Melrose, der dritte Bericht: Washington D.C.

Nachdem wir uns am Montagmorgen mit so manchen Tränen von unseren Austauschfamilien verabschiedet hatten, ging es los zum Flughafen, und von dort nach Washington D.C. Dort angekommen mussten wir abenteuerlich mit Bus und Bahn unser umfangreiches Gepäck zu unserem Hotel „The Inn of Rosslyn“ bringen. Als wir dort endlich ankamen und freudig unsere Zimmer bezogen hatten, ging es in kleineren Gruppen noch auf die Suche nach einem passenden Lokal in unserem Viertel. Gesättigt fielen wir dann müde in die Betten, mit Ausblick auf ein volles Programm für den kommenden Tag.

 

Am nächsten Morgen mussten wir früh aus den Federn (Abmarsch 7:00), da wir in den Supreme Court wollten. Das Frühaufstehen hatte sich gelohnt, denn nach 2 Stunden Wartezeit konnten wir immerhin 3 Minuten eine echte Verhandlung besuchen. Im Anschluss nahmen wir an einer Führung im gegenüberliegenden Capitol teil. Diese war durch die lebendige Ansprache unserer Führerin sehr interessant und auch das große Gebäude beeindruckte uns nachhaltig. Nach unserer Freizeit und einem Essen in der Nähe von Chinatown besuchten wir außerdem das National Archive, in dem wir die Originalschriften der Declaration of Independence, sowie die Bill of Rights und die Constitution bestaunen konnten. Da an diesem Tag auch noch perfektes Wetter war, konnten wir anschließend bei einem Spaziergang durch den großen Park von Washington einige Monumente und Denkmäler besichtigen.

Am Mittwoch stand das Fords Theatre auf dem Programm. In diesem sahen wir eine Vorstellung über die Erschießung des Präsidenten Abraham Lincolns im selbigen Theater. Danach machten wir uns alle auf den Weg zum Weißen Haus in der Hoffnung, dieses aus nächster Nähe betrachten zu können. Das war jedoch aufgrund des Geburtstages des Sohnes von Präsident Trump und dem damit verbundenen Security Personal leider nicht möglich, weshalb uns alternativ das Visitor Center blieb. Dieses war aber auch sehr informativ.

Anschließend hatten wir in unseren Gruppen Freizeit und trafen uns erst abends wieder, um gemeinsam in die Oper zu gehen.

Die John F. Kennedy Opera war ein riesiges, sehr faszinierendes Opernhaus mit guter Akustik auf allen Plätzen. Die dreistündige russische Oper war nicht jedermanns Geschmack, dennoch fanden es alle gut, einmal dort gewesen zu sein.

Da es am Donnerstag regnete, entschieden wir uns, ins Air&Space Museum zu gehen. Dort haben wir nicht nur viele bedeutende Flugzeuge und Raketen gesehen, sondern auch Raumanzüge und die ersten flugtüchtigen Konstruktionen.

Da es auch den restlichen Tag ununterbrochen regnete, fiel das geplante Schlendern in Georgetown leider buchstäblich ins Wasser. Abends jedoch freuten wir uns alle auf das heimlich im Vorfeld gebuchte Essen im Hard Rock Café, welches als Überraschungs-Geburtstagsgeschenk für Herrn Leppin geplant war. Zudem war das Essen im Hard Rock Café ein schöner Abschied für uns als Gruppe, denn am nächsten Tag ging es wieder zurück nach Deutschland.

Am letzten Morgen besuchten wir noch vor der Abreise den Arlington National Cemetery und  besichtigten das Grab des Präsidenten John F. Kennedys und das des Unbekannten Soldaten. Der riesige Friedhof war eine sehr interessante Erfahrung.

Und dann hieß es tatsächlich „Goodbye Washington D.C.“, und wir machten uns mit den großen Koffern per Bus und Bahn auf den Weg zurück zum Flughafen. Dort ging es ohne größere Zwischenfälle zurück nach Deutschland, wo wir freudig auf unsere Familien trafen.

Der Austausch in den Gastfamilien und in Washington war für uns alle sehr bereichernd und voller neuer und aufregender Erfahrungen, die wir so schnell nicht vergessen werden!

Deborah und Hannah