Windeck beWegt Was

Super, dass die sich alle so viel Zeit genommen haben, die sind echt nett!“ Dieses dicke Lob aus dem Munde einer 5.Klässlerin heimsten der OB, Frau Thévenot und die Vorsitzenden aller Gemeinderatsfraktionen ein. Sie hatten sich bereit erklärt, den Schülern des Windeck Projektes „Two Days 4 Future“ einen Vormittag lang Rede und Antwort zu stehen. 16 Schüler aus Unter-, Mittel- und Oberstufe machten sich zusammen mit Lehrerin Barbara Becker einen Tag lang Gedanken, welche Themen, Wünsche und Vorschläge sie immer schon mit den Verantwortlichen der Stadt diskutieren wollten. Die Liste war lang und wurde zur Vorbereitung der Gespräche umgehend an die Damen und Herren „der Stadt“ gemailt.

Nichts sollte vergessen werden und ohne anständige Tagesordnung bleiben derartige Treffen ja oft im Vagen. Der OB eröffnete als Stadtoberhaupt die Diskussion und arbeitete konsequent alle Fragen ab, eine ganze Stunde hatte er sich Zeit genommen. Er informierte über die Anzahl der Bäume in der Stadt (und versprach, diese zu schützen!), nahm unter anderen die Wünsche nach mehr Sitzgruppen auf den Plätzen und im Stadtgarten mit, versprach sich konstruktiv mit der Frage nach einem Sozialkaufhaus auseinanderzusetzen und sagte zu, dass zeitnah am Windeck eine zweite Magerwiese angelegt werden soll.

Ein besonderes Anliegen war den Schülern die  Mülltrennung im öffentlichen Raum: „Wir machen das alle daheim, warum gibt´s dann keine Möglichkeit z.B. am Marktplatz oder im Stadtgarten?“ In Bälde sollte sich damit mal ein Ausschuss befassen, so die Windecker. Frau Thévenot sah sich bestätigt in ihrem Engagement gegen Schotterkreisel und für mehr Grün in der Stadt. Sie zeigte der Gruppe diverse Möglichkeiten zur Beteiligung in städtischen Belangen auf: „Mischt euch ein, nur Mut! Manchmal dauert´s schon ein bisschen – aber wenn sich niemand einbringt passiert eben auch nichts.“ Die dritte Stunde des Vormittags gehörte dem Gruppengespräch mit den Vorsitzenden aller Gemeinderatsfraktionen. Jeweils 10 Minuten hatten die Gruppen Zeit, die ihnen wichtigen Fragen und Thesen zu platzieren und die Ansichten der Politiker dazu zu hören. Dann ging es an den Nachbartisch zur nächsten Partei. „Die haben sich echt mit den Sachen befasst!“ So das anerkennende Urteil der Gemeinderäte. Mit Bereichen wie „Muss an Silvester eigentlich ein Feuerwerk sein?“ und „Wie wär´s mit einem Ökolabel für die Gastronomie?“ diskutierte man durchaus kontrovers und hatte keine Angst vor heißen Eisen. „Es wäre schön, wenn sie dabei blieben…“ sprach ein Stadtrat das aus, was alle anderen dachten. Zwei Schülerinnen jedenfalls haben sich schon gemeldet, mal im Herbst zu schauen, ob sich tatsächlich etwas bewegt: „Dranbleiben ist alles!“

Themenliste

1.1 W-Lan / Internetverbindungen: ausbaufähig, Signalstärke? bleibende Anmeldung?

1.2.  Mehr Schatten: insbesondere in Verbindung mit Begrünung (Bäume / Fassaden)

1.3. Möblierung der Plätze:  Drehstühle super, mehr davon! Sitzgruppen

1.4.          1.4 Offenes zentrumsnahes Angebot für Jugendliche / Jugendcafé ohne Verzehrzwang / mit preiswertem Angebot

1.5.          1.5 Unterricht im Container: Wie sieht ein Container aus?

 

2.1 Take away – Plastik frei!

2.2. Müllvermeidung propagieren / belohnen: bei Festen Mülltrennung, Kampagne gegen Böller / Wegräumen der Reste

2.3 Silvesterfeuerwerk: zentrales Feuerwerk, dafür Kampagne gegen / Verbot private Feuerwerke

2.4 Mülleimer: mehr, Mülltrennung ermöglichen

 

3.1. Windpark Rheinebene

3.2.Energieversorgung öffentliche Einrichtungen: Ökostrom? Regulation

3.3 Heizung? Solaranlagen?

3.4.Ladestationen: E-Bikes, Autos

3.5 Second-Hand-Laden für Kleidung / Möbel in Bühl

 

4.1 Busse: elektrisch / Brennstoffzellen oder zumindest Hybrid

4.2. Busverbindungen:
letzte Busse viel zu früh, ALT System ausbauen: ½ Stunde vorher anrufen, am Wochenende / bei Festen bis 2 oder 3 Uhr, unter Umständen höherer Preis

4.3 Co2 Ausstoß minimieren:
„Fahrverbot“ in bestimmten Zonen

4.4 Hauptstraße samstags geschlossen

4.5. Schulen: Zustand der Heizungen, Klassenzimmer