Schulranzen voller Glück

Schultasche, Tornister oder Ränzel – was für die meisten SchülerInnen des Windeck-Gymnasiums wohl eine Selbstverständlichkeit ist, stellt für viele Kinder weltweit einen Hinderungsgrund für einen Schulbesuch dar. Wer sich keinen gefüllten Schulranzen leisten kann, der kann auch nicht zur Schule gehen.

Um Menschen in weniger privilegierten Situationen zu helfen, entschloss sich die Klasse 5c gemeinsam mit ihren Klassenlehrern Frau Busch und Herrn Brabec an der Schulranzen-Aktion der Hilfsorganisation GAiN teilzunehmen. Unterstützung erhielten sie von den SchülerInnen des Französischkurses der Jahrgangsstufe 1.

GAiN ist eine christliche Organisation, die international agiert und überwiegend aus jungen Menschen und Studenten besteht. Seit 2003 ist auch die Schulranzen-Aktion ein Teil des Hilfsprogramms. Jährlich werden etwa zwischen 4000 und 5000 Schultaschen gepackt. Diese werden von freiwilligen Spendern mit Schulmaterialien und anderen Hilfsgütern wie Klamotten oder Hygieneartikeln gefüllt und anschließend an GAiN übergeben. Die vollgepackten Schulranzen erreichen dann mithilfe von Hilfstransporten, die neben den Tornistern auch Güter wie Medikamente oder Nahrung enthalten, ihre Zielorte. Viele der Hilfstransporte erreichen die Ukraine, dieses Jahr waren auch Ungarn und Lettland häufig Ziele für Spenden.

Die ausrangierten Grundschulranzen, insgesamt neun an der Zahl, die von den eifrigen Fünftklässlern gepackt wurden, wurden Anfang Dezember von Frau Seiler, Helferin der Schulranzen-Aktion, abgeholt. Bei dieser Gelegenheit erzählte sie den Kindern nicht nur über GAiN, sie machte auch darauf aufmerksam, dass die Zahl der Hungertoten sich im vergangenen Jahr in Afrika beinahe verdoppelt habe. Solche Nachrichten würden in der aktuellen Pandemiesituation kaum oder gar nicht verbreitet und die Not in diesen Ländern immer größer.

„Bleibt immer wach und hinterfragt das, was gerade passiert. Schaut nicht nur zu“, richtete Frau Seiler abschließend ihren Appell an die SchülerInnen.

Sophie Jeuck