Standby-Projekt der 5. Klassen

In den letzten vier Wochen war Herr Speich von der Energieagentur Mittelbaden zu Besuch am Windeck-Gymnasium und erklärte den Kindern der 5. Klassen wie der Standby-Modus von elektrischen Geräten mit unserem Energieverbrauch zusammenhängt.

Anhand des Fernsehers erklärte er, dass ein elektrische Gerät im Standby zwar mit einer Fernbedienung angesteuert werden könne, es aber in der Zeit, in der es „ungenutzt herumstehe“, deshalb Energie benötige. Und bei einem Handyladegerät oder Telefon verhielt es sich genauso, wenn es nach dem Ladevorgang vergessen würde bzw. eingesteckt sei.

Was würde passieren, wenn alle Haushalte in Deutschland auf dem „Standby-Verbrauch“ achten würden? Man könnte zwei Kraftwerke vom Netz nehmen!

Die Umsetzung gestaltet sich ziemlich einfach: Jedes elektrische Gerät wird an eine Mehrfachsteckdose mit einem Schalter verbunden. In der Zeit, in der es nicht gebraucht wird, schaltet man die Mehrfachsteckdose aus, sodass kein Strom mehr fließen kann.

Die Aufgabe für alle Jungs und Mädchen der 5. Klassen war also, dass sie wie „Energiespardedektive“ zu Hause und bei Oma und Opa mithilfe eines Energiemessgeräts die „unbewussten Stromverbraucher“ ausfindig machen und diese an Mehrfachsteckdosen mit einem Schalter anschließen sollten. Dabei beobachteten sie auch, dass vor allem heizende elektrische Geräte viel Energie für den Betrieb benötigen. Bei schönem Wetter sollte man also überdenken, ob man beispielsweise den Wäschetrockner nutzt oder doch lieber die Wäsche draußen an die Leine hängt.

Beim Thema Licht kann man ebenfalls viel Energie sparen. Um ein Gefühl zu bekommen, wie viel Energie eine normale 100W-Glühbirne für ihren Betrieb benötigt, wurden die Schülerinnen und Schüler selbst zu kleinen Kraftwerken. Mit einem Fahrrad und einem Dynamo produzierten sie selbst Strom, indem sie kräftig in die Pedale treten mussten. Bereits nach kurzer Zeit waren bereits erste Schweißperlen auf der Stirn beobachtbar. Als die Glühbirne durch eine LED-Lampe ausgetauscht wurde, hielten alle deutlich länger auf dem Fahrrad durch. Diese leuchtete mit einer Leistung von 6W genauso hell wie die 100W-Glühbirne! Zum Abschluss wurde eine Zimmerdisco mit Party-LED und peppiger Musik aus dem CD-Player erradelt und mehrfach wurden neue Zeitrekorde aufgestellt.

In einem kleinen Rechenbeispiel rechnete Herr Speich mit den Kindern aus, dass man im Jahr ca. 150€ spart, wenn man vier 100W-Glühbirnen mit LED-Lampen austauschen würde. Davon könnte die gesamte Familie an Weihnachten Pizza essen gehen.

Doch Energiesparen hat nicht nur finanzielle Vorteile. Herr Speich machte die Schülerinnen und Schüler auf Greta Thunberg aufmerksam, die aktuell aufgrund des Klimawandels auf die Straße geht und während der Schulzeit streikt und demonstriert. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, könnte man Kohlekraftwerke abschalten, wenn Energie gespart würde. Dies würde sich auch in der CO2-Bilanz zugunsten des Klimas niederschlagen.