem Land Argentinien beschäftigt hatte, folgte Anfang 2019 der Höhepunkt: ein Besuch des Musicals Evita von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice.

Im Festspielhaus Baden-Baden, das die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau Kühn und Frau Haderspeck im Rahmen des Schulprojektes „Kolumbus“ besuchten, wurde ein Stück argentinische Geschichte wieder zum Leben erweckt. So konnten die Schülerinnen und Schüler den Aufstieg und den Niedergang der Präsidentengattin Eva Perón mit allen widersprüchlichen Facetten verfolgen. Dabei begeisterte sie neben der dramatischen und teilweise auch düsteren Musik vor allem das Bühnenbild und die Darstellung Argentiniens der 30er und 40er Jahre. Auch die temporeichen Tanzeinlagen mit lateinamerikanischem Flair hatten es den Schülern sehr angetan. Als temporeich erwiesen sich auch die detailgenauen Abläufe der argentinischen Geschichte. Man musste von der ersten Minute an hellwach sein, um dem in Englisch präsentierten Musical folgen zu können. Interessant: die Gestalt des Che Guevara, der das Leben dieser beeindruckenden Frau kritisch kommentiert und durch das ganze Musical führt. Der eigentliche Star des Abends ist indes Evita und ihre Hymne Don´t cry for me Argentina. Ein Song, der auch am nächsten Tag noch nachklang.

 

!Feliz Navidad!

Dieser titelgebende fromme Wunsch prägte im Dezember das vorweihnachtliche Treffen der Spanisch-AG.

Begleitet von stimmungsvoller Musik wagten es die Schülerinnen, nach einem auf Spanisch formulierten Rezept argentinische Alfajores zu backen (Alfajores: Plätzchen, die über die maurische Kultur in die spanische Küche eingingen und schließlich bis nach Lateinamerika gelangten) und erfuhren spielerisch beim Weihnachts-Memory, wie man eine Zambomba zum Erklingen bringt, was unter dem Begriff „El Gordo“ zu verstehen ist (Höchstpreis bei der landesweiten Weihnachtslotterie), warum Geschenke in Spanien erst am Dreikönigstag verteilt werden und dass der Verzehr von 12 Trauben zum silvesterlichen Mitternachtsschlag Glück für das neue Jahr bringen soll.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Den Abschluss und zugleich Höhepunkt der Adventsrunde bildeten das Wichteln, durchgeführt im Stil der El-Gordo-Preisverkündung, und das gemeinsame Singen des bekannten Villancico (Weihnachtslied) „Los Peces en el Río“, das der engelsgleiche Schülerinnenchor unter der Begleitung von Frau Hofele und Frau Müller am Klavier, sowie von Sophie an der Querflöte anstimmten.

Fröhlich beschwingt verabschiedeten sich alle mit guten Wünschen für das neue Jahr, in dem es auch wieder gemäß des AG-Mottos lauten wird: !Viva la Vida!

Buenos recuerdos – Nachtreffen der Spanienreisenden

Am 25.10.2018 trafen sich die Teilnehmer des Spanienaustausches mit ihren Eltern und Begleitlehrerinnen Frau Blessing und Frau Müller, um gemeinsam bei leckeren, selbstgemachten Tapas in Erinnerungen an die Woche in Vilafranca zu schwelgen.

Die Schüler berichteten von ihren Erfahrung hinsichtlich des spanisches Familienlebens, der Wohnsituation oder der Essenskultur, und auch die Sprachpolitik im Gastland wurde thematisiert. Zudem präsentierten die Teilnehmer Fotos der Reise, anhand derer sie das Programm des Austausches vorstellten.

Dabei musste natürlich der Besuch in Sitges, einer kleinen Küstenstadt, erwähnt werden, bei dem die Schüler Gelegenheit hatten, bei sommerlichen Temperaturen im Meer zu baden. Auch die Stadttour durch Barcelona gehörte für die meisten Schüler zu einem der Highlights, da das ehemalige, im Jugendstil erbaute Krankenhaus Sant Pau besucht und die Fassade der berühmten Sagrada Familiabesichtigt werden konnten, und alle im Anschluss genügend Freizeit hatten, den beeindruckenden Markt La Bocería zu erkunden oder sich von den vielen Geschäften, den hübschen Gässchen und der tollen Stimmung der Stadt überwältigen zu lassen.

Doch damit nicht genug: Die Proben für die Menschentürme, die dieses Jahr besonders wichtig waren, da es einen Titel zu verteidigen galt, machten deutlich, weshalb dieser Sport zum Weltkulturerbe gehört: sportliches Können und ausgesprochen großer Teamgeist sind Grundvoraussetzung für das Gelingen des Turmbaus und konnten von den deutschen Schülern beobachtet werden.

Nach anschließender Verköstigung und Unterhaltungsrunde fand der diesjährige Intercambio einen angenehmen Ausklang – doch NACH dem Austausch ist VOR dem Austausch: Die Anmeldungsphase für die kommende Besuchsrunde ist bereits abgeschlossen:-)

Neu am Windeck-Gymnasium: Die Spanisch-AG!

Mit welchem Thema eröffnet man die neue Spanisch AG „Viva la Vida“? – Genau: mit dem „Día de Muertos“! Was zunächst makaber anmutet, ist es bei näherer Betrachtung gar nicht mehr: In der neuen AG, die sowohl die spanische als auch lateinamerikanische Kultur und Sprache lebendig werden lassen möchte, konnten die Schülerinnen Wissenswertes über den „Tag der Toten“ erfahren, der 2003 von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit ernannt wurde, und im Jahreskalender als Feiertag nun unmittelbar bevor stand (1.+2.November).   

Mit Videoclips, Informationstext und bunten Bildern haben die Schülerinnen ihre Kenntnisse zu diesem besonderen Tag erweitern und Vergleiche zu Halloween und Allerheiligen bzw. Allerseelen anstellen können. Es wurde deutlich, dass der Día de Muertos keineswegs mit todtrauriger Miene gefeiert wird, sondern fröhlich bunt, mit Tanz und Musik – denn nach altmexikanischem Glauben kehren die Toten an diesem Tag zu den Lebenden zurück, und gemeinsam wird ihrer gedacht. Der Tod wird nicht als Ende, sondern als Anfang neuen Lebens bzw. als eine Übergangsphase zu einer anderen Daseinsform gesehen.                                                                                                                                             So ist es also durchaus verständlich, dass in der Viva la Vida-AG unter der Leitung von Frau Hofele und Frau Müller auch solch ein Thema auf dem Programm steht.

Im Anschluss an die kurzweilige Informationsrunde wurden einige der typischen Traditionen direkt ins Klassenzimmer geholt: Die Schülerinnen stellten schaurig-süße Zucker-Calaveras her (Calaveras de Azúcar werden in Mexiko zu diesem Feiertag überall verkauft und aufgestellt), und schminkten sich im Catrina-Stil (La Catrina: symbolische Skelettfigur für den Tag der Toten, die gerne zuhause aufgestellt oder auf Paraden zur Schau getragen wird). So verbrachten alle gemeinsam einen interessanten und vergnüglichen Nachmittag – und auch beim nächsten Treffen wird es wieder heißen: Viva la Vida!

Pica-Pica in Vilafranca

Spanienaustausch 2018

Teil 1: Besuch aus Spanien

In der letzten Woche vom 23. April bis zum 29. April hatten 12 deutsche Schüler einen katalanischen Austauschschüler aus Villafranca zu Besuch. Nachdem die Spanier am Flughafen von uns mit schön gestalteten Plakaten empfangen wurden, folgte ein gemeinsamer Willkommensabend in der Schule. Neben leckeren kleinen Snacks und Getränken wurde ein amüsantes Kennenlernspiel gespielt. Dabei blieben die Namen im Zusammenhang mit uns beschreibenden Adjektiven gut in Erinnerung. Der restliche Abend wurde in den Gastfamilien verbracht.

Der nächste Morgen begann mit einer vielseitigen Spanischstunde, in der wir unsere Spanischkenntnisse unter Beweis stellen konnten. Zur Pause ging es in die Bühler Innenstadt, um mit der wissensreichen Stadtführung zu beginnen, so dass Bühl für die Spanier  unvergesslich bleibt. Nachdem eine weitere Führung im Stadtmuseum Bühl folgte, blieb den deutschen Schülerinnen und Schülern mit ihren zugehörigen AustauschpartnerInnen die Mittagspause selbst überlassen. Am Nachmittag ging es für die spanischen Schüler weiter in das Werk der Peter´s guten Backstube, wo sie ihre eigenen Brezeln backen durften, während den deutschen Schülern in dieser Zeit eine Pause gegönnt wurde.

Frisch für den nächsten spannenden Tag kamen alle in die Schule. Nachdem die spanischen Austauschschüler eine typisch deutsche Unterrichtsstunde erleben durften, hatten sie im Anschluss die Möglichkeit, das Schulhaus des Windeck-Gymnasiums zu besichtigen. Danach ging es mit dem Zug ins Rastatter Schloss. Dort folgte eine erlebnisreiche Führung, bei der die Schüler sogar durch passende Kleider in die Rollen Bediensteter und Adliger im 18. Jahrhundert schlüpfen durften. Bei schönem Wetter durften die Schüler eine Entspannungsstunde im Schlossgarten genießen. Darauf folgte eine interessante Führung durch das Mercedes-Benz Werk in Rastatt. Dabei durften die Schülerinnen und Schüler durch Fabrikgelände und Werke gehen und die faszinierenden Maschinen beobachten.

Für den Donnerstag war ein längerer Ausflug nach Freiburg geplant. Bevor es losging, wurden die spanischen Austauschpartner von Bürgermeister Wolfgang Jokerst herzlich empfangen. Neben Getränken gab es auch Willkommensgeschenke für die Katalanen. Mit dem Zug ging es dann Richtung Freiburg, jedoch gab es einen dramatischen Zwischenfall auf der Zugstrecke: Wegen Personenschaden hielt der Zug und wurde vom Schienenersatzverkehr ersetzt. Auf diesen musste jedoch lange gewartet werden. Die Stadtführung durch Freiburg konnte glücklicherweise trotz Verspätung stattfinden. Durch gutes Schauspiel der Gruppenführerin konnten die Informationen interessant und kurzweilig dargestellt werden. Die restlichen Stunden in Freiburg durften die Schüler eigenständig gestalten. Erst gegen Abend wurde die diesmal zum Glück einwandfrei verlaufende Zugfahrt angetreten.

Der nächste Morgen begann wieder mit einer interessanten Spanischstunde, in der die deutschen Schüler bekannte deutsche Sänger vorstellten. Danach ging es mit dem Bus weiter in den wunderschönen grünen Schwarzwald. Dort wurde extra für die Gruppe der Bobbahnbetrieb am Mehliskopf geöffnet, bei dem besonders die spanischen Schüler sehr viel Spaß hatten. Auch bei der Wanderung zurück Richtung Bühl ging es lustig zu. Gegen Abend traf sich die gesamte Gruppe ein letztes Mal, um zusammen in der alten Funzel traditionelles Kegeln zu erleben.

Den weiteren Abend sowie den gesamten Samstag verbrachten die Schüler mit ihren Austauschpartnern. Dabei ging es für die verschiedenen Schüler nach Karlsruhe zum Shoppen, Lasertec spielen oder sogar zu einer Familienfeier.

Am Sonntag fand der traurige und bedrückende Abschied statt. Wir freuen uns schon jetzt sehr auf den Gegenbesuch in Spanien.

Helena Bertele und Hannah Rohfleisch (9c)

Spanische Woche!

Seit gestern Abend haben wir Besuch aus Spanien, genauer gesagt aus Vilafranca – Bühls Partnerstadt! Zwölf spanische Schüler mit ihren Lehrern Almudena und Vicent verbringen nun im Rahmen des Spanienaustausches sechs Tage bei ihren deutschen Gastfamilien, um Bühl und Umgebung zu erkunden und natürlich die deutsche Kultur und Lebensphilosophie näher kennenzulernen.
Sie erwartet ein buntes Programm, angefangen von Brezelbacken bei Peter’s über den Besuch der hübschen Universitätsstadt Freiburg bis hin zur Wanderung entlang der Gertelsbacher Wasserfälle.
Allen Teilnehmern wünschen wir eine schöne, interessante Woche!

Este/Esta Soy Yo Video-Austausch Klasse 8 Spanisch

 

Zum ersten Mal gab es dieses Jahr einen Video-Austausch zwischen den Klassen des Windeck-Gymnasiums und der Partnerschule Institut Milà i Fontanals in Katalonien.

Als Vorstufe zum Austauschprogramm in Klasse 9/10 – bei dem sich die Schüler gegenseitig in Bühl bzw. Vilafranca besuchen –  konnten die Jugendlichen beweisen, wie viel sie in den vergangenen 4,5 Monaten bereits gelernt haben. Und die Ergebnisse konnten sich sehen und hören lassen: Die Schüler erstellten ein kurzes Video, in dem sie gekonnt in der erlernten Fremdsprache sich selbst, ihre Familie, ihr Zimmer und ihre Hobbies präsentierten, um anschließend die Aufnahme an einen Austauschschüler der Partnerschule zu senden.

Mit Spannung wurde daraufhin natürlich auch erwartet, was wohl der Partnerschüler über sich erzählen würde.

In der Auseinandersetzung mit den Videos erhielten beide Schülergruppen einen ersten interessanten Einblick in die Lebenswirklichkeit der jeweils anderen Kultur. Und wer weiß: Möglicherweise begegnen sich einige der Schüler nächstes Jahr sogar ganz real – beim Schüleraustausch in Klasse 9/10!

Verena Müller

 

Bericht Spanienaustausch 2017

Am Mittwoch, den 18.10.17, trafen wir (die Mitglieder der Spanisch-AG) uns um 12:30 voller Vorfreude am Flughafen Karlsruhe Baden Baden. Da bis zum Abflug um 14:00 Uhr noch Zeit war, konnten wir uns noch über unsere Vorstellungen, Erwartungen sowie auch Ängste austauschen. Langsam aber sicher hieß es dann Abschied von Freunden und Familien zu nehmen, denn es ging zum Einchecken. Nur noch ein paar Minuten, dann konnten wir in den Flieger einsteigen und uns auf die spanische Sonne freuen.

Doch der Flug sollte noch der leichteste Teil der Reise sein. Am Flughafen in Girona angekommen, schloss sich eine 1-stündige Busfahrt über die Autobahn nach Barcelona an. Von dort fuhren wir noch eine gute Stunde mit dem Zug – nicht etwa durch die spanische Sonne, sondern durch ein heftiges Unwetter. Am Bahnhof von Vilafranca angekommen, wurden wir von unseren Austauschschülern bzw. Gastfamilien herzlich empfangen. Erschöpft von der langen Reise, welche insgesamt 6 Stunden dauerte, wollten wir nur noch ein warmes Bett. Nun trennten sich unsere Wege und die Gastfamilien nahmen uns im strömenden Regen mit nach Hause. Viel Zeit zum Kennenlernen blieb an diesem Abend nicht mehr, nach dem Abendessen hieß es sich erholen, eine anstrengende, aber wunderschöne Woche stand uns bevor.

Der Donnerstag war der erste Tag mit einem vollen Programm. Um 7:00 Uhr klingelte der Wecker – Schule stand auf dem Programm. Das erste Frühstück mit den Gastfamilien verlief sehr ruhig, da alle – inklusive Hund – noch schlaftrunken waren. Es gab Schokocroissants und Muffins mit einem heißen Kakao. Frisch gestärkt machten wir uns nun auf den Weg zur Schule, welche große Unterschiede zu deutschen Schulen aufwies. In der Schule angekommen, trafen wir auch die anderen Schüler wieder, schon nach einem Tag gab es eine Menge zu erzählen. Der Unterricht war nicht besonders spektakulär, wir saßen alle zusammen bei einer spanischen Klasse im Unterricht. Die Zeit verging wie im Flug und nach der ersten Pause trafen wir uns in der Aula zu einer Führung durch Vilafranca. Trotz des immer noch schlechten Wetters genossen wir die Führung sehr. Wir besichtigten zum Beispiel die Bibliothek sowie das Rathaus von Vilafranca. Die Häuser waren im Gegensatz zu deutschen Häusern hoch, eng aneinander gebaut und etwas heruntergekommen. Nach dieser interessanten Führung hatten wir für den Nachmittag Freizeit mit den Gastfamilien. Von einem ausgiebigen, reichhaltigen Mittagessen gestärkt, konnte jeder seinen Nachmittag in vollen Zügen genießen.

Am Freitag, den zweiten Tag unseres Spanischaustausches, stand für viele ein Highlight auf dem Programm – Sitges. Diese wunderschöne Stadt ist nicht nur bei Touristen sehr beliebt, auch wir konnten sie an diesem Tag hautnah erleben. Nach dem Frühstück trafen wir uns an der Schule, von der wir zur Bushaltestelle liefen. Kurze Zeit später fuhren wir nach Sitges. Dort angekommen gab es zuerst eine kleine Führung, in der uns die wichtigsten Gebäude der Stadt gezeigt und etwas über sie erzählt wurde. Anschließend hatten wir einen ganzen Nachmittag Freizeit. Als erstes schlenderten wir ein bisschen durch die Gassen, um uns anschließend in einem Restaurant niederzulassen und Tapas zu essen. Und was fehlt noch? – Richtig, eine Runde schwimmen im Meer. Nach diesem langen Tag waren wir alle müde und freuten uns auf unsere Betten. Und so gingen wir auch nach einem recht kalorienreichen Abendessen ins Bett, um uns für die nächsten Tage zu erholen.

Am Wochenende hatten wir Freizeit in den Gastfamilien. Weil das Wetter sehr schön und sonnig war, waren viele am Strand; man konnte sogar im Meer schwimmen. Einige haben aber auch die Zeit genutzt, um sich die schöne und vielfältige Stadt Barcelona anzuschauen, andere haben einfach etwas mit ihren Austauschschülern in  Vilafranca unternommen. In den Familien konnten wir auch spanische/katalanische Traditionen kennenlernen und zuhause oder in einem Restaurant für diese Region typisches, mit Öl verfeinertes  Essen zu probieren, das überraschend sehr gut schmeckte. So vergingen die zwei Tage wie im Flug und der Austausch neigte sich leider schon ein bisschen dem Ende zu.

Am Montag ging es dann wieder in die Schule und wir haben uns über unser Wochenende ausgetauscht. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Schule marschierten wir zum Bahnhof und fuhren mit dem Zug zu der Schokoladenfabrik „Xocolatería Simón Coll“. Dort angekommen, roch man schon von außen den Duft von Schokolade. In der Fabrik hörten wir uns eine sehr interessante Präsentation über die Firma und die Herstellung von Schokolade an. Die Präsentation war vor allem so interessant, weil es um Schokolade ging und man sehr viel probieren und auch anfassen durfte. Nach der Präsentation hatten wir noch die Möglichkeit, in den Schokoladenladen, der zu der Fabrik gehörte, zu gehen. Viele von uns nutzten diese Gelegenheit, um Schokolade für Freunde und Familien zu kaufen. Nachdem alle mit Schokolade versorgt waren, gingen wir einige Meter weiter zu einem Cava-Museum. Dort erfuhren wir sehr viel über die Geschichte des katalanischen Sekts und wie dieser hergestellt wird. Danach ging es dann wieder zum Bahnhof und von dort aus zurück nach Vilafranca zu den Gastfamilien.

Am Dienstag, dem vorletzten Tag, stand uns eine lange Zugfahrt bevor, weil wir einen Ausflug nach Tarragona unternahmen. Diese Stadt, die früher von den Römern besetzt war, erwartete uns mit ihren Ruinen und alten Gemäuern, die an die damaligen Zeiten erinnerten. Dort angekommen, wurden wir von einer netten Reiseführerin durch einen Teil der Stadt geführt, während sie uns etwas über die noch erhaltenen Ruinen erzählte. Dadurch, dass wir direkt vor den Ruinen standen, konnte man sich viel besser vorstellen, wie es dort früher einmal ausgesehen haben könnte. Die Führung endete in einem Amphitheater, welches direkt neben dem Meer war, sodass wir nach der Führung die Gelegenheit nutzten, ans Meer zu gehen und sich einige sogar die Badehose anzogen und sich ins Wasser stürzten. Nach dem Aufenthalt am Meer mussten wir dann leider schon wieder an den Bahnhof zurück und uns von Tarragona verabschieden. In Vilafranca angekommen, war der Tag jedoch noch nicht zu Ende, weil wir auf dem Rückweg von Tarragona beschlossen hatten, dass wir uns noch alle in einem Restaurant treffen und gemeinsam etwas trinken und evtl. noch eine Kleinigkeit essen wollen. So gingen wir abends noch gemeinsam mit den Austauschschülern in ein Restaurant und ließen den Abend entspannt ausklingen. Als dann alle wieder bei ihren Gastfamilien waren, mussten Koffer gepackt werden, weil der Tag der Abreise bevorstand.

Nun war der letzte Tag angebrochen und es war an der Zeit, sich von den Gastfamilien zu verabschieden und nochmal für alles DANKE zu sagen. Alle waren sehr traurig, da uns die Familien sehr ans Herz gewachsen waren und sie sich gut, um uns gekümmert hatten. Wir nahmen all unsere Sachen, die wieder mit nach Deutschland mussten, und verließen ein letztes Mal die Wohnung unserer Gastfamilien. In Begleitung der Austauschschüler gingen wir in die Schule und durften nochmal an einer Unterrichtsstunde teilnehmen. Die Schüler hatten gerade Englisch und wir hatten die Ehre, ihnen noch einige Fragen über Deutschland zu beantworten. Darauf konnten wir noch eine Pause miterleben und auch einige Freunde unserer Austauschschüler kennenlernen. Es war nicht zu übersehen, dass einige Schüler traurig waren, da der Abschied näher rückte. So nahmen wir am Ende der Pause unsere Koffer und gingen gemeinsam mit unseren spanischen Austauschpartnern zum Bahnhof, wo der Abschied stattfinden sollte. Ca. 10 min. bevor unser Zug kam, mussten die Schüler leider schon wieder zum Unterricht. Es wurden noch die letzten gemeinsamen Fotos geschossen. Der endgültige Abschied war so traurig, dass bei den meisten von uns Tränen flossen. Einige Zeit, nachdem die Austauschschüler gegangen waren, kam unser Zug und es war Zeit, auch von Vilafranca Abschied zu nehmen.

Mit dem Zug ging es dann nach Barcelona und von dort dann mit dem Bus nach Girona zum Flughafen. Während der Busfahrt ließen wir uns noch einmal die schönen Momente mit unseren Austauschschülern und deren Familien durch den Kopf gehen, während viele Musik hörten. Am Flughafen ging es dann unter etwas Zeitdruck, aber ohne größere Komplikationen, ins Flugzeug in Richtung Heimat. Am Baden-Airpark angekommen, wurden wir von unseren Familien und auch Freunden herzlich empfangen und hatten viel zu erzählen.

Adrian Stapper, Levin Springer, Marwin Looschen (10b)

Spanischinterview: Marie Gerspach und Lena Dinger