Melrose-Bericht

Einiges in diesen außergewöhnlichen Zeiten ist nicht mehr so, wie es war. Anderes braucht einfach länger. So auch der Bericht der diesjährigen Melrose-Fahrer, die es trotz der widrigen Umstände noch nach Amerika und zurück geschafft und eine schöne Zeit verbracht haben. Den Bericht und einige Bilder gibt es nun hier. 

Am Mittwoch den 19.02 haben wir 17 Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse des Windeck Gymnasiums Bühl und unsere zwei Lehrer Frau Degenhard und Herr Waldvogel unsere Reise nach Amerika gestartet. Nach einem 9 Stunden Flug sind wir erst in Chicago zwischengelandet und dann weiter nach Minneapolis geflogen, der Hauptstadt von Minnesota. Für viele von uns war das der erste Langstreckenflug und alle waren nach der Ankunft ziemlich müde, aber wenigstens nicht hungrig, da das Flugzeugessen entgegen unseren Erwartungen ziemlich gut war. In Minneapolis haben wir eine Nacht in einem Motel verbracht.

Gefrühstückt haben wir am nächsten Tag im Danny’s, einem typisch amerikanischen Diner. Danach haben wir eine Führung durch das Minnesota State Capitol bekommen und waren in der Cabela’s & Albertville Mall. Vorallem das Minnesota State Capitol war eine interessante Erfahrung, da wir dort etwas über Politik gelernt haben. Abends haben wir zum ersten Mal unsere Gastfamilie in der Melrose HS Cafeteria getroffen, welche uns voller Vorfreude erwartet haben. Auf Anhieb haben wir uns gut mit ihnen verstanden und uns bei einem gemeinsamen Essen mit ihnen über unsere bisherige Reise ausgetauscht.

Unser erster Tag in Melrose hat mit einem wunderschönen Besuch im Como Zoo & Conservatory in St. Paul gestartet. Die Tiere waren super süß und die Pflanzen im Conservatory sehr eindrucksvoll. Danach ging es weiter in die Mall of America, wo wir ein bisschen shoppen konnten und abends zum Timberwolves vs. Boston Celtics Basketballspiel. Leider haben die Timberwolves verloren, trotzdem war es eine lohnenswerte Erfahren so ein professionelles Basketballspiel mitzuerleben.

Nach einem aufregenden Wochenende mit unserer Gastfamilie, wo alle verschiedenes wie z.B. Eis Fischen erlebt haben, hatten wir unseren ersten Schultag, der mit einer Führung durch die Schule begann. Anschließend durften wir den regulären Unterricht besuchen. Anders als in Deutschland kann man in Amerika skurrile Fächer wie wood work wählen und man hat jeden Tag die selben Unterrichtsfächer. Eine Herausforderung war es für alle unsere Schließfächer zu finden und zu öffnen, zum Glück waren genug hilfsbereite Leute da. Um 19 Uhr fand ein informatives School Board Meeting statt, bei dem wir dabei sein durften und sogar eine kurze Rede gehalten haben.

Die ganze Woche über sind wir in den Unterricht gegangen, was uns die Gelegenheit gegeben hat, wirklich in den amerikanischen Schulalltag reinzukommen. Mittwoch Nachmittag hat uns der Bürgermeister persönlich willkommen geheißen und uns sogar ein kleines Geschenk gegeben. Am Freitag waren wir vom Unterricht freigestellt und haben zuerst das Runestone Museum in Alexandria besucht und sind anschließend nach dem Mittagessen bei Lodge Snow Tuben gegangen. Für viele war das Snow Tuben eines der Highlights. Es hat total Spaß gemacht, auf großen Reifen den Schneehang allein oder in einer Gruppe herunterzufahren und die Mitarbeiter waren nett und haben uns Tipps gegeben.

In der zweiten Woche haben wir am Montagmorgen das Mille Lacs Indian Museum besucht und eine Tour durch das Mille Lacs Indian Reservation gemacht. Uns wurde erklärt, wie die Indianer früher gelebt haben und wie sie in den verschiedenen Jahreszeiten an verschiedene Orte gereist sind, was sehr interessant war. Mittwochs haben wir im Melrose History Museum eine Führung von einer netten Frau bekommen und mehr über die Stadt erfahren. Später haben wir bei JD’s gegessen, welches ein beliebtes Restaurant für Jugendliche ist. Danach haben wir in drei Gruppen einen Scavenger Hunt durch Melrose gemacht, um die Stadt besser kennenzulernen und mit Einwohneren ins Gespräch zu kommen. Alle waren super nett und hilfsbereit. Donnerstag haben wir In-class presentations über Deutschland in verschiedenen Klassen gehalten und danach noch mit den Schülern geredet und ihre Fragen beantwortet. So haben wir auch weitere kulturelle Besonderheiten gelernt. Am Freitag haben wir den English Basic Standart Test geschrieben und haben eine lokale Dairy Farm besucht. Dort haben wir vom Farmer eine Führung bekommen und er hat uns alles gezeigt und erklärt, wir durften auch die Kühe streicheln und zu den süßen Kälbern. Das Wochenende haben wir wieder mit unserer Gastfamilie verbracht.

Nach der Good-bye-party am Sonntag, bei der wir uns von allen unseren neuen Freunden verabschieden konnten, sind wir am Montag von Minneapolis nach New York geflogen. Trotz der leichten Niedergeschlagenheit, weil wir unsere Gastfamilien verlassen mussten, waren alle aufgeregt auf New York. Nach unserer Ankunft am Abend sind wir durch den Time Square gelaufen, was einfach ein unglaubliches Erlebnis ist. Am Dienstag sind wir voller Freude früh aufgestanden, um soviel wie möglich zu machen. Wir haben die Statue of Liberty, das Immigranten Museum auf der Ellis Island, das one World Trade Center und das 9/11 Memorial besucht. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt so früh aufzustehen, denn es war super aufregend die Freiheitsstatue in echt zu sehen und sogar bis hoch in ihre Krone zu gehen. Das Immigranten Museum war eins der interessantesten Museen, da wir durch die Audiohörbücher sehr lebhaft die damalige Situation nachvollziehen konnten. Aber am unglaublichsten war es, oben im One World Trade Center zu stehen und einen Ausblick auf ganz New York zu haben.  Abends sind wir durch China town gelaufen und haben dort zu Abend gegessen. Da wir am Dienstag ein so volles Programm hatten, sind wir am Mittwoch ins MoMa gegangen und hatten danach Freizeit, um uns in Vierergruppen frei durch New York zu bewegen. So konnten wir in den wunderschönen Central Park gehen und Souvenirs kaufen gehen. Nachmittags haben wir uns getroffen und sind alle zusammen hoch auf das Empire State building gegangen und mit dem berühmten Glasaufzug in den 107. Stock gefahren. Genauso wir auf dem one World trade Center hatte man eine Atemberaubende Aussicht, nur das wir dieses Mal zentral in New York waren und alles viel näher war. Donnerstag war leider schon unser letzter Tag in New York. Damit wir diesen genießen konnten, haben wir schon am Mittwoch Abend unsere Koffer gepackt. Morgens sind wir zusammen über die schöne High Line gelaufen, danach durften wir noch einmal durch New York laufen und uns ein paar Sachen kaufen, bevor wir zum Flughafen gefahren sind. Über Nacht sind wir nach Deutschland geflogen, weshalb wir am Freitag mit ein bisschen Verspätung um 13.45 am Windeck-Gymnasium angekommen sind und von unseren Familien herzlich begrüßt und abgeholt wurden.